Auswirkungen globaler Steuerstandards auf die internationale Besteuerung liechtensteinischer Trusts

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Projektart und Laufzeit

FFF-Förderprojekt, Mai 2019 bis November 2020 (abgeschlossen)

Koordinator

Lehrstuhl für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, Internationales und Liechtensteinisches Steuerrecht

Forschungsschwerpunkt

Wealth Management

Forschungsgebiet/e

Steuerreform

Beschreibung

Die nationale und internationale Besteuerung von natürlichen und juristischen Personen, Unternehmen und Vermögensstrukturen unterlag in den vergangenen Jahren zahlreichen substanziellen Änderungen. Einerseits haben sich verschiedene Staaten und Jurisdiktionen innerhalb und ausserhalb Europas sowie auch global steuerlich teilweise vollkommen neu aufgestellt und ausgerichtet sowie entsprechende Steuerreformen durchgeführt. Andererseits hat die globale (internationale und europäische) Steuerpolitik unter Führung verschiedener Zusammenschlüsse von Staaten, insbesondere der G7, G20, OECD und EU, in den letzten Jahren zahlreiche globale (internationale und europäische) Steuerstandards in der Form von weitgehend verbindlichen Anforderungen an das nationale und internationale Steuerrecht der am internationalen Wirtschaftsverkehr beteiligten Staaten und Jurisdiktionen entwickelt. Bislang betrafen diese globalen Anforderungen insbesondere die Steuertransparenz in der Form des für die Besteuerung massgeblichen Informationsaustauschs bestimmter Daten und Informationen auf Anfrage einschliesslich Gruppenanfragen sowie den spontanen und automatischen Informationsaustausch. Neuerdings und in zunehmenden Masse beinhalten die unlängst entwickelten globalen internationalen und europäischen Anforderungen an das nationale und internationale Steuerrecht zudem umfassende materiell-steuerrechtliche Vorgaben.
Die bisherige steuerwissenschaftliche Literatur hat sich überwiegend mit den Auswirkungen dieser Internationalen und Europäischen Steuerstandards auf die nationale und internationale Besteuerung von Unternehmen und Vermögensstrukturen in der Rechtsform von Verbandspersonen einschliesslich Körperschaften mit einer eigenständigen Rechtsperson befasst. Der Fokus liegt jedoch in zunehmendem Masse auf der nationalen und internationalen Besteuerung von Vermögensstrukturen ohne eigenständige Rechtspersönlichkeit, welche dessen ungeachtet in Bezug auf die dahinter stehenden Personen (Errichter, Begünstigte) eine abschirmende Wirkung entfalten können. Hierzu gehören insbesondere die nach liechtensteinischem Recht errichteten Vermögensstrukturen in der Rechtsform des (discretionary) Trusts.
Das Forschungsprojekt schliesst diese Forschungslücke, indem zunächst die einschlägigen Internationalen und Europäischen Steuerstandards abgeleitet und analysiert werden. Anhand der rechtsvergleichenden Analyse der Umsetzung dieser Internationalen und Europäischen Steuerstandards in den etablierten Steuerjurisdiktionen Irland, Kanada, Neuseeland und UK werden darauf aufbauend Best Practices betreffend die nationale und internationale Besteuerung von (discretionary) Trusts sowie der dahinter stehenden Personen (Errichter, Begünstigte) für die Implementierung der entsprechenden Standards in nationales Recht abgeleitet. Aufbauend hierauf erfolgte eine steuerrechtliche Analyse des liechtensteinischen Steuergesetzes im Hinblick auf bereits bestehende Übereinstimmungen betreffend die zuvor identifizierten globalen (Internationalen und Europäischen) Steuerstandards in Bezug auf die nationale und internationale Besteuerung liechtensteinischer (discretionary) Trusts in Liechtenstein.

Projektergebnisse:

Förderer

  • Forschungsförderungsfonds der Universität Liechtenstein