Schneider Türtscher: Das Bestehende als Ausgangspunkt
Schneider Türtscher: Das Bestehende als Ausgangspunkt
Michaela Türtscher und Claudio Schneider studierten beide Architektur an der damaligen Hochschule Liechtenstein und schlossen 2007 ihr Bachelorstudium ab. Heute führen sie gemeinsam das Architekturbüro Schneider Türtscher in Zürich. 2026 wurden sie mit dem Alumni Award der Liechtenstein School of Architecture ausgezeichnet.
Seit der Gründung ihres Büros im Jahr 2013 beschäftigen sich Michaela Türtscher und Claudio Schneider intensiv mit der Frage, wie sich Bestehendes weiterdenken lässt. Sie arbeiten mit vorhandenen Räumen und Strukturen, mit Materialien und Spuren, aber auch mit den Bedingungen und Einschränkungen eines Ortes. Diese verstehen sie nicht als Hindernis, sondern als Ausgangspunkt für etwas Neues.
Dabei suchen sie nach Lösungen, die mit möglichst wenig Veränderung möglichst viel bewirken. «Gute Architektur löst möglichst viele Probleme mit dem kleinstmöglichen Eingriff», beschreiben sie ihre Haltung. Ihre Projekte zeigen unterschiedliche Formen des Weiterbauens und der Transformation und setzen sich mit der Frage auseinander, was erhalten, verändert oder ergänzt werden soll.
Auch das Verhältnis von Planung und Offenheit spielt in ihrer Arbeit eine Rolle: «Architektur bewegt sich für uns zwischen Präzision und Improvisation. Nicht alles muss vorhersehbar sein.»
Die Auseinandersetzung mit Architektur führen Michaela Türtscher und Claudio Schneider auch in der Lehre weiter. Neben ihrer Tätigkeit im eigenen Büro waren und sind sie an verschiedenen Hochschulen tätig, darunter die TU München, die ETH Zürich und die ZHAW Winterthur.
Am 7. Oktober 2026 kehren die beiden an ihre ehemalige Hochschule zurück. Um 18 Uhr sprechen sie an der Liechtenstein School of Architecture über ihren Weg nach dem Studium, ihre gemeinsame Arbeit und ausgewählte Projekte. Im Rahmen des Abends wird ihnen auch der Alumni Award 2026 persönlich überreicht. Zur Veranstaltung