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Emmanuel Alloa über "Das Versprechen der Entmaterialisierung. Über Glasarchitektur"

Architektur-Vortrag

Termin

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 18.00 Uhr
Hörsaal 1 an der Universität Liechtenstein

Inhalt

Emmanuel Alloa
"Das Versprechen der Entmaterialisierung. Über Glasarchitektur"
Glas stellt insofern ein paradoxes Material dar, als es extrem widerstandsfähig und brüchig zugleich ist. Es verkörpert den Widerspruch, zugleich Baustoff und durchlässig zu sein. Anhand der Geschichte der Glasarchitektur lässt sich das Versprechen einer entmaterialisierten Materie nacherzählen. Von der gotischen Kathedrale über Joseph Paxton's Crystal Palace von 1851, von den expressionistischen Träumereien eines Bruno Taut zu Mies van der Rohe, von sowjetischem Utopismus Positionen bis hin zum International Style amerikanischer Prägung steht Glas für das Versprechen vollständiger Durchsichtigkeit. Eine besonders interessantes Kapitel stellt in dieser Hinsicht Sergej Eisensteins nie verwirklichtes Filmprojekt Glass House dar.

CV
Emmanuel Alloa ist Research Leader in Philosophie an der School of Humanities and Social Sciences der Universität St. Gallen, wo er zuvor von 2012 bis 2016 als Assistenzprofessor für Kulturphilosophie lehrte. Gastprofessuren führten ihn nach Brasilien, Mexiko, Frankreich und Österreich. Für seine Arbeiten wurde er mit dem Latsis-Preis 2016 ausgezeichnet. Jüngste Veröffentlichung: Resistance of the Sensible World. An Introduction to Merleau-Ponty (New York: Fordham 2017)

Vortragsreihe des Instituts für Architektur und Raumentwicklung WS 17/18 und SS 18
Transparenz ist ein Merkmal der heutigen Gesellschaft. Aber ist Transparenz auch ein aktuelles Thema in Architektur und Städtebau? Ist der Trend zu grossflächig verglasten Gebäuden nur Ausdruck einer neuen Materialliebe oder künstlerische Antwort auf die gesellschaftlichen Entwicklungen? Entsteht Transparenz in Gebäuden schlussendlich auch über die Nutzung, über das öffentlich Machen der Abläufe innerhalb eines Gebäudes oder nur über die Architektur und die Materialität an sich?

Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.

Das Institut für Architektur und Raumentwicklung nähert sich mit der Vortragsreihe "Transparenz" dem buchstäblichen, dem übertragenem und dem organisatorischen Verständnis von Transparenz aus unterschiedlichen disziplinären Blickwinkeln ans. Aus der Perspektive von Architektur, Landschaftsarchitektur, Konzeptkunst, wahrnehmungsorientierter Stadtforschung sowie partizipativer Stadtentwicklung soll die Relevanz des Begriffes für Raumentwicklung, Städtebau und Architektur diskutiert werden.

Information

Prof. Dr. sc. ETH Dipl.-Ing. Anne Brandl
Dipl.-Ing. Clarissa Rhomberg

 

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