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Prekäres Wohnen – und das in Liechtenstein? Ergebnisse von zwei internationalen Workshops an der Uni Liechtenstein

Prekäres Wohnen – und das in Liechtenstein? Ergebnisse von zwei internationalen Workshops an der Uni Liechtenstein

Mehrere Menschen stehen in einem grünen Raum mit Holzmöbeln

Studierende analysieren Wohnsituationen in Vaduz

Im Rahmen des Erasmus+ Projekts SocioEcoHoods untersuchten Studierende der Universität Liechtenstein in zwei Workshops gemeinsam mit Studierenden der Bergen School of Architecture und der Universität Genua Wohnsituationen rund um die Universität Liechtenstein. Im Fokus standen Fragen des leistbaren Wohnraums, der Wohnungsunsicherheit sowie mögliche Strategien für zukünftige Entwicklungen.

Wohnsituationen im Fokus

In internationalen Teams arbeiteten die Studierenden mit analytischen, kartografischen und partizipativen Methoden. Für die Quartiere Ebenholz und Mühleholz entwickelten sie eigene Analyse-Ansätze, um bestehende Strukturen, Nutzungen und Potenziale sichtbar zu machen. Dabei wurden sowohl räumliche und infrastrukturelle Gegebenheiten als auch soziale Aspekte und Bedürfnisse der Bevölkerung berücksichtigt. Im Workshop mit der Bergen School of Architecture bauten die Studierenden prototypische Notunterkünfte und übernachteten dort für eine Nacht.

Internationale Perspektiven als Grundlage

Eine wichtige Basis bildete die vorgängige Analyse internationaler, leistbarer Wohnprojekte. Die Studierenden setzten sich mit unterschiedlichen Modellen auseinander – von gemeinschaftlichen Wohnformen bis hin zu selbstgebauten Strukturen – und gewannen so Einblicke in verschiedene Strategien für leistbaren Wohnraum.

Praxisnahe Einblicke

Ergänzt wurde der Workshop durch Inputs von Praktiker:innen, Exkursionen zu Projekten und Institutionen in der Region. Streetwork Liechtenstein vermittelte, wie es aktuell um die Situation von Menschen in prekären Wohnsituationen in Liechtenstein bestellt ist. Besucht wurden das Sozialzentrum Kaplan Bonetti in Dornbirn, die Notschlafstelle der Caritas in Feldkirch sowie das Unternehmen Lehm Ton Erde in Schlins und die Bauteilbörse ZirkuLIE in Triesen. Die Besuche vermittelten konkrete Einblicke in soziale Arbeit, nachhaltiges Bauen und Kreislaufwirtschaft.

Austausch mit der Bevölkerung

Ein zentraler Bestandteil des Workshops war der direkte Austausch mit der lokalen Bevölkerung. In Gesprächen im öffentlichen Raum sowie im Rahmen eines partizipativen Workshops brachten Bewohnerinnen und Bewohner ihre Perspektiven ein und lieferten wichtige Impulse für die Analysen.
 

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Mehrere Menschen stehen in einem grünen Raum mit Holzmöbeln