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Forschungskolloquium Institut für Entrepreneurship

Forschungskolloquium Institut für Entrepreneurship

Knowledge-Sharing Behavior - Good Organizational Design or "Good" Personality? - A Vignette Analysis

Wissensrelevante Tätigkeiten - nachdenken, Wissen teilen, Wissen annehmen etc. - sind zu einem grossen Anteil intrinsisch motiviert. Dies bedeutet, dass Mitarbeitende häufig deshalb bereit sind, Ihr Wissen zu teilen, weil sie dieses Verhalten als angemessen betrachten oder weil es ihnen schlicht Spass macht, sich mit anderen Mitarbeitern auszutauschen. Für Unternehmen stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, wie sie diese freiwillige Bereitschaft, Wissen zu teilen, beeinflussen können. Die Kernfrage ist, welche organisatorischen Massnahmen diese freiwillige Bereitschaft fördern können. Vor allem ist auch wichtig zu klären, ob man alle Mitarbeiter über einen Kamm scheren kann oder ob die Wirksamkeit der organisatorischen Massnahmen von der Persönlichkeit der Mitarbeitenden moderiert wird.

Die Vignettenanalyse ist ein experimentelles Verfahren. Das Design ähnelt in wesentlichen Merkmalen der im Marketing gebräuchlicheren Methode des Conjoint-Designs, welches Nutzenbündel von Produkten untersucht. Als Vignetten werden nach Alexander & Becker (1978) vorgegebene Situationsbeschreibungen bezeichnet:

"... short descriptions of a person or a social situation which contain precise references to what are thought to be [...] important factors in decision-making or judgment-making processes of the respondents..."
(Alexander, C. S & Becker H. J. (1978). The Use of Vignettes in Survey Research. In: The Public Opinion Quarterly, 42,1, 93 - 104.)

Innerhalb dieser Situationsbeschreibung werden die unabhängigen Variablen systematisch variiert und anschließend werden die für jede Situationsbeschreibung abhängigen Zielvariablen, z. B. Verhaltensintentionen, erfragt. Probanden waren 149 berufsbegleitende Masterstudierende einer Züricher Fachhochschule.
27 Jun