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Vernetzte Menschen statt vernetzter Geräte

Vernetzte Menschen statt vernetzter Geräte

Vortrag von Pavel Laskov an der IoT Konferenz September 2026

Smarte Thermostate, sensorgesteuertes Licht, Mülleimer, die ihren Füllstand melden: Das Internet der Dinge spart Energie und Geld. Wie das gelingt, ohne neuen Elektroschrott zu erzeugen, zeigte das IoT Sustainability Lab am 23. September 2026 an der Universität Liechtenstein. Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung lernten Werkzeuge und Fallstudien aus drei Jahren Forschung kennen.

Büros sparsamer heizen, Lagerhallen gezielter beleuchten, Wohnquartiere effizienter mit Strom versorgen – das verspricht das Internet of Things (IoT). Doch in der Praxis entstehen oft neue Probleme: Elektroschrott, Datenmüll, Betriebsstörungen und Skepsis bei den Nutzern.

Hier setzt das IoT Sustainability Lab an. Seit 2023 untersuchen sieben Hochschulen und Forschungsinstitute sowie drei Praxispartner aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein, wann IoT-Systeme der Umwelt nützen und wann sie ihr schaden. Die Universität Liechtenstein bringt mit der Liechtenstein Business School ihr Wissen zu IoT, Cybersecurity und Nachhaltigkeit ein. Die Leitung liegt bei der HTWG Hochschule Konstanz.

Vom Labor in Betriebe und Gemeinden

Die Konferenz in Vaduz drehte sich um den Wissenstransfer. Sie fand in der ehemaligen Textilfabrik statt, die heute die Universität beherbergt. Drei Impulsreferate eröffneten die Veranstaltung: Prof. Dr. Pavel Laskov (Universität Liechtenstein), Maximilian Kneppler (Hilti Group) und Ralph Erhardt (Stadt Friedrichshafen) beleuchteten das Thema aus Sicht von Forschung, Industrie und Verwaltung.

Anschliessend präsentierte das Lab seine Ergebnisse:

Werkzeuge: An Tool-Stationen testeten die Gäste Instrumente, um die Nachhaltigkeit von IoT-Projekten zu bewerten, ihre Ökobilanz zu simulieren und IoT-Dienste nachhaltig zu entwickeln.

Fallstudien: In Use-Case-Sessions diskutierten sie Erfahrungen mit IoT-gesteuerter Heizung, Beleuchtung, Stromnutzung und Abfallentsorgung. Ein Beispiel: Sensoren in öffentlichen Mülleimern melden ihren Füllstand, damit Entsorger ihre Routen effizient planen. Schweizer Betriebe haben das System bereits erprobt.
 
Transfer-Roadmap: Eine Präsentation zeigte, wie die Ergebnisse in Unternehmen und Verwaltungen umgesetzt werden können.

Workshops: Das Forschungs- und Innovationszentrum Rheintal RhySearch und das CUBE-Zentrum für wissenschaftliche Politikberatung erklärten in zwei Workshops, was nötig ist, damit die Erkenntnisse in der Praxis ankommen.

Über das IoT Sustainability Lab

Das Lab untersucht am Beispiel des Gebäudesektors, wie IoT-Systeme die Nachhaltigkeit beeinflussen. Daraus entwickelt es technische Lösungen und Geschäftsmodelle für IoT-Dienste. Bis März 2027 wird das Projekt aus dem Interreg-VI-Programm «Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein» mit Mitteln der EU und des Schweizer Bundes gefördert.

Informationen zum Lab: www.iot-sustainability.com

Vernetzung mit dem Lab: https://www.linkedin.com/groups/12896750/

Kontakt zum Lab: iot-sustainability@htwg-konstanz.de

Vortrag von Pavel Laskov an der IoT Konferenz September 2026