Bauerbe als Ressource
Das Projekt untersucht das ehemalige Post- und Verwaltungsgebäude in Vaduz (1970-1976) von Franz Marok als Schlüsselbau der jüngeren Architektur- und Stadtgeschichte Liechtensteins und zugleich als konkreten Fall für die Frage nach dem Weiterbauen mit bestehenden Bauteilen. Anlass ist der bevorstehende, tiefgreifende Umbau des Gebäudes durch Morger Partner, in dessen Zuge die prägende Metallfassade zurückgebaut wird und der Bau eine neue Funktion erhält. Das Projekt verbindet daher eine bau-, stadt- und rezeptionsgeschichtliche Rekonstruktion mit einer technisch-konstruktiven Untersuchung der Fassade und prüft deren Potenzial für eine Wiederverwendung an einem Neubau in Liechtenstein.
Im historischen Teil werden der ursprüngliche Wettbewerb, die Projektgenese, die Entstehungsbedingungen und die zeitgenössische Mediendiskussion rekonstruiert und in die Entwick-lung des modernen Vaduzer Zentrums eingeordnet. Im Fokus steht die Rolle des Postgebäudes innerhalb der Idee der autogerechten Stadt sowie seine architektonische und städtebauliche Bedeutung im lokalen Kontext. Ziel ist eine historisch-kritische Würdigung des Gebäudes, seiner Entstehungsbedingungen und seiner Rezeption.
Parallel dazu wird die Metallfassade hinsichtlich Aufbau, Materialität, Fügung, Befestigung und Erhaltungszustand detailliert untersucht. Ihre Demontierbarkeit, Transportfähigkeit, Anpass-barkeit und erneute Montage werden bewertet, um die technischen Voraussetzungen und Grenzen einer direkten Wiederverwendung der Fassadenelemente zu bestimmen. Damit verbindet das Projekt bauhistorische Forschung mit einer konkreten Fragestellung zirkulärer Bau-praxis.
Methodisch verknüpft das kleine FFF-Projekt archivalische und medienhistorische Recherchen mit baukonstruktiven Bestandsuntersuchungen und ist eng an die Lehre gekoppelt. Im Seminar "Erfassen und Bewerten" wird das Gebäude systematisch aufgenommen, beschrieben, gezeichnet und bewertet. Die Independent Study POSTHUM gibt Studierenden die Gelegenheit, sich multiperspektivisch dem Bau und seiner Genese zu nähern. Die Ergebnisse ermöglichen eine differenzierte Bewertung des Bestands und für die mögliche Überführung seiner Fassadenelemente in einen neuen baulichen Kontext.
Im historischen Teil werden der ursprüngliche Wettbewerb, die Projektgenese, die Entstehungsbedingungen und die zeitgenössische Mediendiskussion rekonstruiert und in die Entwick-lung des modernen Vaduzer Zentrums eingeordnet. Im Fokus steht die Rolle des Postgebäudes innerhalb der Idee der autogerechten Stadt sowie seine architektonische und städtebauliche Bedeutung im lokalen Kontext. Ziel ist eine historisch-kritische Würdigung des Gebäudes, seiner Entstehungsbedingungen und seiner Rezeption.
Parallel dazu wird die Metallfassade hinsichtlich Aufbau, Materialität, Fügung, Befestigung und Erhaltungszustand detailliert untersucht. Ihre Demontierbarkeit, Transportfähigkeit, Anpass-barkeit und erneute Montage werden bewertet, um die technischen Voraussetzungen und Grenzen einer direkten Wiederverwendung der Fassadenelemente zu bestimmen. Damit verbindet das Projekt bauhistorische Forschung mit einer konkreten Fragestellung zirkulärer Bau-praxis.
Methodisch verknüpft das kleine FFF-Projekt archivalische und medienhistorische Recherchen mit baukonstruktiven Bestandsuntersuchungen und ist eng an die Lehre gekoppelt. Im Seminar "Erfassen und Bewerten" wird das Gebäude systematisch aufgenommen, beschrieben, gezeichnet und bewertet. Die Independent Study POSTHUM gibt Studierenden die Gelegenheit, sich multiperspektivisch dem Bau und seiner Genese zu nähern. Die Ergebnisse ermöglichen eine differenzierte Bewertung des Bestands und für die mögliche Überführung seiner Fassadenelemente in einen neuen baulichen Kontext.
Bezug zu Liechtenstein
Das Projekt erschliesst einen prägenden Bau im Zentrum von Vaduz. Es dokumentiert ein Kapitel der liechtensteinischen Architektur-, Verwaltungs- und Stadtgeschichte vor einer grundlegenden baulichen Transformation. Die historische Analyse stärkt das Wissen über die Nachkriegsmoderne und ihre Bedeutung für die Ortsentwicklung. Der Anwendungsbezug liegt in der Bewertung der Metallfassade für eine mögliche Wiederverwendung an einem Neubau in Liechtenstein. Das Bauteilinventar und die Detailzeichnungen unterstützen Entscheidungen zu Demontage, Aufbereitung und erneuter Montage. Denkmalpflege, Architektinnen und Architekten sowie Bauherrschaften erhalten eine nachvollziehbare Beurteilungsgrundlage. Die Untersuchung verbindet damit die Sicherung von Bauwissen mit einer konkreten Frage ressourcenschonender Baupraxis. Ihre Ergebnisse können als Grundlage für vergleichbare Vorhaben in Liechtenstein und der Region dienen.