Zum Hauptinhalt wechseln

Intensivkurs zum Internationalen Sanktionenrecht: Rückblick und Highlights

Intensivkurs zum Internationalen Sanktionenrecht: Rückblick und Highlights

News_Sanktionenrecht_April_Rueckblick_Universitaet-Liechtenstein

Die Professur für Wirtschaftsstrafrecht, Compliance und Digitalisierung führte am 23. und 24. April 2026 bereits zum siebten Mal den Intensivkurs «Internationales Sanktionenrecht» durch.

Nach der Begrüssung der Referierenden und Teilnehmenden durch Dr. Markus Höcher, Postdoktorand an der Professur für Wirtschaftsstrafrecht, Compliance und Digitalisierung, in Vertretung von Prof. Dr. Konstantina Papathanasiou, LL.M., widmeten sich sieben Vorträge unterschiedlichen Aspekten des internationalen Sanktionenrechts. 

Zum Auftakt referierte Dr. Georges Baur, Forschungsbeauftrager im Fachbereich Recht am Liechtenstein Institut, zum «Internationalen Rahmen des liechtensteinischen Sanktionenrechts» und über UNO-EWR-Verträge mit der Schweiz. 

Anschliessend erläuterte RA Nadine Blattner Schmutz, Senior Regulatory & Compliance Counsel, das «Sanktionsrecht in Liechtenstein» aus Compliance Perspektive.

Dr. Markus Höcher analysierte zum Abschluss des ersten Kurstages die «Strafbarkeitsrisiken im Sanktionenrecht» sowohl im Bereich des liechtensteinischen ISG als auch bei den EU-Straftatbeständen. Dabei lag der Fokus auf der Abgrenzung zwischen Vorsatz und Fahrlässigkeit sowie auf der strafrechtlichen Verantwortlichkeit juristischer Personen. Zudem stellte er die Sanktionen bei Verstössen gegen restriktive Massnahmen auf Ebene der EU dar.

Am zweiten Kurstag präsentierten Dr. Teresa-Christina Macan und Dr. Hannah Blecha, LL.M., beide von Schwärzler Rechtsanwälte, «Praxisfragen zum Sanktionenrecht in Liechtenstein», mit Fokus auf die Sanktionen gegen Russland basierend auf der Ukraine-Sanktionsverordnung. Dabei wurden aktuelle Rechtsprechung und praktische Fälle beleuchtet.

Es folgten zwei Vorträge von Mag. Piotr Daniel Kocab, LL.M., von Schönherr Rechtsanwälte Wien, zu den Themen «OFAC» und «Kontrolle – rezente Entwicklungen im Bereich des Kontrollbegriffs» vor dem Hintergrund der aktuellen Thematik rund um das «Einfrieren» von sanktionierten Vermögen.

Den Abschluss bildeten Sandra Willers und Martin Griesmyar, Financial Crime Prevention bei der LGT Vaduz, die über die Bedeutung und den Geltungsbereich internationaler Sanktionen referierten – mit besonderem Blick auf die Beziehungen zwischen der EU und den USA sowie deren Auswirkungen auf liechtensteinische Banken.

Das grosse Interesse der zahlreichen Teilnehmenden unterstrich einmal mehr die Relevanz und Aktualität dieses komplexen Themenfelds sowie den hohen Bedarf an kontinuierlichem fachlichem Austausch. Der nächste Intensivkurs findet am 5. und 6. November 2026 statt.

News_Sanktionenrecht_April_Rueckblick_Universitaet-Liechtenstein