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10 Fakten zu 10 Jahren Universität Liechtenstein

Am 1. Februar 2011 ist das Gesetz über die Universität Liechtenstein in Kraft getreten. Nach einer fünfzigjährigen Entwicklung präsentierte sich die universitäre Hochschule als erste öffentliche Universität im Fürstentum. Aufgrund der Corona-Pandemie ist eine Feier zum 10-Jahres-Jubiläum mit Universitätsangehörigen, Partnern, Freunden und Wegbegleitern frühestens im Sommer geplant.

 

Die Entwicklungsschritte ab 1961 vom Abendtechnikum über die Liechtensteinische Ingenieurschule (LIS) und Fachhochschule bis zur Hochschule haben in den letzten zehn Jahren als Universität ihre Fortsetzung gefunden. Heute positioniert sich die Universität Liechtenstein als international akkreditierte und vernetzte Bildungs- und Forschungsinstitution mit starker Verankerung im Land und in der Bodenseeregion. Die Universität Liechtenstein sei strategisch gut aufgestellt und ein unverzichtbarer Partner für Wirtschaft und Gesellschaft als Innovations­stätte für Zukunftsgestaltung, betonen die Verantwortlichen. Durch die hohe Qualität ihres Angebots stärkt sie den Wohlstand, die Attraktivität sowie das internationale Ansehen des Landes Liechtenstein und der Region. „Mich freut vor allem, als Regierungschef die Entwicklung der Universität Liechtenstein mit vorangetrieben und umgesetzt zu haben und heute ihr Präsident sein zu dürfen,“ führt Klaus Tschütscher, Präsident des Universitätsrats, zum Jubiläum aus und hofft auf eine entsprechende Feier später im Jahr. Bis dahin zeigt die Universität Liechtenstein zehn ausgewählte Fakten aus den letzten 10 Jahren auf:

 

Weltweit erste RIBA-Akkreditierung auf allen Programmstufen

Während eines mehrjährigen Prozesses hat sich das Institut für Architektur und Raument­wicklung der Universität Liechtenstein einer Prüfung durch die renommierte britische Akkreditierungsagentur RIBA (Royal Institute of British Architects) unterzogen. Als erste und einzige Institution weltweit hat das Institut im November 2018 die RIBA-Akkreditierung für alle Programmstufen (BSc, MSc und PhD) erhalten.

 

Studierende: Die Hälfte bleibt in der Region

Im August 2019 hat die Universität Liechtenstein eine Auswertung vorgenommen, welche den Stellenwert der Institution für die heimische Wirtschaft unterstreicht: Dabei zeigte sich, dass rund ein Viertel der Studierenden nach dem Abschluss ihrer Aus­ oder Weiterbildung in Liechtenstein bleibt und ein weiteres Viertel im Rheintal.

 

Internationalität erleben

Mit Studierenden aus etwa 60 Nationen, über 100 Kooperationen mit ausgezeichneten Hochschulen, rund 120 Mobilitäten von Austauschstudierenden pro Jahr, von der AIBA ausgezeichneten Erasmus+-Projekten gemeinsam mit europäischen Partnern, interkulturellen Angeboten am Campus, aber auch der Gestaltung des Liechtenstein-Auftritts an der Biennale in Venedig trägt die Universität Liechtenstein zur internationalen Reputation des Landes mit bei.

 

Campus Gespräche

Seit 2014 verstehen sich die Campus Gespräche als eine Veranstaltungsreihe für die Öffentlichkeit, bei der Expertinnen und Experten sowie das Publikum gesellschaftlich relevante Themen von verschiedenen Seiten beleuchten und diskutieren.

 

Mehr Studierende

Die Universität Liechtenstein verzeichnete zum Stichtag am 15. November 2020 mit 707 Studierenden in konsekutiven Studienprogrammen die bisher höchste Zahl seit dem Bestehen.

Vom Forschungscontainer zum Basecamp

Mit einer Fördersumme von über 3,8 Millionen Euro durch die Europäische Union war das Projekt „Fluidglass“ zur Entwicklung einer aktiven solarthermischen Fassade das bislang höchst dotierte Forschungsprojekt der Universität Liechtenstein. Der Versuchscontainer mit einem regulierbaren, transparenten Verschattungssystem samt Heiz-/Kühlsystem und Solarkollektor diente nach einer Umgestaltung durch Studierende als „Basecamp Vadozner Huus“ als temporäre Plattform für verschiedene Veranstaltungsformate auf der Parkgarage am Marktplatz.

 

Neue Angebote für neue Themen

Die technologische und gesellschaftliche Entwicklung der letzten zehn Jahre spiegelt sich in neuen Weiterbildungsangeboten der Universität Liechtenstein wieder, welche die Expertise aus dergeleisteten Forschung mit der praktischen Relevanz und Umsetzung kombinieren. Dazu zählen zum Beispiel Zertifikatsstudiengänge zum Recht der digitalen Finanzindustrie, zur Compliance oder zu Blockchain und FinTech.

 

Unternehmerische Universität

Aus dem langjährig durchgeführten Businessplan Wettbewerb zur Untertützung und Begleitung von neuen Geschäftsideen entwickelte sich zuletzt unter gemeinsamer Trägerschaft mit der Regierung die „Startup Plattform“, um Geschäftsmodelle mit Unterstützung von Experten zu optimieren. In der GUESSS-Studie 2018 zur unternehmerischen Ausrichtung Studierender hat die Universität Liechtenstein zum sechsten Mal in Folge einen Spitzenplatz eingenommen. Damit wird sie ihrem Auftrag gerecht, beste Voraussetzungen für Unternehmensgründer zu bieten.

 

Anerkennung durch die Wirtschaft

Die Einrichtung von neuen Stiftungslehrstühlen, zuletzt zu Cyber Security, die Verleihung von Preisen (Banking Award, Preise von Hilti und LIA an der Diplomfeier, I&F Award) oder die Gewährung von Stipendien an ausgezeichnete Studierende, die Unterstützung von Veranstaltungen und die Zusammenarbeit in einer Reihe von Projekten drücken die Anerkennung der universitären Leistungen aus. Zu diesen Partnern zählen u.a. der Bankenverband, die Hilti AG, LGT, Bank Frick, Peter Marxer Lecture Foundation und viele mehr.

 

Studierende gestalten den Campus selbst

Im Verlauf der letzten zehn Jahre haben sich Studierende ausserdem mit ihrer Campusumgebung auseinandergesetzt und einen Seminarraum für ungewöhnliche Lehr- und Lernformen selbst umgebaut. Die neue, markante Modellbauwerkstatt wurde im Sommersemester 2017 ebenfalls von Studierenden entworfen und gebaut. Und auch das „Solar-Baum“-Wahrzeichen vor dem Spoerry-Areal samt Photovoltaikanlagen geht ursprünglich auf einen Entwurf von Studierenden zurück. Mit rund 1000 m2 Modulfläche deckt die Universität Liechtenstein rund die Hälfte ihres jährlichen Strombedarfs durch die Gewinnung von erneuerbaren Energien ab.