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Studierende aus 15 Nationen prüfen Business Case für das Hotel SHIMA in Davos

Vom 19. bis 21. April 2018 gingen 24 Studierende des Masterstudiengangs Information Systems der Universität Liechtenstein mit dem Hotel SHIMA in Davos erneut in Kooperation. Bereits zum zehnten Mal durften die Studierenden in das Hotel einziehen, um dort in ansprechender Umgebung ihre Führungsqualitäten und ihr Organisationsgeschick auf den Prüfstand zu stellen.

Eigenverantwortliches Arbeiten lautete das Credo. Doch nicht nur beim Bearbeiten der Fallstudie, sondern auch bei der Essenszubereitung mussten sich die Studierenden abstimmen und ihre Organisationsfähigkeiten anwenden. Ein großer Vorteil der Case Study war, dass die Studierenden direkt vor Ort im betreffenden Hotel wohnen und arbeiten konnten. Dazu gehörte der spontane Kontakt mit den relevanten Stakeholdern: Sei es die Hotelleitung wie auch Tagesgäste, die im Vorhof des Hotels einen Kaffee bei Sonnenschein genossen.

Unterstützend war die zuvorkommende Art der Hotelführung von Ruth Altermatt und Cornelia Wiedmer. Beide zeigten sich bereit und gaben ungezwungen Auskunft, was die Ursprungsidee und Geschichte des Hotels erlebbar machten. Das Hotel SHIMA war zu Beginn ein Pionierprojekt im Gesundheitswesen und entwickelte sich zu einem Treffpunkt für Familien und Sportbegeisterte, die Gesundheit, Wohlergehen und Erholung in Davos suchen. Treffend formuliert ist SHIMA ein Ort der Spiritualität, ohne diesen Begriff inhaltlich festzulegen – eine Lebenshaltung, die den Menschen in Freiheit, unabhängig von Kultur und Religion, seinen Ausdruck suchen lässt.

Die Studierenden der Universität Liechtenstein wurden beauftragt, greif- und messbare Massnahmen zu erarbeiten, welche zeitnah in die weitere Planung mit einfliessen können. Dabei lag der Fokus auf den beiden Themen Kunden und Investoren. Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Leadership & Management“ des Masterstudiengangs war es dieses Jahr das Ziel, Konzepte zu erarbeiten, wie das Hotel SHIMA für neue Hotelkunden interessanter wird und neue Investorengruppen zu identifizieren sind. Aufgeteilt in zwei Gruppen mussten die Studierenden sich selbstständig organisieren und führen. Konflikte dokumentieren und lösen waren Teilaufgaben während der Fallbearbeitung. Wurden die Kompetenzen den passenden Aufgaben zugeordnet? Wie kommt die Gruppe zu einer Entscheidung? Können alle Gruppenmitglieder zum Ergebnis beitragen? Konnten die Informationen über passende Kanäle verteilt werden? Es scheint kein Leichtes zu sein, all dies gleichzeitig zu stemmen.


Johannes Bauer, Leiter der Gruppe Davos 1: „Mir war es wichtig eine klare Führungslinie zu haben, daher konnte ich mit Magdalena Eggarter eine sehr gute Co-Leiterin finden. Meetings und Entscheidungswege waren somit wesentlich effizienter.“ Im Gegensatz zu Bauer wählte Alicia Manglano, Leiterin der Gruppe Davos 2, den Ansatz, Verantwortungen auf alle Teammitglieder zu verteilen. Ausserdem wurde eine weitere Führungsebene angeordnet, um die Leistungen zu überprüfen. Wie sich in den Gruppenarbeiten zeigte, brachten beide Ansätze ihre Vor- und Nachteile mit sich.

Die Leitung der Exkursion übernahmen dieses Jahr erneut Hagen Pöhnert, Dozent an der Universität Liechtenstein und Direktor von SH Power in Schaffhausen, Dr. rer. oec. Leona Chandra Kruse, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Hilti Lehrstuhl für Business Process Management sowie Roope Jaakonmäki, Studiengangsleiter des Masterstudiengangs Information Systems. Leona dozierte zu den Themen Feedback, Arbeitsgruppen und Teamstrukturen und half bei etwaigen Konflikten, die unter den Studierenden auftraten. Hagen brachte seine langjährige Managementerfahrung ein, ehemals bei den Liechtensteinischen Kraftwerken (LKW) und nun bei der SH Power, dem Energieversorger der Schaffhauser Region.

Im Ergebnis stehen eine Handvoll Ansätze, die bei der Hotelführung Anklang fanden. Aus Investorensicht ist ein Investment in das Hotel SHIMA sicherlich mit Herzblut verbunden. Jetzige Anteilseigner verzichten auf eine monetäre Dividende. Wer SHIMA aufsucht, wird von der Gastfreundschaft überzeugt sein und einen Ort des gelebten sozialen Unternehmertums vorfinden. Ein Investorenkonzept könnte, so die Studierenden, die Philanthropie sein, wie sie jüngst am Standort Liechtenstein diskutiert wurde. Die Studierenden verstehen darunter freiwillige Handlungen, die einen gemeinnützigen Zweck zum Ziel haben. SHIMA ist ein Ort, an dem sich dieser Grundgedanke verwirklichen lässt. Schon nächstes Jahr wird wieder eine neue Studentengeneration nach Davos kommen, den Fortschritt prüfen, zusätzliche Ideen im Gepäck haben und erneut in die familiäre Hotelphilosophie von SHIMA eintauchen.