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Fünf Studierende erhalten mit 9'000 Schweizer Franken dotierten Treuhand-Award

Fünf Studierende erhalten mit 9'000 Schweizer Franken dotierten Treuhand-Award

Fünf Studierenden der Universität Liechtenstein sind mit dem I&F Family Wealth Preservation Award ausgezeichnet worden, der vom liechtensteinischen Treuhandunternehmen Industrie- und Finanzkontor in Kooperation mit der Universität Liechtenstein vergeben wird.

 

Ausgangslage bildete ein fiktives Fallbeispiel, zu dem es eine Vermögensstruktur zu entwickeln galt: Zwei Geschwister einer Unternehmerfamilie hatten ein Start-up gegründet und wollten in kurzer zeitlicher Abfolge weitere Unternehmen in unterschiedlichen Ländern gründen sowie Kooperationen mit relevanten Herstellern und Entwicklern eingehen. Zudem wollten sie bereits frühzeitig alles Notwendige veranlassen, damit die zukünftigen Unternehmensanteile generationenübergreifend zusammengehalten werden und im Familienbesitz verbleiben.

 

Die Aufgabe der Studierenden war es, den beiden Geschwistern einen Strukturierungsvorschlag zu entwickeln und dabei insbesondere Folgendes zu berücksichtigen: 

 

  • Berücksichtigung von relevanten Jurisdiktionen und Rechtsträgern
  • Interessierten Familienmitgliedern soll es in der Zukunft möglich sein, sich auf unterschiedlichen Ebenen in der Unternehmensgruppe einbringen zu können
  • Familienmitglieder, die kein Interesse zeigen, sollen daraus keinen finanziellen Nachteil erleiden
  • Vorschlag von adäquaten Family Governance Massnahmen, mit denen der nachhaltige Bestand der Unternehmensstruktur gesichert werden kann
  • Adäquate Massnahmen, um die finanzielle Privatsphäre der beiden Familien zu wahren

 

 Das Fallbeispiel verlangte eine vielschichtige Betrachtungsweise und setzte ein breites Verständnis voraus für die innerfamiliäre Situation und die Zielvorstellungen der Geschwister sowie für grenzüberschreitende Sachverhalte und unterschiedliche Rechtsgebiete.

 

Für den fünften I&F Family Wealth Preservation Award hatten sich fünf Studierende qualifiziert. Ihre Arbeiten überzeugten durch einen hohen Praxisbezug und wissenschaftliche Expertise. Sie wurden durch I.D. Gisela Bergmann, Prinzessin von und zu Liechtenstein, CEO und geschäftsführende Verwaltungsrätin von Industrie- und Finanzkontor Ets., ausgezeichnet.

 

Die glücklichen GewinnerInnen aus dem Executive Master of Laws (LL.M.) im Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht (LL.M.) heissen:

 

  1. Platz: Adrian Vogler (Schweiz)
  2. Platz: Veronica Hermes und Lukas Voellmecke in Gruppenarbeit (beide Deutschland)
  3. Platz: Katja Moosleithner (Liechtenstein) und Dr. Miriam Schüssler (Deutschland)

 

Der I&F Family Wealth Preservation Award stellt eine wichtige Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis her und hat sich zu einer gewinnbringenden Kooperation zwischen der Liechtenstein Business Law School der Universität Liechtenstein (im Rahmen des LL.M. im Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht) und dem in Vaduz ansässigen Treuhandunternehmen Industrie- und Finanzkontor Etablissement entwickelt.

 

 

Statements anlässlich der Preisverleihung:

 

Prof. Dr. Alexandra Butterstein, LL.M., Studiengangsleiterin des Executive Master of Laws (LL.M.) für Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht und Dekanin der Liechtenstein Business Law School, sowie Prof. Dr. Francesco A. Schurr, Leiter des Instituts für Italienisches Recht an der Universität Innsbruck und Gastprofessor an der Universität Liechtenstein: «Wir freuen uns sehr, dass wir den I&F Family Wealth Preservation Award in Kooperation mit dem liechtensteinischen Treuhandunternehmen Industrie- und Finanzkontor Ets. bereits zum fünften Mal gemeinsam ausrichten durften. Wie bereits in den vergangenen Jahren stellt dieser Award für die Studierenden des Executive Master of Laws (LL.M.) im Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht eine besondere Möglichkeit dar, sich in der Bearbeitung einer komplexen Vermögensstrukturierung zu beweisen und hieraus weitere fundierte praxisnahe Kenntnisse zu erlangen. Neben den praktischen und rechtlichen Herausforderungen des liechtensteinischen Treuhandwesens ist es von besonderer Bedeutung, dass Studierende für eine langfristige Vermögensstrukturierung auch die vielseitigen Aspekte der Family Governance berücksichtigen.»

 

«Die Aufgabenstellung zum fünften I&F Family Wealth Preservation Award zeigt, wie vielschichtig die Tätigkeit eines liechtensteinischen Treuhänders ist. Komplexe Vermögenssituationen werden vorausschauend und zielgerichtet strukturiert und aus einem langfristigen Blickwinkel betrachtet. Sowohl das familiäre wie auch das ausserfamiliäre Umfeld wird mitberücksichtigt. Der Kern einer Treuhandtätigkeit liegt nicht primär darin, Rechtsträger zu errichten, sondern über verschiedene Mechanismen den langfristigen, generationenübergreifenden Erhalt von Vermögen und Werten zu sichern», führte I.D. Gisela Bergmann, Prinzessin von und zu Liechtenstein, aus, die CEO und geschäftsführende Verwaltungsrätin von Industrie- und Finanzkontor ist.

 

Preisträgerin Veronica Hermes: «Die intensive Auseinandersetzung mit einem im Rahmen des I&F Family Wealth Preservation Awards vorgegebenen Fallbeispiel führte dazu, dass ich das im Studium vermittelte Fachwissen nochmals vertiefen konnte.»

 

Preisträgerin Katja Moosleithner: «Mit dem I&F Family Wealth Preservation Award konnte ich das theoretische Wissen direkt an einem Fallbeispiel anwenden und mich mit dem wissenschaftlichen Arbeiten vertraut machen. Der I&F Family Wealth Preservation Award bildet auch im Hinblick auf die bevorstehende Masterarbeit eine sehr gute Vorbereitungsgrundlage.»

 

Preisträgerin Dr. Miriam Schüssler: «Der I&F Family Wealth Preservation Award hat verdeutlicht, dass es ein umfassendes unternehmerisches Verständnis für Unternehmer und deren Familien benötigt, um ein Vermögen langfristig und nachhaltig sichern zu können. Mit dem Fallbeispiel konnte ich das Bewusstsein für die vielseitigen Anforderungen beim Aufbau von Vermögensstrukturen schärfen.»

 

Preisträger Lukas Voellmecke: «Der I&F Family Wealth Preservation Award hat gezeigt, dass familiäre Werte wesentlich sind. Und dass es keine Standardlösung für eine Vermögensstruktur gibt.»

 

Preisträger Adrian Vogler: «Der I&F Family Wealth Preservation Award ermöglicht es, das im Studiengang erlernte Wissen im Rahmen eines interdisziplinären Fallbeispiels anzuwenden. Die Herausforderung lag darin, die Interessen der Kunden zu erkennen und sie in eine rechtliche Struktur zu bringen.»

Auszeichnung für vorgestelltes Paper am APWG Symposium on eCrime

Auszeichnung für vorgestelltes Paper am APWG Symposium on eCrime

Ein Bild zeigt die Universität Liechtenstein mit einem sonnigen Campus und Bergen im Hintergrund. Im Vordergrund ist der Titel eines Forschungspapiers über Phishing von Giovanni Apruzzese und Kollegen zu sehen, präsentiert auf dem APWG Symposium in Barcelona. Logos von Avast und NortonLifeLock sind ebenfalls abgebildet.

Ass. Prof. Giovanni Apruzzese von der Professur Data & Application Security präsentierte am «APWG Symposium on Electronic Crime research (eCrime)» in Barcelona das Paper «Do users fall for real adversarial phishing? Investigating the human response to evasive webpages», das von ihm gemeinsam mit Ajka Draganovic, Javier Aldana Iuit (Avast Software), Savono Dambra und Kevin Roundy (beide Norton Research Group) verfasst wurde.

 

Phishing-Websites sind allgegenwärtig, und Gegenmassnahmen, die auf statischen Blocklisten basieren, haben einer solchen Bedrohung wenig entgegenzusetzen. Um Phishing-Webseiten zu erkennen, werden daher neueste Methoden des maschinellen Lernens (ML) eingesetzt. Diese Techniken haben vielversprechende Ergebnisse erzielt, wenn sie auch in Phishing-Erkennungssystemen (PDS) eingesetzt wurden. ML-Methoden sind jedoch nicht perfekt und einige Probe-Versionen der Phishing-Websites können sogar produktionsreife PDS überlisten.

 

In ihrem Beitrag untersuchten die Forschenden, ob echte Phishing-Webseiten, die kommerziellen ML-basierten PDS entgehen, ein wirkliches Problem darstellen oder nur lästig sind. Sie haben festgestellt, dass einige gut gestaltete Phishing-Webseiten die meisten Teilnehmenden – sogar IT-Experten – täuschen können, während andere von den meisten Nutzerinnen und Nutzern leicht erkannt werden. Die Studie ist für Praktiker relevant, da sie es ermöglicht, Phishing-Webseiten zu priorisieren, die gleichzeitig Maschinen und Menschen täuschen und unterstützt auch den Beitrag von weltbekannten Cybersicherheitsunternehmen (Avast und Norton).

 

Das Paper basiert auf der Thesis von Ajka Draganovic, Studentin des Masterprogramms in Information Systems der Universität Liechtenstein, und wurde vom Ausschuss der eCrime’23 als Zweitplatziertes des «Best Paper»-Bewerbs ausgezeichnet. Am Symposium hatten über 100 Personen aus dem akademischen Bereich und der Industrie teilgenommen.

 

Weitere Informationen über den Vortrag und die Veranstaltung unter: https://apwg.org/event/ecrime2023/

Ein Bild zeigt die Universität Liechtenstein mit einem sonnigen Campus und Bergen im Hintergrund. Im Vordergrund ist der Titel eines Forschungspapiers über Phishing von Giovanni Apruzzese und Kollegen zu sehen, präsentiert auf dem APWG Symposium in Barcelona. Logos von Avast und NortonLifeLock sind ebenfalls abgebildet.

Themenabend «Grenzverläufe zwischen Verwaltungs- und Kriminalstrafrecht»

Themenabend «Grenzverläufe zwischen Verwaltungs- und Kriminalstrafrecht»

Ein Mann und eine Frau stehen vor einer Präsentationsleinwand mit dem Titel "Grenzverläufe zwischen Verwaltungs- und Kriminalstrafrecht" im Seminarraum der Universität Liechtenstein. Im Hintergrund sind schneebedeckte Berge durch die Fenster sichtbar.

Die Professur für Wirtschaftsstrafrecht, Compliance und Digitalisierung lud am 22.01.2024 zum Themenabend «Grenzverläufe zwischen Verwaltungs- und Kriminalstrafrecht» ein. Die Veranstaltung bildete den Abschluss des gleichnamigen FFF-Projektes, durchgeführt unter Leitung von Mag. Dr. Günther Schaunig, BA, und Koordination von Prof. Dr. Konstantina Papathanasiou, LL.M. Der Themenabend bot eine Einführung in die Grenzverläufe zwischen verwaltungsstrafrechtlichen und kriminalstrafrechtlichen Sanktionen.

 

Die staatlichen Reaktionsformen auf Kriminalität «pendeln» sowohl im Fürstentum Liechtenstein als auch in den DACH-Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz) zwischen Kriminalstrafrecht und Verwaltungsstrafrecht. Diese Zweiteilung betrifft in Liechtenstein weite Teile des Wirtschaftsstrafrechts und dort insbesondere auch das Steuerstrafrecht. Konsequenzen ergeben sich daraus sowohl für das materielle Strafrecht als auch für das Strafprozessrecht.

 

Vor dem Hintergrund der Aufgabe des Strafrechts als Rechtsgüterschutz beleuchtete der Themenabend die Spezifika der Strafrechtsordnung im Fürstentum Liechtenstein, beispielsweise die Einteilung der strafbaren Handlungen in Verbrechen, Vergehen, Übertretungen sowie die damit einhergehenden Rechtsfolgen. Gerade angesichts der beachtlichen Anzahl an Materiengesetzen und -verordnungen mit Bezug zum Wirtschaftsstrafrecht in Liechtenstein konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Themenabends rasch Identifikationspunkte zu ihren Praxisgebieten finden.

 

Einen thematischen Schwerpunkt bildete das Steuerstrafrecht. Die Strafbarkeit folgt hier im Wesentlichen aus der Gefährdung oder Verletzung steuerlicher Pflichten. Die strengen Mitwirkungspflichten im regulären Steuerverfahren finden keine Entsprechung im steuerlichen Strafverfahren, weil der Beschuldigte nicht zur Selbstbelastung gezwungen werden darf. Im Rahmen des Strafverfahrens kann – neben der gerichtlichen Strafprozessordnung – auch das traditionsreiche Gesetz vom 21. April 1922 über die allgemeine Landesverwaltungspflege beachtlich sein, das Sonderbestimmungen zum Verwaltungsstrafverfahren enthält.

 

Die Veranstaltung erhielt regen Zuspruch mit Teilnehmenden von Behörden, Rechtsanwaltskanzleien wie auch Finanzdienstleistungsunternehmen, was die hohe Relevanz der Thematik für das Fürstentum Liechtenstein noch einmal bestätigte. Der Abend klang bei einem Apéro gemütlich aus.

Ein Mann und eine Frau stehen vor einer Präsentationsleinwand mit dem Titel "Grenzverläufe zwischen Verwaltungs- und Kriminalstrafrecht" im Seminarraum der Universität Liechtenstein. Im Hintergrund sind schneebedeckte Berge durch die Fenster sichtbar.

Anna Heringer ist Praxisprofessorin an der LSA

Anna Heringer ist Praxisprofessorin an der LSA

Eine lächelnde Person steht vor einer strukturierten Lehmwand. Sie trägt ein blaues Oberteil mit rosa Akzenten.

Anna Heringer unterrichtet ab dem Somersemester 2024 wieder an der School of Architecture. Sie war ab dem SS19 immer wieder als Lehrbeauftragte für Entwurf bereits an der Universität und wurde jetzt nach einem erfolgreichem Auswahlverfahren für 2 Semester zur Praxisprofessorin bestellt.

 

Anna Heringer ist Architektin und eine Pionierin im zeitgenössischen Lehmbau. Sie wurde mit dem Bau der METI School in Rudrapur, Bangladesch bekannt, die sie als Diplomarbeit entworfen und realisiert hat. Seither hat Heringer durch Bauten hauptsächlich in Asien, Afrika und durch die Architekturlehre in Stuttgart, Linz, Wien und der ETH Zürich ihren mehrfach ausgezeichneten Architekturansatz, der auf lokalen Baumaterialien und Arbeitskräften beruht, weiterentwickelt. Ihr zentrales Anliegen ist es, durch das persönliche Engagement des Architekten oder der Architektin soziale und wirtschaftliche Zusammenhänge im Planungs- und Bauprozess schrittweise aufzubauen und deutlich zu machen. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Museen weltweit ausgestellt, wie beispielsweise im MoMA New York und der Biennale in Venedig. Sie erhielt u.a. den Aga Khan Award for Architecture, AR Emerging Architects Award und den Global Award for Sustainable Architecture. Die UNESCO verlieh ihr einen Ehrenprofessortitel für „Earthen Architecture, Building Cultures and Sustainable Development.

 

Anna Heringer zeichnet sich durch hohe internationale Sichtbarkeit und renommierte Bauten weltweit aus. Die Universität Liechtenstein kann mit ihr ein strategisch wichtiges Feld bei der Entwicklung von Bauten mit zukunftsfähigen Materialien verstärken.

Eine lächelnde Person steht vor einer strukturierten Lehmwand. Sie trägt ein blaues Oberteil mit rosa Akzenten.

Mit dem Handwerk studieren und forschen

Mit dem Handwerk studieren und forschen

Ein Mann mit Bart und kurzem Haar blickt direkt in die Kamera. Der Hintergrund ist unscharf und zeigt eine Innenraumszene.

Dr. Wolfgang Schwarzmann von der Liechtenstein School of Architecture hat in einem Interview mit «baunetz Campus» erklärt, was für ihn praxisnahe Forschung und Lehre bedeutet und weshalb Handwerkende mehr in die Entwurfsplanung und Forschung eingebunden werden müssen. Hier eine Zusammenfassung.

 

An der Universität arbeite ich sowohl in Forschung als auch Lehre im Themenbereich Handwerk. Meine Doktorarbeit untersuchte die Handwerksprozesse von Zimmerleuten und den Einfluss neuer Technologien auf ihre täglichen Aufgaben. Dabei interessierte mich, ob die Handwerkenden noch als «Handwerkende» oder eher als «Computerwerkende» angesehen werden können.

 

Gerade heute, zwischen KI-Diskussionen und Automatisierungsdebatten, halte ich Kreativität für eine absolut zentrale Kompetenz. Es spielt für mich kaum eine Rolle, ob jemand eine Handwerkslehre absolviert oder ein Studium abgeschlossen hat. Entscheidend ist, dass junge Menschen innovative Lösungen entwickeln können, die nicht in Lehrbüchern stehen, sei es in der Spenglerarbeit oder im Architekturstudium. Ich ermutige Studierende und junge Handwerkende immer, nach unkonventionellen Lösungen zu suchen. In meiner Lehre stelle ich deshalb bewusst offene Fragen, um die Lernenden aus ihrer gewohnten Umgebung herauszufordern. Entscheidend ist die Fähigkeit, Aufgaben zu lösen, die bisher noch nicht existieren – eine Kompetenz, die in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen wird.

 

«Eine grosse Herausforderung unserer Zeit ist es nämlich, dass wir heute junge Handwerkende und Planende für einen Beruf ausbilden, dessen zukünftige Herausforderungen wir so noch gar nicht kennen», Dr. Wolfgang Schwarzmann.

 

Für mich sind Architekturstudierende und Handwerkende in Ausbildung unter einem Dach vereint, mit unterschiedlichen Schwerpunkten im Bauablauf, den Materialien und dem Fachwissen. Ich bemühe mich, beiden Seiten gegenseitiges Verständnis zu vermitteln. Handwerkende sollen die ästhetischen Aspekte eines Bauwerks erkennen und Planende sollen baubare Lösungen entwickeln. In meiner Arbeit mit Lehrlingen und Studierenden baue ich eine starke Brücke zwischen beiden Disziplinen und mache sie mit den Kompetenzen der anderen Seite vertraut.

 

Mehr und mehr merke ich, dass ich niemals alle Facetten der Arbeit eines erfahrenen Zimmerers oder einer erstklassigen Zimmerin verstehe. Gerade wegen der eingeschränkten Dokumentierbarkeit dieser Prozesse ist die tiefe Einbindung der Handwerkenden in die Forschungsprozesse enorm wichtig. Mit ihrer täglichen Arbeit, mit ihrem Fachwissen über einen Baustoff, zu einem Material und den damit verbundenen Arbeitsschritten sind sie die Expert*innen der eigenen Disziplin. Diese Expertise stellt für mich den zentralen Aspekt einer guten Forschungsarbeit dar.

 

An einer Universität gibt es diesen einzigartigen Möglichkeitsraum, in dem genau solche Brücken zwischen Handwerkenden, Planenden und Studierenden in der Architektur aufgespannt, diskutiert und erklärt werden können.

 

Dr. Wolfgang Schwarzmann ist Post-Doc an der Universität Liechtenstein und forscht zur Digitalisierung im Handwerk, zur computergestützten Fabrikation im Holzbau sowie der Verbindung von Tradition und Technologie. Seine Lehre richtet sich sowohl an Architekturstudierende als auch Handwerkerinnen und Handwerker in Ausbildung.

 

Handwerk, Forschung und Lehre sowie Kreislaufwirtschaft wurden von Dr. Wolfgang Schwarzmann gemeinsam mit Prof. Dirk Hebel in einem Podcast thematisiert: https://heinze.podigee.io/122-new-episode

 

Interview: https://www.baunetz-campus.de/people/mit-dem-handwerk-studieren-und-forschen-ein-paar-fragen-an-wolfgang-schwarzmann-8312804

Ein Mann mit Bart und kurzem Haar blickt direkt in die Kamera. Der Hintergrund ist unscharf und zeigt eine Innenraumszene.

Neuer Bank-Frick-Stipendiat an der Universität Liechtenstein

Neuer Bank-Frick-Stipendiat an der Universität Liechtenstein

Vier Personen stehen in einem modernen Gebäude und halten ein Schild mit der Aufschrift "Congratulations!" von Bank Frick. Sie feiern die Vergabe eines Stipendiums für den Zertifikatsstudiengang Blockchain und FinTech an der Universität Liechtenstein.

Sven Lagger aus Göfis hat sich unter vielen Bewerberinnen und Bewerbern für das von Bank Frick im Rahmen der engen Kooperation mit der Universität Liechtenstein ausgeschriebene Stipendium für den Zertifikatsstudiengang Blockchain und FinTech durchgesetzt. Lagger, der ebenfalls als Masterstudent eingeschrieben ist, kann damit kostenfrei an dem hochkarätig besetzten Programm teilnehmen.

 

Im Rahmen ihrer Kooperation mit der Universität Liechtenstein vergibt Bank Frick ein Stipendium in Höhe von CHF 9´800 zur kostenlosen Teilnahme am Zertifikatsstudiengang Blockchain und FinTech 2024, der sich weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht hat und sich insbesondere durch die anwendungsorientierte Vermittlung von Kenntnissen im Bereich der technologischen Neugestaltung bestehender finanzwirtschaftlicher Systeme auszeichnet. Studierende des Programms erwerben ein sicheres Verständnis der neuen vernetzten Systeme sowie derer Auswirkungen auf Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsnetzwerke.
Der diesjährige Träger des Bank-Frick-Stipendiums ist Sven Lagger, wohnhaft in Göfis. Seine Bewerbung überzeugte insbesondere durch seine bisherige akademische Erfahrung, die ihm bereits ein tiefes technologisches Verständnis von Blockchain-Systemen verschafft hat. Zudem ist Lagger Student des Master of Science in Wirtschaftsinformatik an der Universität Liechtenstein.
«Die Kooperation der Universität Liechtenstein mit Bank Frick ist seit vielen Jahren ein absolutes Erfolgsmodell. Eine grosse Teilnehmerzahl an dem laufend überarbeiteten Studium, hohe Nachfrage nach dem Stipendium und nach weiteren Projekten beweisen eindrucksvoll die grosse Relevanz für das Land, aber auch für die gesamte Rheintalregion», unterstreicht Assoz. Prof. Dr. Martin Angerer, Studienleiter des Zertifikatsstudiengangs Blockchain und FinTech und des MSc in Finance, die Bedeutung der engen Zusammenarbeit.

Vier Personen stehen in einem modernen Gebäude und halten ein Schild mit der Aufschrift "Congratulations!" von Bank Frick. Sie feiern die Vergabe eines Stipendiums für den Zertifikatsstudiengang Blockchain und FinTech an der Universität Liechtenstein.

Besuch des Schweizer Netzwerkes für Service Learning an Hochschulen

Besuch des Schweizer Netzwerkes für Service Learning an Hochschulen

Gruppe von sieben Personen steht vor einer Wand mit dem Titel "PROBONO" und mehreren Plakaten. Sie lächeln in die Kamera und repräsentieren das Service Learning Netzwerk an der Universität Liechtenstein.

Am Montag, 8. Januar, haben fünf Vertreterinnen und Vertreter des Schweizer Netzwerks für Service Learning an Hochschulen* die Universität Liechtenstein besucht. Sie folgten damit einer Einladung von Bmstr. Mag. arch Cornelia Faisst, die ebenfalls Teil des Netzwerks ist.

 

Service Learning, ein Begriff, der im deutschsprachigen Raum als «Lernen durch Engagement» übersetzt wird, steht für ein Lernen durch Projekte in Kooperation mit der Gesellschaft. Aus diesem Grund stand das von Cornelia Faisst und Daniel Haselsberger geleitete Lehrmodul «Pro Bono» der Liechtenstein School of Architecture im Fokus des Tagesprogramms. Auch der Rektor der Universität Liechtenstein, Dr. Christian Frommelt, folgte den einleitenden Programmpunkten und diskutierte das Potenzial dieses neuartigen Lehrmoduls mit den Besuchenden.

 

Sowohl das Lehrmodul wie auch die daraus entstandenen Projekte stiessen auf grosse Begeisterung. Dabei wurden der Pioniercharakter und die damit verbundene Vorbildfunktion des Lehrmoduls Pro Bono betont. Cornelia Faisst und Daniel Haselsberger haben seit der Einführung von Pro Bono im Jahr 2019 über 75 abgeschlossenen Projekte von mehr als 200 Studierenden begleitet. Nun machen sie sich an eine Wirkungsanalyse des Lehrmoduls, um ihre Erkenntnisse mit anderen Ausbildungsstätten zu teilen.

 

*(https://benedu.ch/

Gruppe von sieben Personen steht vor einer Wand mit dem Titel "PROBONO" und mehreren Plakaten. Sie lächeln in die Kamera und repräsentieren das Service Learning Netzwerk an der Universität Liechtenstein.

Verleihung des fünften I&F Family Wealth Preservation Awards am 29.01.2024

Verleihung des fünften I&F Family Wealth Preservation Awards am 29.01.2024

Eine Gruppe von Studierenden und Dozenten des Executive Master of Laws (LL.M.) im Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht steht auf einer Treppe im Freien. Sie lächeln in die Kamera, umgeben von grüner Vegetation und einem Gebäude im Hintergrund.

Das liechtensteinische Treuhandunternehmen Industrie- und Finanzkontor Ets. und die Universität Liechtenstein verleihen am 29.01.2024 den I&F Family Wealth Preservation Award an Studierende des Executive Master of Laws (LL.M.) im Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht. Der Award gewährt im akademischen Rahmen realitätsnahe Einblicke in die Praxis des liechtensteinischen Treuhandwesens und schärft dabei insbesondere das Bewusstsein für die Bedeutung von Vermögen und familiären Werten.

 

Im Zuge einer praxisorientierten Case Study befassten sich die teilnehmenden Studierenden mit vielschichtigen Fragestellungen rund um die Themen der Vermögensstrukturierung über Rechtsträger, der generationenübergreifenden Vermögens- und Nachfolgeplanung, des langfristigen Vermögensschutzes und der Family Governance Mechanismen. Für die Entwicklung der Lösungsansätze waren sowohl rechtliche als auch unternehmerische und familiäre Faktoren zu berücksichtigen. Denn gerade die langfristige und oft auf mehrere Generationen ausgerichtete Vermögensplanung setzt nicht nur juristische Überlegungen voraus, sondern bedingt darüber hinaus ebenso ein Verständnis für innerfamiliäre Situationen und Zielvorstellungen.

 

Mit dem I&F Family Wealth Preservation Award erhalten Studierende einen Einblick in die vielfältigen Anforderungen einer treuhänderischen Tätigkeit und können die Vermögensstrukturierung mittels Stiftungen, Trusts oder Anstalten praxisnah anwenden. Vor diesem Hintergrund hat sich der I&F Family Wealth Preservation Award innerhalb des LL.M. im Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrechts zu einer wichtigen Verbindung von Wissenschaft und Praxis entwickelt.

 

Am Montag, 29.01.2024, werden die Gewinnerinnen und Gewinner des fünften I&F Family Wealth Preservation Awards im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung bekannt gegeben und mit einem Preisgeld von insgesamt CHF 9'000 ausgezeichnet.

Eine Gruppe von Studierenden und Dozenten des Executive Master of Laws (LL.M.) im Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht steht auf einer Treppe im Freien. Sie lächeln in die Kamera, umgeben von grüner Vegetation und einem Gebäude im Hintergrund.

Wissenschaft und Forschung sichtbar gemacht!

Wissenschaft und Forschung sichtbar gemacht!

Die Universität Liechtenstein, die Private Universität im Fürstentum Liechtenstein (UFL) und das Liechtenstein-Institut bilden gemeinsam den Hochschulverbund Liechtenstein. An allen drei Institutionen wird wissenschaftliche Forschung betrieben mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten. Am 27. März 2024 stellten sich die drei Institutionen zum zweiten Mal im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit Podiumsdiskussion, Posterausstellung und Science Slam an der UFL in Triesen der interessierten Öffentlichkeit vor.

 

Gastgeberin Barbara Gant, Rektorin der UFL, Christian Frommelt, Rektor der Universität Liechtenstein, und Thomas Meier, Direktor des Liechtenstein-Instituts, begrüssten die zahlreich erschienenen Anwesenden. Katja Gey, Leiterin des Amtes für Volkswirtschaft, richtete Grussworte an die Besucherinnen und Besucher.

 

In der anschliessenden Podiumsdiskussion, moderiert von Carmen Dahl (Leiterin Kommunikation und Marketing, Universität Liechtenstein), erörterten Georges Baur (Liechtenstein-Institut), Lindsay Blair Howe (Universität Liechtenstein) und Claudia Seitz (UFL) das Thema «Internationalität», das auch Schwerpunktthema der letzten Ausgabe des gemeinsam herausgegebenen Forschungsmagazins 1602 war.

 

Im Anschluss bot sich die Möglichkeit, in einer Posterausstellung mit Forschenden der drei Institutionen ins Gespräch zu kommen. Daneben boten Forscherinnen und Forscher der drei Institutionen in einem «ScienceSlam» Einblick in von ihnen bearbeitete Forschungsthemen. 

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Universität Liechtenstein erneuert Masterstudiengang in Innovative Finance

Universität Liechtenstein erneuert Masterstudiengang in Innovative Finance

Die Universität Liechtenstein hat den bisherigen Masterstudiengang Finance zu Innovative Finance weiterentwickelt und dabei die aktuellsten Finanzinnovationen in das Curriculum integriert. Der aktualisierte Studiengang steht nun im Einklang mit den neuesten Entwicklungen im Finanzsektor und den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes.

 

Der Studiengang, der für seine internationale Ausrichtung und CFA-orientierten Lehrplan bekannt ist, bietet jetzt zwei spezialisierte Tracks: den Industry Track, der sich auf die beruflichen Anforderungen im Finanzsektor konzentriert, und den Research Track für diejenigen, die eine Karriere in Entwicklung und Forschung anstreben. Beide Tracks sind darauf ausgerichtet, die Studierenden optimal auf die Herausforderungen und Möglichkeiten in der sich schnell wandelnden Welt der Finanzen vorzubereiten.

 

Zudem ermöglicht die Option eines Teilzeit-Studiums Berufstätigen, ihre akademische und berufliche Laufbahn zu vereinen. «Dieser flexible Ansatz ist eine Antwort auf die Bedürfnisse des Finanzplatzes und ermöglicht es auch Berufstätigen, ein Masterstudium zu absolvieren», erklärt Studiengangsmanager Patrick Krause.Dieser flexible Ansatz unterstreicht das Engagement der Universität Liechtenstein, hochwertige Bildungsmöglichkeiten für eine breite Zielgruppe anzubieten.

 

Assoz. Prof. Dr. Martin Angerer, Studienleiter des Programms, betont die Bedeutung der Persönlichkeitsentwicklung und praktischen Fähigkeiten: «Neben der fachlichen Ausbildung legen wir grossen Wert auf die Persönlichkeitsentwicklung unserer Studierenden und bereiten sie praktisch auf den Umgang mit neuen Kommunikationsformen vor. Diese Kompetenzen sind entscheidend, um in der dynamischen Finanzwelt erfolgreich zu sein.»

 

Die Universität Liechtenstein bietet ein Lernumfeld mit individueller Betreuung für Studierende aus aller Welt. Mit seinem engen Kontakt zum Finanzplatz Liechtenstein bereitet der Masterstudiengang in Innovative Finance auf eine erfolgreiche Karriere im Finanzwesen vor.

 

Für weitere Informationen zum Masterstudiengang in Innovative Finance und den Neuerungen im Programm steht Studiengangsmanager Patrick Krause jederzeit gerne zur Verfügung.

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