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MINI.STADT LICHTENSTEIG

Projektart und Laufzeit

WTT, September 2017 bis Januar 2018 (abgeschlossen)

Koordinator

Institut für Architektur und Raumentwicklung

Forschungsschwerpunkt

Nachhaltiges Planen und Bauen

Forschungsgebiet/e

Nachhaltige Raumentwicklung

Beschreibung

Die Gemeinde Lichtensteig will sich im Rahmen ihrer Strategie "Mini.Stadt 2025" für ihre zukünftige Entwicklung vor allem auf ihre vorhandenen Potenziale besinnen: einmalige Architektur, breites kulturelles Angebot, Unternehmertum sowie mutige und innovative Bürgerinnen und Bürger. Lichtensteig soll in Zukunft als übersichtliches, identitätsstiftendes Städtchen mit urbanem Lebensstil in ländlicher Umgebung positioniert werden. Damit sollen vor allem weltoffene, moderne, aktive und interessierte Menschen mit Anspruch auf günstigen und schönen Wohnraum angesprochen werden, die in Lichtensteig leben und nicht nur dort wohnen wollen.

Bis anhin erfolgte die ortsbauliche Entwicklung vor allem auf der grünen Wiese am Ortsrand. Aktuell ist die Nachfrage allerdings eher gering und durch die Revision des Raumplanungsgesetzes rückt die Entwicklung innerhalb des bestehenden Siedlungsgebiets immer stärker in den Fokus. Dies erfordert in Zukunft eine aktivere Rolle der Gemeinde in der Innenentwicklung. Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung stellt sich dabei aber zunächst ganz allgemein die Frage, wie der Ort zukünftig entwickelt werden soll. Wie lässt sich bei geringer Nachfrage an peripherer Lage die räumliche Entwicklung möglichst sinnvoll steuern und wie können dabei möglichst hochwertige räumliche, urbane und nachhaltige Qualitäten geschaffen werden? Im Rahmen dieses Entwurfsstudios sollen anhand von drei ausgewählten Nachbarschaften in der Gemeinde Lichtensteig beispielhaft mögliche Potenziale für Eigentümerinnen und Bürger aufgezeigt werden. Zunächst werden in Gruppen plausible Entwicklungsszenarien für die drei Nachbarschaften durchgespielt, bewertet und ausgewählt. Alleine oder in Zweierteams werden anschliessend konkrete ortsbauliche und architektonische Konzepte und Projekte innerhalb dieser Szenarien weiterentwickelt und entworfen. Es gilt dabei durch stringentes, visionäres Denken und scharfes Beobachten die komplexen Problemstellungen auch unkonventionell zu durchdringen und in der fachübergreifenden Auseinandersetzung zu lösen.
Das Entwurfsstudio wurde von der Gemeinde initiiert und ist als Teilschritt in ihre übergeordnete Entwicklungsstrategie eingebettet. Diese ist als transparenter, partizipativer Prozess konzipiert. Von den Studierenden sollen ortsbauliche und architektonische Entwicklungsstrategien erarbeitet werden um Innenentwicklungspotenziale zu veranschaulichen, Denkanstösse im Hinblick auf wünschenswerte Veränderungsprozesse zu liefern und im besten Fall auch konkrete Impulse für Eigentümerinnen und Eigentümer zu geben.
Die erarbeiteten Projekte werden während und nach dem Semester in einer Broschüre dokumentiert und im kommenden Frühjahr im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung mit Diskussionsrunde vor Ort in Lichtensteig der interessierten Bevölkerung präsentiert.

Schlagworte

Architektur, Stadt-, Dorferneuerung, Städtebau, Landschaftsarchitektur, Landschaftsplanung, Raumplanung, Siedlung und Verkehr, Regionalentwicklung, Nachhaltigkeit, Grünes Wohnen, Raumentwicklung, ländlich |urban | nachhaltig, Stadtentwicklung, Transformation/ Wandel, Raumentwicklung, Räumliche Kulturentwicklung, Zukunft, Zukunftsstudie

Auftraggeber

  • Gemeindeverwaltung Lichtensteig