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Liechtenstein School of Architecture und Bergen School of Architecture stärken langjährige Zusammenarbeit

Liechtenstein School of Architecture und Bergen School of Architecture stärken langjährige Zusammenarbeit

Luftbild von Meer und Land mit Menschen an einem langen Tisch

Die Liechtenstein School of Architecture (LSA) und die Bergen School of Architecture (BAS) verbindet nicht nur eine langjährige Zusammenarbeit, sondern auch ein ähnliches Verständnis von Architekturlehre. Beide Hochschulen sind mit knapp 200 Studierenden vergleichsweise klein und setzen auf eine persönliche, praxisnahe und projektorientierte Ausbildung. Gesellschaftliche und ökologische Fragestellungen spielen an beiden Schulen eine zentrale Rolle. Eine weitere Gemeinsamkeit ist ihre räumliche Umgebung: Während die LSA in einer ehemaligen Baumwollspinnerei in Vaduz untergebracht ist, befindet sich die BAS in einem ehemaligen Industriegebäude direkt am Meer in Bergen.

Die Zusammenarbeit zwischen der Liechtenstein School of Architecture (LSA) und der Bergen School of Architecture (BAS) reicht viele Jahre zurück. Beide Hochschulen haben bereits mehrere internationale Erasmus+ Projekte gemeinsam durchgeführt, in denen sich Studierende, Lehrende und Forschende mit gesellschaftlichen und räumlichen Fragestellungen auseinandersetzten.

Bereits im Erasmus+ Projekt «Society in Motion» (2017–2019) untersuchten die beiden Architekturschulen gemeinsam mit der Universität für angewandte Kunst Wien die räumlichen Auswirkungen von Migration und Mobilität. Im Rahmen von Workshops in Bergen, Wien und Liechtenstein entwickelten internationale Teams unterschiedliche Perspektiven auf diese Themen.

Von 2020 bis 2023 setzten die Hochschulen ihre Zusammenarbeit im Erasmus+ Projekt «Social and Environmental Impact Academy for Architects» (SEIAA) fort. Gemeinsam mit der Universität Hasselt und der Royal Danish Academy beschäftigten sie sich mit innovativen Lehrformaten und der gesellschaftlichen und ökologischen Verantwortung von Architekturschaffenden.

Auch aktuell arbeiten die LSA und die BAS im Erasmus+ Projekt «SocioEcoHoods» zusammen. Im Sommer 2026 untersuchten Studierende beider Hochschulen gemeinsam mit Studierenden der Universität Genua in Workshops in Liechtenstein Fragen des leistbaren Wohnraums und der Wohnungsunsicherheit.

Austausch über das Studium hinaus

Neben den gemeinsamen Forschungs- und Lehrprojekten verbindet die beiden Hochschulen ein seit mehreren Jahren bestehender Studierendenaustausch. Architekturstudierende haben die Möglichkeit, im Rahmen von Erasmus+ ein Semester an der jeweiligen Partnerhochschule zu verbringen und unterschiedliche Lehrmethoden und Entwurfsansätze kennenzulernen.

Wie ein solcher Aufenthalt erlebt wird, beschreibt LSA-Studentin Anja Riegger in ihrem Erfahrungsbericht über ihr Auslandssemester in Bergen. Darin berichtet sie insbesondere über die gemeinschaftlichen und kreativen Arbeitsmethoden an der norwegischen Architekturschule.

Delegation aus Bergen zu Gast in Vaduz

Im Rahmen eines Erasmus+ Staff Training Visits besuchte eine sechsköpfige Delegation der Bergen School of Architecture im September 2026 die Universität Liechtenstein. Zu den Gästen gehörte auch Emma Nilsson, Rektorin der BAS.

Nach der Begrüssung durch Rektor Dr. Christian Frommelt standen Gespräche und Job Shadowing mit Mitarbeitenden aus verschiedenen Hochschulbereichen auf dem Programm. Von Seiten der LSA begleiteten Dekan Prof. Michael Wagner und Studiengangsmanagerin Alina Sonea den Besuch. Im Mittelpunkt standen der Austausch über die Studienorganisation, die Lehre sowie die Arbeitsabläufe an den beiden Hochschulen. Auch die Werkstätten und das International Office waren in das Programm eingebunden.

Weiterführende Informationen: «Bergen trifft Vaduz: Besuch der Bergen School of Architecture an der Universität Liechtenstein»

Luftbild von Meer und Land mit Menschen an einem langen Tisch