earth HUB
Der earth HUB der Universität Liechtenstein ist ein Kompetenzzentrum für klimafreundliches Bauen mit Lehm und Holz und ökologischen Materialien. Er versteht sich als Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis. In enger Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen werden innovative Forschungsprojekte realisiert und das daraus gewonnene Wissen aktiv vermittelt. Damit leistet der earth HUB einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung Liechtensteins und der Region.
Der earth HUB bündelt die regionale Fachkompetenz für das Bauen mit Erde und nachwachsenden Rohstoffen, um sie wissenschaftlich weiterzuentwickeln und entsprechend sichtbar zu machen. Er setzt Impulse von internationaler Relevanz, fördert eine zukunftsorientierte Haltung im nachhaltigen Bauen und positioniert Liechtenstein als spezialisierten geografischen Bezugspunkt in diesem Bereich.
Aktuelles
Am Freitag, 10. April findet der Workshop "Mit Lehm Ideen formen" für Kinder (8-12 Jahre) und Jugendliche (13-16 Jahre) statt.
Die Universität Liechtenstein gratuliert Daniel Haselsberger herzlich zur erfolgreichen Disputation seiner Dissertation «Raw, fired, and in between – on regenerative building materials and participatory construction in Bahuarwa, India».
Im Rahmen des Forums im Februar 2025 stellte Hochschuldozent Martin Mackowitz das earth HUB vor. Die 14. Ausgabe der Konferenz stand unter dem Leitthema „Stratégie Climat 2050“ und präsentierte innovative Lösungen für den Holzbau und nachhaltiges Bauen.
Die Liechtenstein School of Architecture (LSA) lud am 11. Oktober 2024 zum ersten earth HUB Symposium ein. Die Veranstaltung brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Architektur, Forschung und der regionalen Wirtschaft zusammen.
Kurz nach dem Abschluss ihres Architekturstudiums haben Isha und Daniel Haselsberger die NPO «Arch Aid» gegründet, um eine Brücke zwischen ihren kulturellen Hintergründen – Schweiz und Indien – zu schlagen und dabei ihr Wissen für die Umsetzung nachhaltiger Bauten für benachteiligte Menschen in Indien einzusetzen.
Anna Heringer ist Architektin und eine Pionierin im zeitgenössischen Lehmbau. Heringer ist bereits seit mehreren Jahren als externe Lehrbeauftragte an der Universität Liechtenstein tätig und wurde nun zur Praxisprofessorin bestellt.
Martin Rauch gilt seit Jahrzehnten als Pionier des Lehmbaus. Für seine Arbeit und Forschung wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Bereits seit 2015 unterrichtet und begleitet Rauch Architekturstudierende der Universität Liechtenstein. Im Juni 2023 wurde Martin Rauch von der Universität im Rahmen des Dies Academicus die Ehrendoktorwürde verliehen.
Ein Team des earth HUB war im Juni 2025 mit den zwei Beiträgen “From Point to Wave: Upscaling Earth Building” und “Empowering Changemakers: Lessons from a Transdiciplinary Educational Format” an der Sustainable Built Environment Conference an der ETH Zürich vertreten.
Bauwende
Der earth HUB versteht sich als Impulsgeber für die «Bauwende» in der Region, im Vierländereck und darüber hinaus in Europa. Mit Symposien, Forschungsvorhaben und Kooperationen werden die Erkenntnisse aus der Wissenschaft in die Praxis getragen.
Hortus-Areal
Ein Vorzeigeprojekt, das den Ansatz des earth HUB exemplarisch widerspiegelt, ist das HORTUS-Areal in Basel. Entwickelt von Herzog & de Meuron gemeinsam mit Martin Rauch, Lehm Ton Erde Baukunst GmbH und Blumer Lehmann, setzt es auf Stampflehm-Holz-Decken aus regionalem Aushubmaterial und als Nullenergiehaus neue Massstäbe. Die Verbindung zur Universität Liechtenstein entstand durch Martin Mackowitz, der sowohl für Lehm Ton Erde als auch als Hochschuldozent an der LSA tätig ist. Das Projekt zeigt eindrücklich, wie lokales Wissen, innovative Technik und nachhaltiges Denken zusammenfinden.