Architektur und Raumentwicklung

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Standort / Anreise
Ausstellung
Raumidentität - Ein Nanozentrum am Bahnhofplatz Landquart


19. März bis 4. April 2008
Rohanhof/Bahnhofplatz Landquart

Einführung:
Gemeindepräsident Ernst Nigg
Planungsberater Max Brunner
Urs Meister und  Alberto Dell’Antonio (Hochschule Liechtenstein)

Leporello Nanozentrum





Press Review

Südostschweiz, 20.03.2008

Das Projekt entstand im Rahmen des Wissens- und Technologietransfers WTT.
Raumidentität - Nanozentrum Landquart


Entwürfe von Studierenden des 5. Semesters Bachelor der Hochschule Liechtenstein für eine neue Raumidentität im Zentrum von Landquart – 15 Jahre nach dem städtebaulichen Entwurf von Peter Zumthor (Dozent: Alberto Dell'Antonio).


Die Raumdisposition des Bahnhofsplatzes in Landquart basiert auf einem Entwurf des Architekten Peter Zumthor aus den 1990er Jahren. Wie es bei Planumsetzungen häufig der Fall ist, wurde diese nicht vollständig und in abgeänderter Form realisiert. Das fiktive Projekt eines Forschungszentrums für Nanomedizin versucht hier Lücken zu schliessen und Verbesserungen zu initiieren. Als Ergänzung zum wenig krisensicheren Tourismus steht die Förderung von Zukunft weisenden Spitzentechnologiefirmen im Vordergrund der Standortdiskussion in Graubünden. Einen wichtigen Platz nimmt dabei die Entwicklung des zentralen Bahnhofplatzes in Landquart ein: Trotz bester Lage lassen sich hier aktuell Büros und Ladenflächen nur schwer vermieten. Gefordert ist eine Verbesserung im Sinne eines Lebensraums der gesellschaftlichen Identifikation.

Die Idee, ein Forschungszentrum an diesem exponierten Ort zu projektieren folgt dem Wunsch nach Aufwertung des Landquarter Zentrums und dem Bedürfnis einer solchen Forschungsinstitution nach Selbstdarstellung und Präsenz. Die gute Infrastruktur und die nahezu optimale Verkehrsanbindung platzieren das Projekt an der Schnittstelle verschiedener verwandter Forschungsinstitutionen wie etwa den Hochschulen in Zürich, Buchs und Vaduz oder dem biomechanisches Forschungszentrum in Davos.

Der Entwurf stand unter der Prämisse der „Raumidentität“. Geschaffen werden sollte ein Konzept, das die räumlichen und städtebaulichen Parameter mit der innenräumlichen Organisation des Forschungszentrums miteinander verwebt. Es stellte sich die Frage, inwiefern die Thematik die Gestaltung des Innenraums auf spezifische Art und Weise prägt und inwiefern der Bau dem spezifischen Verständnis für architektonischen Raum unserer Zeit unterworfen ist. Das Bruchstückhafte, bzw. das Unabgeschlossene, das den Bahnhofplatz von Landquart prägt ist ein wesentlicher Aspekt unserer heutigen, urbanen Realität. Dem stellen sich die acht Entwürfe der Studierenden aus Vaduz. Mit detaillierten Materialisierungen und Modellbau wurden die körperlosen Eigenschaften von architektonischem, „umbauten“ Raum in Beziehung zur gebauten Materie gesetzt.