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Vom Hörsaal zum Start-up

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Warum gute Abschlüsse nicht mehr reichen – und was unternehmerische Bildung heute leisten muss

zwei Studierende schauen sich ein Buch an

Ein Masterabschluss, gute Noten, klare Ambitionen – und dennoch Absage um Absage. Was lange als Ausnahme galt, entwickelt sich für viele Studierende zur bitteren Realität. Zwar liegt die Arbeitslosenquote in Liechtenstein und der Schweiz weiterhin auf vergleichsweise tiefem Niveau von rund 3 Prozent, doch die Zusammensetzung verändert sich: Der Anteil von Hochschulabsolventinnen und -absolventen unter den Arbeitslosen ist in den letzten Jahren gestiegen – von rund 26 Prozent im Jahr 2022 auf über 30 Prozent im Jahr 2025. Der Einstieg in den Arbeitsmarkt gelingt damit selbst Gutqualifi zierten zunehmend weniger reibungslos.

Wenig erstaunlich, dass viele Hochschulabsolventinnen und -absolventen den Berufseinstieg als zermürbend erleben. Bewerbungen bleiben unbeantwortet, Rückmeldungen sind standardisiert, der Prozess wirkt anonym. Die Enttäuschung ist nicht nur rational, sondern emotional: Wer über Jahre Leistung erbracht hat, erwartet zumindest eine faire Chance.
Doch der Arbeitsmarkt hat sich verändert. Unternehmen suchen nicht mehr primär Abschlüsse, sondern Signale: Erfahrung, Klarheit im Profi l, unternehmerisches Denken. Gleichzeitig laufen Bewerbungsprozesse zunehmend automatisiert ab. Lebensläufe werden gefi ltert, Bewerbungen vorsortiert, Rückmeldungen bleiben aus.
 

Wenn Leistung nicht mehr genügt

«Der Hochschulabschluss galt lange als verlässliches Ticket in den Arbeitsmarkt. Doch diese Gewissheit bröckelt», sagt Thomas Bigliel. Bigliel hat den Master in Entrepreneurship und Management an der Universität Liechtenstein absolviert. Heute ist er Gründer von Humboldt AI – einer SaaS-Plattform, die genau dort ansetzt, wo der Bewerbungsprozess für viele zur Blackbox wird.


Die Ausgangslage ist simpel: Bewerbende investieren Stunden in ihre Dossiers, erhalten aber kaum verwertbares Feedback. Absagen bleiben vage, oft standardisiert, selten erklärend. Was fehlt, ist ehrliches und verwertbares Feedback. «Man weiss nicht, woran es eigentlich scheitert, – und genau das kann eine Person zermürben», so Bigliel.


Für Bigliel wurde dieses Problem nicht theoretisch sichtbar, sondern konkret. Im Austausch mit anderen Absolventinnen und Absolventen, in eigenen Beobachtungen und Gesprächen verdichtete sich ein Muster: hohe Qualifikation trifft auf geringe Transparenz.


Humboldt AI setzt genau hier an. Die Plattform analysiert Lebensläufe, bewertet Struktur, Inhalte und Marktpositionierung und kombiniert dabei menschliche Bewertungslogiken mit technischen Selektionsmechanismen wie ATS-Systemen. Daraus entstehen konkrete, nachvollziehbare Handlungsempfehlungen.
Der Anspruch ist nicht nur Optimierung, sondern Transparenz. Bewerbende sollen verstehen, wie ihr Profi l wirkt und wie sie es gezielt verbessern können.
Die Idee dahinter ist typisch für unternehmerisches Denken: ein reales Problem erkennen, systematisch analysieren und eine skalierbare Lösung entwickeln. Genau diese Denkweise wird im Masterstudiengang Entrepreneurship, Innovation und Leadership gezielt gefördert – und in diesem Fall direkt in ein konkretes Geschäftsmodell übersetzt.

 

Die unsichtbare Lücke zwischen Studium und Arbeitsmarkt

Wer heute unternehmerisch denkt, braucht mehr als Theorie. Märkte verändern sich schnell, Technologien entwickeln sich rasant und klassische Karrierewege lösen sich zunehmend auf. Genau hier setzt der Masterstudiengang in Entrepreneurship, Innovation und Leadership an. Statt Wissen isoliert zu vermitteln, verbindet das Programm Theorie konsequent mit Praxis. Im Innovation Lab arbeiten Studierende an eigenen Ideen oder realen Projekten mit Unternehmen. Sie entwickeln Geschäftsmodelle, testen Annahmen und lernen, mit Unsicherheit umzugehen.

Dieser Ansatz verändert das Lernen grundlegend. Studierende übernehmen Verantwortung, treffen Entscheidungen und erleben deren Konsequenzen unmittelbar. Feedback erfolgt nicht abstrakt, sondern im Kontext realer Projekte.

Dass daraus nicht nur Kompetenzen, sondern auch konkrete Unternehmen entstehen, ist kein Zufall.

 

Mehr als ein Titel

Der Master richtet sich an jene, die mehr wollen als einen Titel. Er spricht Studierende an, die gestalten möchten – sei es im eigenen Start-up, in etablierten Unternehmen oder in beratenden Rollen.


Die Karrierewege der Absolventinnen und Absolventen sind entsprechend vielfältig. Was sie verbindet, ist weniger die Branche als die Fähigkeit, Chancen zu erkennen und umzusetzen. In einer Arbeitswelt, die sich ständig verändert, wird genau diese Fähigkeit zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. «Viele sprechen über Innovation. Wenige lernen, sie wirklich umzusetzen», so Bigliel. «Der Master in Entrepreneurship, Innovation und Leadership an der Universität Liechtenstein gehört zu den Programmen, die genau das leisten.»

 

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt

Bewerbungen sind bereits vor Abschluss des Bachelorstudiums möglich. Der Studienstart erfolgt jeweils im September. Wer den nächsten Schritt gehen will, findet hier nicht nur ein Studium – sondern ein Sprungbrett.

Mehr Informationen zum Studiengang
zwei Studierende schauen sich ein Buch an