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FinanzForum 2017 an der Universität Liechtenstein – Zur Wertschöpfung im Asset Management

Das Finanzforum diente als Diskussionsforum für aktuelle Trends und Perspektiven der Vermögensverwaltung in Liechtenstein mit namhaften Experten aus der Industrie sowie dem akademischen Bereich.

Gegenwärtig befindet sich die Vermögensverwaltung in einem elementaren Umbruch. Dieser Umbruch wird getrieben durch regulatorische Rahmenbedingungen sowie den Einzug neuer Technologien. Dr. Michael Burch, Chief Operating Officer der Blackrock Asset Management Schweiz, sieht, dass „regulatorische Anforderungen, insbesondere die bevorstehende Implementierung von MiFID II, sowie der Digitalisierungstrend in der Kundenbetreuung Margendruck im Asset Management verursachen“. Das bedeutet künftig besondere Herausforderungen für kleinere Finanzdienstleister, die ohne passendes Unternehmensmodell aus dem Markt getrieben werden. Gerade Liechtenstein, Sitz zahlreicher kleinerer Vermögensverwalter, ist von dieser Entwicklung betroffen. Um sich in diesem Umfeld behaupten zu können, müssen Vermögensverwalter innovative Produkte anbieten und Kundenbedürfnisse in den Mittelpunkt rücken.

Mit kostengünstigen Produkten für Core-Investments (Multi Asset Solutions, Alternatives) können institutionelle Asset Manager kleinere Vermögensverwalter in ihren Bemühungen um kundenoptimierte Lösungen unterstützen. Alternativ verweist Christoph Jochum, Senior Consultant der CSSP Vaduz, auf die „vielseitigen Umsatzmöglichkeiten von Nachhaltigkeitskriterien, einerseits im Risikomanagement, andererseits bei der Investmentauswahl. Das Kundenbedürfnis, Nachhaltigkeitsthemen in der Portfoliokonstruktion zu berücksichtigen, wächst mit der öffentlichen Wahrnehmung jüngster Corporate Governance-Fälle.“ Investoren, die sich gegen diesbezügliche Risiken absichern und an langfristigen Trends und Zukunftstechnologien teilhaben wollen, können auf verschiedene Managementstrategien zurückgreifen. Eine Vielzahl an Nachhaltigkeits-Ratings von Gross- und Nischenanbietern ermöglichen die transparente Bewertung von Investments.

Da die Auswirkungen der letzten Finanzkrise noch omnipräsent sind, kann eine Vermögensverwaltung für ihre Kunden Wert schaffen, indem sie eine spezielle Wertsicherungsstrategie verfolgt. Prof. Dr. Michael Hanke, Institutsleiter an der Universität Liechtenstein, erkennt besonderes Potenzial bei Strategien, „die inflationsgeschützte Deckung für Krisenereignisse zur Verfügung zu stellen“.
Vermögensverwalter sind darüber hinaus mit dem Problem konfrontiert, dass die realisierte Portfoliogestaltung meist von der theoretischen abweicht. «Gezähmte» und «schlanke» Portfolios können hierzu eine Lösung liefern. „Vermögensverwalter“, fasst Dr. Lars Kaiser von der Universität Liechtenstein zusammen, „setzen sich durch Fähigkeiten hinsichtlich der Aktienauswahl, damit einhergehend dem Mehrwert ihrer taktischen Allokation und der Mehrrendite gegenüber ihrer Benchmark, von der Konkurrenz ab. Nehmen zusätzlich Kunden aus anderen Regionen und Kulturen die Dienstleistung in Anspruch, sind Kenntnis jeweils regionaler Unterschiede in der Vermögensverwaltung unerlässlich.“ Diese und weitere Themen wurden im Rahmen des FinanzForums 2017 an der Universität Liechtenstein intensiv diskutiert.