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Forschungsbereiche

Aktuelle Themen von hoher regionaler Relevanz

Am Institut für Wirtschaftsinformatik werden gegenwärtig acht Forschungsbereiche schwerpunktmässig bearbeitet: Digital Innovation, Process Management, Sustainably Digital, Content Management, Big Data Analytics, Enterprise Resource Planning, Culture Assessment und Digital Nudging.

Digital Innovation

Dieser Forschungsbereich untersucht die Transformationskraft digitaler Technologien und die damit verbundenen sozialen, ökonomischen und ökologischen Implikationen. Während in der Vergangenheit digitale Technologien insbesondere eingesetzt wurden, um Produktivitätsgewinne zu erzielen, lernen Individuen, Organisationen, Regierungen und Gesellschaften heute zunehmend, wie digitale Technologien gleichermassen soziale, ökonomische und ökologische Aspekte unseres Lebens fundamental verändern können. Tagtäglich lernen wir mehr über die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten, die so geschaffen werden – prominente Beispiele sind soziale Medien, mobile Technologien oder das Internet der Dinge.  

Process Management

Das Denken in Prozessen hat sich in modernen Unternehmen bewährt, um Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und die Produkt- und Servicequalität zu verbessern. Entsprechend haben sich zahlreiche Forschungsarbeiten mit der Gestaltung, Implementierung und Steuerung von Geschäftsprozessen auseinandergesetzt. In diesem Forschungsbereich wird eine primär wert- und innovationsorientierte Sichtweise auf das Prozessmanagement eingenommen. Insbesondere werden neuartige Anwendungsmöglichkeiten moderner Informations- und Kommunikationstechnologie für das Prozessmanagement identifiziert und evaluiert – beispielsweise Big Data Analytics, Social Media und Cloud Computing.  

Sustainably Digital

Der Forschungsbereich "Sustainably Digital" widmet sich der Fragestellung, wie Informations- und Kommunikationstechnologien dazu beitragen können, den menschlichen Einfluss auf unsere natürliche Umwelt zu verringern und den sozialen Wohlstand zu erhöhen. Existierende und neue digitale Technologien ermöglichen es, nachhaltige Praktiken auf individueller, organisatorischer und gesellschaftlicher Ebene zu implementieren. Um die Transformationskraft digitaler Technologien für mehr Nachhaltigkeit nutzen zu können, entwickeln und evaluieren wir einerseits neue Erklärungsmodelle, andererseits aber auch Methoden und Designempfehlungen, die direkt in der Praxis umgesetzt werden können.

Content Management

Im Zeitalter der Digitalisierung werden in Unternehmen heute mehr Dokumente bewirtschaftet als jemals zuvor. Eine Herausforderung stellt nicht nur die zentrale Ablage und das Wiederauffinden dieser Dokumente dar. Auch die Wiederverwendung von Dokumenteninhalten verursacht zunehmend Probleme. Insbesondere die Sicherstellung der Aktualität und Konsistenz von Dokumenteninhalten, die häufig auch in verschiedenen Sprachen verfügbar gemacht werden müssen, gestaltet sich für viele Unternehmen zunehmend schwierig. In diesem Forschungsbereich werden Methoden und Modelle konzipiert, die Unternehmen dabei unterstützen können, unternehmensweite Content-Management-Strategien zu entwickeln.

Big Data Analytics

In der heutigen zunehmend vernetzten Welt werden mehr Daten gesammelt als jemals zuvor – insbesondere in sozialen Netzwerken, aber auch über E-Commerce-Plattformen und im Internet der Dinge. Während das betriebswirtschaftliche Potenzial dieser Daten – zum Beispiel im Marketing – enorm ist, wurde es bisher jedoch nur ansatzweise erschlossen. Im Forschungsbereich werden Methoden und Modelle entwickelt, um grosse Datenmengen für Unternehmen, öffentliche Organisationen und die Gesellschaft nutzbar zu machen. Ein spezieller Fokus liegt dabei auf der automatischen Analyse grosser Mengen unstrukturierter, insbesondere textueller Daten mit Hilfe von Text-Mining-Verfahren oder Sentiment-Analysen.

Enterprise Resource Planning

Unternehmenssoftware umfasst heute zahlreiche Anwendungen, die in der betrieblichen Anwendungslandschaft individuell zu orchestrieren sind. In Abhängigkeit ihres Lebenszyklus sind einzelne Anwendungen dabei häufig nur bedingt aufeinander abgestimmt. Während sich Unternehmenssoftware als Prozessmanagementplattform zu einem zentralen Steuerungsinstrument in vielen Unternehmen etabliert hat, kann ein eindeutiger Lebenszyklus der gesamten Anwendungslandschaft – im Vergleich zu Standardsoftware – nur sehr schwer identifiziert werden. Im Forschungsbereich werden diese und ähnliche, insbesondere komplexitätsbedingte Herausforderungen untersucht und konkrete Gestaltungsempfehlungen für Unternehmen entwickelt.

Culture Assessment

Die Entwicklung der Unternehmenskultur steht heute weit oben auf der Agenda vieler Personalmanager. In der Prozessmanagementforschung wurde Unternehmenskultur bisher zumeist jedoch ausschliesslich als Hindernisfaktor verstanden. Nur wenige Studien haben dagegen die spezifischen kulturellen Elemente untersucht, die im Prozessmanagement wichtig sind, um kulturelle Barrieren zu reduzieren und Richtungen für einen Kulturwandel vorzugeben. Dieses Forschungsgebiet untersucht die konstituierenden Elemente eines für das Prozessmanagement förderlichen kulturellen Umfelds. Damit werden Möglichkeiten für Unternehmen geschaffen, prozessorientierte Strategien zur Entwicklung ihrer Unternehmenskultur zu entwickeln.

Digital Nudging

In einer zunehmend komplexer werdenden Welt müssen Menschen täglich neue Entscheidungen treffen – und zwar nicht nur offline, sondern immer häufiger auch online. Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung können helfen, Entscheidungsprozesse besser zu verstehen und einfacher zu gestalten. Im Forschungsbereich wird das Entscheidungsverhalten in digitalen Prozessen untersucht, zum Beispiel bei Flugbuchungen oder auf Bewertungsplattformen. Basierend auf den Erkenntnissen aus der Verhaltensforschung werden insbesondere die Auswirkungen marginaler Anpassungen im Website-Design auf das Nutzerverhalten untersucht (d.h., kleine "Anstupser", engl. "Nudges", wie z.B. das Festsetzen von Default-Werten).

Die Forschungsbereiche besitzen eine gleichermassen regionale wie internationale Relevanz. Forschungsergebnisse werden gemeinsam mit der regionalen Industrie erarbeitet und durch Publikationen in akademischen Zeitschriften sowie Präsentationen auf internationalen Konferenzen einem breiteren Adressatenkreis zugänglich gemacht.