Kollektive Imagination

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Projektart und Laufzeit

Vorstudie zur Dissertation, seit September 2019

Koordinator

Institut für Architektur und Raumentwicklung

Forschungsschwerpunkt

Nachhaltiges Planen und Bauen

Forschungsgebiet/e

Nachhaltige Raumentwicklung

Beschreibung

Mein Interesse gilt vor allem der Untersuchung bestehender und Entwicklung neuer Strategien, die den Nutzer in raumplanerische Entwicklungen einbinden. Es geht nicht darum, den Laien als Experten zu verstehen, sondern zu untersuchen wo das grösste Potential der Nutzer in Planungsprozessen liegt. Drei in Wechselwirkung stehende Fragen werden dabei untersucht:

Wie können das intuitive Wissen und die Befindlichkeit einer diversen Gruppe (z.B. Bewohner einer Gemeinde, Benutzer eines öffentlichen Raumes) ihrer räumlichen Umgebung gegenüber sicht- und nutzbar gemacht werden?

Was für Formate erlauben es, Laien in kreative Prozesse der Raumplanung einzubinden?

Welche Rolle spielt eine solche Einbindung der Nutzer in politischen Prozessen (z.B. Initiativen, Referenden)?

Aktuelle und historische Beispiele partizipativer Planungsprozesse aus verschiedenen Kulturräumen werden gesammelt, untersucht und systematisiert. Im Sinne von Lucius Burckhardts Frage "Wer plant die Planung?" werden anhand mindestens einer Gemeinde als Fallbeispiel die verschiedenen Stakeholder im Raumplanungsprozess analysiert. Die Analyse findet in verschiedenen Massstäben statt: auf Quartiers-, Gemeinde-, Landes- und regionaler Ebene (z.B. Energiestadt-Label, OEBB) bis hin zu Einflüssen globalen Massstabs (transnationale Institutionen, gesellschaftliche Trends und technologische Entwicklungen).
Anhand von raumplanerischen Beispielen verschiedener Grössenordnung werden die Berührungspunkte der Stakeholder herausgearbeitet und Potentiale für eine Partizipation aufgezeigt.
Auf dieser Basis werden für einen empirischen Erkenntnisgewinn in einem experimentellen Teil Workshops mit verschiedenen Stakeholder entwickelt und durchgeführt.

Schlagworte

Imagination, Öffentlichkeit, Terrain