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Wiederverwertung von Folien wird ausgebaut

Bern - Der überwiegende Teil alter Polyethylen-Folien landet in Kehrichtverbrennungsanlagen. Der Einsatz als Brennstoff in Zementwerken und eine Wiederverwertung hätten jedoch eine bessere Ökobilanz. Dies zeigt ein Bericht des Bundesrats.

Einer Mitteilung des Bundesrats zufolge hat dieser am heutigen 22. September seinen Bericht „Rückführung von verbrauchten Polyethylen-Folien (PE-Folien) in die Wiederverwertung“ verabschiedet. Er war in Erfüllung eines Postulats von alt Nationalrat Sep Cathomas (CVP/GR) zustande gekommen. 

Im Zusammenhang mit dem Postulat hatte das Bundesamt für Umwelt (BAFU) eine Ökobilanzstudie in Auftrag gegeben, in der die Möglichkeiten der Nutzung von in Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe anfallenden PE-Folien untersucht wird. In der Schweiz fallen in diesen drei Wirtschaftsbereichen jährlich rund 110.000 Tonnen solcher PE-Folien an. Sie landen zu rund 70 Prozent in Kehrichtverbrennungsanlagen. Nur 6 Prozent kommen als Brennstoff in Zementwerken zum Einsatz. Knapp ein Viertel der Folien werden wiederverwertet. 

In der Studie „Ökologischer Nutzen des PE Folien-Recyclings Schweiz (Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe)“ kommt das BAFU zu dem Ergebnis, dass die Verwendung als Brennstoff in Zementwerken sowie die Wiederverwertung gegenüber der Entsorgung in den Kehrichtverbrennungsanlangen die bessere Ökobilanz aufweisen. In seinem Bericht empfiehlt der Bundesrat deswegen, die Wiederverwertung der Folien auszubauen, „sofern Einsatzmöglichkeiten für das PE-Recyclinggranulat vorhanden sind“. In diesem Zusammenhang weist der Bundesrat auf die freiwillige Einrichtung von Rücknahme- oder Sammelsystemen für Folien durch diverse Branchenvertreter hin. Die Selbstorganisierung der Wirtschaft zur Förderung der PE-Wiederverwertung sei „ein wichtiger Beitrag zur Kreislaufwirtschaft“. hs