Ziele und Inhalte
Der architektonische Entwurf soll auf die Ziele der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit ausgerichtet werden. Zentrales Ziel ist dabei die Einsparung von Energie über alle Phasen des Lebenszyklus von Bauwerken. Das nachhaltige Planen und Bauen definiert sich über eine optimierte Energiebilanz während des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes: graue Energie bei der Erstellung, Betriebsenergie während der Bewirtschaftung und Rezyklieren beim Abbruch eines Gebäudes. Hierzu müssen viele einzelne Aspekte des Bauens neu entwickelt und unter den neuen Zielsetzungen theoretisch und empirisch überprüft werden, z.B. zur Nutzung der Vorteile des natürlichen Energiekreislaufes, oder durch ein ausgewogenes Verhältnis von der Gebäudehülle zur Haustechnik.
Spezifische Ansätze der Forschung liegen in der Optimierung der Glasarchitektur mit selbst regulierenden Fassadensystemen, der Reduktion von Energiekosten, und der intelligenten Wandlung von gespeicherter Sonnenenergie für die komfortable Beheizung und Klimatisierung von Innenräumen, unabhängig vom Standort und dem Sonnenstand der jeweiligen Jahreszeiten.
Relevanz der Forschungsaktivitäten zur und Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft, Gesellschaft, Staat, Umwelt und internationale Zusammenarbeit
Nachhaltiges Bauen führt zu neuen Anforderungen an die und Ausprägungen der gebauten Umwelt. Die bauliche Realisierung setzt insbesondere regional innovative gesellschaftliche Prozesse in Gang und veranlasst politische und wirtschaftliche Aktivitäten: Neubau und Umbau im Bestand, Kooperation mit Liechtensteiner Industrie und Politik sowie überregionale Ausstrahlung. Gleichzeitig erfordern und veranlassen Umwelt- und Energiefragen – z. B. im Kontext des globalen Klimawandels – in besonderem Masse globale Sichtweise, Kommunikation und Kooperation.