4910290: FU_Mensch und Arbeit – Soziologische Implikationen des herrschenden Arbeitsbegriffes

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Semester:SS 20
Art:Modul/LV/Prüfung
Sprache:Deutsch
ECTS-Credits:3.0
Plansemester:1-6
Lektionen / Semester:28.0 L / 21.0 h
Selbststudium:69.0 h

Modulleitung/Dozierende

Studiengang

Bachelorstudiengang Betriebswirtschaftslehre (01.09.2012)
Masterstudium Architektur (01.09.2014)
Bachelorstudium Architektur (01.09.2014)
Fakultätsübergreifende Wahlfächer (01.09.2014)
Masterstudium Information Systems (01.09.2015)
Masterstudium Finance (01.09.2015)
Masterstudium Entrepreneurship (01.09.2015)
Masterstudium Entrepreneurship und Management (01.09.2018)
Masterstudium Wirtschaftsinformatik (01.09.2019)
Bachelorstudium Architektur (01.09.2019)
Masterstudium Architektur (01.09.2019)

Beschreibung

Zu allen Zeiten und in allen Gesellschaften wurde und wird gearbeitet. Was aber unter dem Begriff Arbeit verstanden wird, hat sich immer wieder grundlegend verändert. Wir nähern uns dem Begriff der Arbeit aus historischer, soziologischer, sozialanthropologischer, philosophischer und politologischer Sicht. Wir erschliessen die hochgradige Konstruiertheit des Begriffes und Konzeptes der Arbeit und dessen Wandelbarkeit. Gleichzeitig versuchen wir ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie unterschiedliche herrschende Arbeitsbegriffe entstehen und sich verändern und wie diese wiederum auf die Politik und die Gesellschaft zurückwirken.
Das Seminar ist aufgeteilt in verschiedene Module, in denen untersucht wird, ob beispielsweise auch Tiere arbeiten (Arbeit aus philosophischer Sicht), wie man sich Arbeit unter dem Grundsatz der Subsistenz vorstellen muss (sozialanthropologischer Zugang), was für Auswirkungen die Einführung der Konzepte "Taylorismus" und "Fordismus" für unser heutiges Arbeitsverständnis hatten (historische Annäherung), wie Arbeit gesellschaftlich organisiert wurde und wird in Form von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden (soziologischer Zugang) und inwiefern Arbeit als Integrationsfaktor in Wohlfahrtsstaaten dient (Arbeit aus politikwissenschaftlicher Sicht). Mit diesen Grundlagen, die wir gemeinsam erarbeiten werden, gehen wir einen Schritt weiter und beschäftigen uns mit der Frage, wer soll, darf und muss in einer Gesellschaft arbeiten? Wir befassen uns auch mit dem Strukturwandel von Arbeit, der Tertiarisierung und Digitalisierung und was sie für unser Arbeitsverständnis bedeuten und in Zukunft bedeuten könnten. Wir untersuchen das Verhältnis von Arbeit und Freizeit und gehen auf den Zusammenhang von Arbeit und Ungleichheiten ein. Ausserdem beleuchten wir auch unbezahlte Formen von Arbeit, wie Care-Arbeit oder Freiwilligenarbeit.

Ziele

Ziel des Seminars ist es, dass die Studierenden ein Verständnis für die Komplexität der Konstruktion des Begriffes von Arbeit bekommen. Sie sollen lernen, dass ein Konzept, wie dasjenige der Arbeit sozial, kulturell und historisch geprägt und entsprechend wandelbar ist. Gleichzeitig sollen sie ein Verständnis dafür entwickeln, wie Konzepte wie dasjenige der Arbeit gesellschaftlich geformt werden und sich anschliessend auf alle Bereiche des Zusammenlebens auswirken.

Kompetenzen

Lehrmethoden

Interaktiv mit Impulsreferaten der Dozentin und anschliessenden Gruppenarbeiten und Diskussionen.

Voraussetzungen (inhaltlich)

keine.

Prüfungsmodalitäten

Teilleistung A: Schriftliche Gesamtreflexion
Teilleistung B: Mündliche Teilnahme am Kurs und Lektüre der jeweiligen Literatur

Leistungsnachweis: Schriftliche Arbeit mit 15000 bis 20000 Zeichen. über moodle einreichen bis zum 6. Juli 2020.

Anwesenheitspflicht: 80%, aber verpflichtend

Beurteilung

Benotung

Teilleistung A: Schriftliche Gesamtreflexion
Teilleistung B: Mündliche Teilnahme am Kurs und Lektüre der jeweiligen Literatur
……
Anwesenheitspflicht: 80%, aber verpflichtend

Kommentar

Fakultätsübergreifendes Wahlfach:
Es gelten spezielle Anmeldemodalitäten.

Prüfungen

  • P-FU_Mensch und Arbeit – Soziologische Implikationen des herrschenden Arbeitsbegriffes (SS 20, in Planung)