Wohnen und Gesellschaft
Die Fachgruppe Wohnen und Gesellschaft interessiert sich für die komplexe Wechselwirkung zwischen Architektur und den Bedingungen ihrer Entstehung, Benutzung, Bewirtschaftung und Pflege. Die Herstellung von Architektur und Raum in ihren unterschiedlichen Ausprägungen ist dabei eingebettet in soziale Strukturen und Praktiken. Wir sind ein interdisziplinäres Team und haben uns einem kritischem Forschungsparadigma verschrieben. Wir versuchen mit vielschichtigen Forschungsansätzen, entwerferischen Experimenten und partizipativen Methoden der gesellschaftlichen Akzeptanz von Veränderung und humaner Entwicklung mit Evidenz und Vergnügen Vorschub zu leisten.
Die Fachgruppe "Urbanismus, Architektur und Gesellschaft" wird ab September 2026 in "Wohnen und Gesellschaft" umbenannt.
Aktuelles
Weltordnung klingt nach Grenzen, Staaten und Machtblöcken. Doch ein alltäglicher Mechanismus prägt unseren Planeten ebenso grundlegend: Privateigentum an Grund und Boden.
Mit einem Auftakttreffen in Vaduz startete das europäische Erasmus+ Projekt «SocioEcoHoods» offiziell, das von der Liechtenstein School of Architecture mit ihren Mitarbeitenden Cornelia Faisst und Johannes Herburger geleitet wird. Ziel ist es, durch inter- und transdisziplinäres Lernen bürgerschaftliches Engagement, gesellschaftliche Teilhabe und nachhaltige Stadtentwicklung in Nachbarschaften in vier europäischen Städten zu fördern.
Am 25. April 2024 fand eine Podiumsdiskussion zum Liechtensteiner Wohnungsmarkt statt. Die Veranstaltung war eine Kooperation zwischen der Universität Liechtenstein und der Stiftung Zukunft.li
Die Wohnungsfrage aber auch die Frage nach anderen Bauaufgaben der Daseinsvorsorge werfen zentrale gesellschaftliche Verteilungsfragen auf. Sie dienen nicht zuletzt bezogen auf den bereits vorhandenen Baubestand als Ausgangspunkt einer Suche nach angemessenen architektonischen Eingriffen, programmatischen, typologischen und sozialen Innovationen und schließlich nach Lösungen für die Transformation unserer weit über die planetaren Grenzen hinweg lebenden und wirtschaftenden westlichen Gesellschaft - insbesondere in Liechtenstein und der Grenzregion Alpenrheintal. Umgekehrt hat der globale Süden auf dem Weg zu seinem Recht auf eine menschenwürdige Entwicklung die ihm zustehenden Ressourcen noch lange nicht aufgebraucht. Wie zwei kommunizierende Röhren dienen diese Räume als dialektische Brenngläser neuer nachhaltiger Lebens- und Bauweisen und lernen im besten Fall voneinander, von Fehlern genauso wie von Lösungen - hier wie dort.