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uni.liBanking Award

Banking Award Liechtenstein

Der Banking Award wird vom Liechtensteinischen Bankenverband sowie vom Institut für Finance an der Universität Liechtenstein jährlich verliehen. Der Award wird für Thesen vergeben, die sich durch herausragende wissenschaftliche und praxisrelevante Leistungen auszeichnen. Das Preisgeld beträgt bis zu 5'000 CHF.

Teilnahmeberechtigt am Wettbewerb sind Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen der Bachelor- und Master-Studiengänge an der Universität Liechtenstein, deren Arbeit mindestens mit "gut" (5,0) bewertet wurde. Mit diesem Wettbewerb spornen der Liechtensteinische Bankenverband und das Institut für Finance der Universität Liechtenstein die Studierenden zu herausragenden wissenschaftlichen und praxisrelevanten Leistungen an.

  

Nominierte Arbeiten Banking Award Liechtenstein 2018

Die nominierten Kandidaten aus dem Bachelorprogramm:

Christian Paul Hauser

Die Massnahmen der Schweizer Nationalbank seit 2007 und ihre Auswirkungen auf die Immobilienpreise in der Schweiz

Christian Paul HauserDie wirtschaftliche Situation stellte die Schweizer Nationalbank in den letzten Jahren vor etliche geldpolitische Herausforderungen. Diese Arbeit untersucht, welche Massnahmen die SNB seit 2007 gesetzt hat und wie sich diese auf die Immobilienpreise ausgewirkt haben. Nach der Analyse der Fundamentaldaten kann die Forschungsfrage „Wie haben sich die geldpolitischen Aktivitäten der Schweizer Nationalbank seit dem Jahr 2007 auf die Immobilienpreise ausgewirkt, und können hier Anzeichen einer Wohnimmobilienpreisblase gefunden werden?“ wie folgt beantwortet werden: Die expansive Geldpolitik der SNB hat sich über die Transmissionskanäle Zinskanal, Kreditkanal und Vermögenskanal erhöhend auf die Wohnimmobilienpreise ausgewirkt. Diese Steigerung war stärker als die Steigerung bei den Fundamentaldaten, weshalb hier ein Hinweis auf eine Blase gefunden wurde.

Christian Paul Hauser, Bachelor of Science in Betriebswirtschaftslehre
Betreuerin: Dr. Tanja Kirn

Pascal Pusnik

The influence of market volatility innovations on international equity returns

Die Diskussion um die Profitabilität von internationalen Portfolio-Strategien ist allgegenwärtig. Einige Forscher behaupten, dass Währungsaufwertungen bzw. Währungsabwertungen mögliche internationale Aktienrenditeunterschiede nichtig machen. Die Resultate der Bachelorarbeit widersprechen dieser Behauptung und stimmen dem anderen Lager von Forschern zu. Währungsschwankungen verhindern nicht die renditebehafteten Vorteile von internationaler Portfoliodiversifikation.  Bei Ausübung einer „carry-Strategie“ war es aus Sicht eines US-Investors möglich, seit der Finanzkrise im letzten Jahrzehnt abnormale Monatsrenditen von bis zu 1% zu erzielen. Die Ergebnisse zeigen, dass unter Umständen unerwartete Marktschwankungen zu dieser Tatsache beitragen, da diese eine Prämie am Aktienmarkt abverlangen.

Pascal Pusnik, Bachelor of Science in Betriebswirtschaftslehre
Betreuer: Prof. Dr. Marco J. Menichetti; Dr. Jurij-Andrei Reichenecker

Markus Wabnig

The North Korea threat and its effect on global stock markets

Die nordkoreanischen Atom- und Raketenprogramme stellen seit Jahrzehnten ein geopolitisches Risiko dar. Die Bachelor-Thesis setzte sich zum Ziel, zu erforschen, wie Aktienmärkte in Südkorea, Japan und den USA über den Zeitraum von 2005 bis 2017 auf solche Ereignisse reagierten. Die Ereignisstudie zeigt, dass beide Ereignisarten signifikanten Einfluss auf Handelsvolumen, Renditen und in geringerem Umfang auch auf Varianzen hatten. Darüber hinaus schienen die Aktientitel bestimmter Industrien stärker (bspw. Versicherungen) bzw. weniger stark (bspw. Einzelhandel) auf solche Ereignisse zu reagieren. Der negative Einfluss, vor allem im Hinblick auf die Rendite, der untersuchten Ereignisse auf US-Aktien fiel dabei geringer aus, als bei ihren asiatischen Gegenstücken. Diese Erkenntnisse zeigen die potentielle Praxisrelevanz dieser Studie auf. Durch selektive Wahl von Investments und Über- bzw. Untergewichtung bestimmter Länder und Industrien können Portfolios in Zeiten von erhöhtem Nordkorea-Risiko optimiert werden.

Markus Wabnig, Bachelor of Science in Betriebswirtschaftslehre
Betreuer: Ass. Prof.
 Dr. Sebastian Stöckl

 

Die nominierten Kandidaten aus dem Masterprogramm:

Matthias Herrmann-Meng

The Rating Game - Rating Agencies’ Reputation and Conflict of Interest: An Experimental Study

Die Rating Agenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch stützen sich alle auf ein Emittenten- Zahlungsmodell, das Interessenkonflikte und damit verbundene Risiken (u. A. Rating Inflation, verzögerte Ratingherabstufung) mit sich führt. Die Thesis versucht anhand eines Experiments zu evaluieren, ob Reputationseffekte die Rating Inflation in einem konkurrierenden Umfeld verringern. Das Standardverfahren stellt ein Duopol dar, indem zwei Rating Agenturen ihren jeweiligen Report an einen Emittenten verkaufen möchten. Das Testverfahren beinhaltet zusätzlich ein Rating System, das es den Investoren ermöglicht, ein Rating über die Reportqualität abzugeben. Die Ergebnisse zeigen auf, dass erhöhte Reputationseffekte via einem Rating System die Rating Inflation signifikant reduziert. Dies hat auch Implikationen für die regulatorische Praxis: Erhöhte Transparenz via einem Rating System verbessert die Sophistikation unter Investoren, welche die bereitgestellten Ratings eher kritisch hinterfragen.

Matthias Hermann-Meng, Master of Science in Finance
Betreuer: Ass.
Prof. Dr. Martin Angerer; Wiebke Szymczak, M.Sc.

Atdhe Hoxha

Parametric Portfolio Policies - Applying Sector Characteristics for Strategic Asset Allocations

Diese Masterarbeit untersucht die Optimierung eines Portfolios, bestehend aus Sektor-Indizes, unter Anwendung des Konzepts «Parametric Portfolio Policies», welches das Portfolio basierend auf den Eigenschaften der Indizes optimiert. Mit dem Ziel der Erforschung, ob mit diesem Konzept ein positives Alpha generiert werden kann, werden Marktwert, Dividendenrendite und Momentum als Charakteristiken in einem grundlegenden Ansatz geprüft. In einer Erweiterung werden Volatilität und ein Rolling Beta hinzugefügt, um zu vergleichen, ob zusätzliche Charakteristiken zu einer besseren Optimierung beitragen. Die Ansätze werden in zwei Varianten geprüft, einmal ohne Leerverkaufsrestriktionen und einmal mit einer erweiterten Formel, welche Leerverkäufe bestraft, um den Verschuldungsgrad einzugrenzen. Die statistischen Auswertungen zeigen robuste und signifikant positive Resultate, wobei das erweiterte Konzept mit fünf Charakteristiken und keinen Restriktionen das Portfolio mit der höchsten Performance generiert.

Atdhe Hoxha, Master of Science in Finance
Betreuer: Prof. Dr. Marco J. Menichetti; Dr. Jurij-Andrei Reichenecker

Manuel Schneider

A Value vs. Growth Perspective on Sustainable Equity

Mit dem Ziel, eine bewährte Investmentstrategie mit dem Trend der Nachhaltigkeit zu verbinden, wurden 1084 Aktien der Asset4 Europe Datenbank zuerst nach ihrer Nachhaltigkeit und anschliessend mit der Morningstar Style Box-Methode nach ihren Value oder Growth Eigenschaften sortiert. Zwar ist der Durchschnittsgewinn des nicht nachhaltigen Value Portfolios am höchsten, risikoadjustiert bietet das nachhaltige Growth Portfolio jedoch eine vergleichbare Performance, mit dem Zusatznutzen der positiven sozialen Auswirkung. Der Value Ansatz passt hier jedoch nicht zu nachhaltigen Aktien, da diese stark nachgefragt sind und somit dazu neigen, überbewertet zu sein. Durch das Einbeziehen von ESG in die Aktienanalyse ist es in jedem Fall möglich, einen Mehrwert zu schaffen. Investoren können dadurch entweder ihren Gewinn erhöhen oder ihr Risiko senken. Dadurch entsteht auch eine Chance für Finanzinstitute, da das Benutzen von ESG-Informationen zu einer Portfoliooptimierung führt.

Manuel Schneider, Master of Science in Finance
Betreuer: Ass.
Prof. Dr. Lars Kaiser; Hendrik Peer Kimmerle, MSc

Patrick Thoma

From IPO to Obsolete: Stock Age-Related Investment Strategies

In der Masterthesis werden Aktienstrategien präsentiert, die auf dem jeweiligen Alter einer Aktie, gemessen seit Börsenlistung (IPO), basieren. Das Ziel dabei war es, Überschussrenditen zu erwirtschaften und die Beziehung zwischen Aktienalter und Aktienrenditen zu erforschen. Grundlage der Arbeit war der CRSP Datensatz, also umfangreiche Daten zu allen US-Aktien seit 1925. Praxisrelevant ist vor allem die Erkenntnis, dass Investoren „junge“ Aktien mit geringer Marktkapitalisierung und einem Aktienalter von bis zu drei Jahren (seit IPO) meiden sollen. Diese mögen zwar verlockend sein da sie sich zum nächsten Facebook, Amazon, Apple, Netflix oder Google entwickeln können, bieten aber Anlegern im Schnitt die schlechtesten Renditen aufgrund einer hohen Ausfallwahrscheinlichkeit. Stattdessen sollten Anleger in Aktien mit einem Aktienalter zwischen drei und 25 Jahren (seit IPO) investieren, da diese im Schnitt die höchsten Renditen (im Vergleich zu Konkurrenzunternehmen der gleichen Branche) erzielen.

Patrick Thoma, Master of Science in Finance
Betreuer: Ass. Prof. Dr. Sebastian Stöckl; Ass. Prof. Dr. Martin Angerer

Jan Welters

Momentum strategies: Evidence from sustainable investments

Die Bedeutung von nachhaltigen Geldanlagen hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen – sowohl in der Praxis als auch in der Forschung. Viele Investoren erwarten, dass der von ihnen beauftragte Assetmanager eine zufriedenstellende Rendite generiert und gleichzeitig das Thema Nachhaltigkeit in seinen Anlageentscheidungsprozess integriert. Aufgrund dessen stellt sich die Frage, welchen Einfluss die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsfaktoren auf die Performance traditioneller Investmentansätze, wie etwa Momentumstrategien, hat. Die Masterthesis belegt, dass der Momentumeffekt sowohl für nachhaltige Titel als auch für nicht-nachhaltige Titel existiert. Ferner implizieren die Ergebnisse, dass nachhaltige Anleger einem geringeren Verlustrisiko ausgesetzt sind als Investoren, die sich auf nicht-nachhaltige Titel fokussieren. Nichtsdestotrotz erzielen nachhaltige Momentumstrategien geringere absolute Renditen.

Jan Welters, Master of Science in Finance
Betreuer: Ass. Prof. Dr. Lars Kaiser;
Prof. Dr. Marco J. Menichetti

 

 


Bewerbung

Für die Bewerbung senden Sie bitte folgende Unterlagen bis 10. September 2018 per E-Mail an banking@uni.li, Betreff: Banking Award Liechtenstein

Anmeldeformular (ausgefüllt und unterzeichnet) plus folgende Dokumente als Beilagen:
1. Ein elektronisches Exemplar Ihrer Thesis (PDF)
2. Motivation & Grund für die Themenwahl (max. 100 Wörter, DOCX)
3. Zusammenfassung der Thesis (max. 450 Wörter, DOCX):
    Forschungsfrage, Methodik, Ergebnisse und Relevanz für die Praxis
4. Persönliche Erkenntnis aus der Arbeit (max. 100 Wörter, DOCX)
5. Portraitfoto (gute Auflösung, maximale Dateigrösse von 1 MB)

Aus den eingegangenen  Bewerbungen werden 4 - 6 Thesen für den Banking Award Liechtenstein nominiert.
Im Falle einer Nominierung ist der Teil "Zusammenfassung der Thesis" innerhalb einer Woche in deutscher Sprache nachzuliefern, falls dieser in Englisch eingereicht wurde.

Reglement
Bewertungskriterien Universität Liechtenstein
Bewertungskriterien Liechtensteinischer Bankenverband

Kontakt:
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, Bank- und Finanzmanagement 
Professor Dr. Marco J. Menichetti
Assistenz: Anna-Maria Cornal, Telefon: +423 265 13 49, banking@uni.li
www.uni.li/bankingaward

Veranstaltungen

Banking Award Liechtenstein 2018Preisverleihung

29.11.2018 17:30 - 19:00

Der Liechtensteinische Bankenverband und das Institut für Finance zeichnen herausragende wissenschaftliche und praxisrelevante Leistungen von Absolventen der Bachelor- und Masterstudiengänge im Bereich Banking und Finance aus.

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