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16. Liechtensteinischer Stiftungsrechtstag mit dem Schwerpunkt «Unternehmensstiftung»

16. Liechtensteinischer Stiftungsrechtstag mit dem Schwerpunkt «Unternehmensstiftung»

Am 20. November 2024 lud die Professur für Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht zum 16. Liechtensteinischen Stiftungsrechtstag in das Auditorium der Universität Liechtenstein ein. Renommierte Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland beleuchteten zahlreiche Aspekte und neue Entwicklungen im Kontext der in der Praxis höchstrelevanten «Unternehmensstiftung».

 

Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Heiss, LL.M. von der Universität Zürich hob in seinen Grussworten zunächst die Bedeutung des Stiftungsrechtstages hervor und unterstrich, dass dieser mittlerweile ein fester Bestandteil im Kalender der Stiftungsexperten sei. Prof. Dr. Alexandra Butterstein, LL.M. und Prof. Dr. Francesco Schurr betonten in ihren einleitenden Worten den Stellenwert eines aktiven Dialogs unter allen Stiftungsinteressierten, um neuen und komplexen Herausforderungen im Stiftungsumfeld, insbesondere im grenzüberschreitenden Kontext, erfolgreich begegnen und innovative Lösungen finden zu können.

 

Traditionell wurde der Stiftungsrechtstag mit aktueller Rechtsprechung eröffnet. In diesem Zusammenhang erörterte Mag. Martina Schöpf-Herberstein eingängig ausgewählte Judikate. Daran knüpfte Dr. Albert Kaufmann mit aktuellen Fragestellungen von der Stiftungsaufsichtsbehörde an. Es zeigte sich, dass der positive Trend bei gemeinnützigen Stiftungen in Liechtenstein anhält. Darüber hinaus wurden die geplante Trustrechtsreform und die angedachten Anpassungen im Stiftungsrecht diskutiert, ehe Aktuelles aus der Entscheidungspraxis der Stiftungsaufsichtsbehörde dargelegt wurde.

 

Für ein grundlegendes Verständnis und die grosse (wirtschaftliche) Bedeutung der Unternehmensstiftung in Deutschland sorgte Prof. Dr. Anne Sanders, die insbesondere auf die möglichen Verbindungen zwischen Stiftungen und Unternehmen einging. Die liechtensteinische Unternehmensstiftung in der Praxis wurde eingängig von Dr. Daniel Damjanovic, LL.M. dargestellt. Anhand des Ikea-Konzerns wurde gezeigt, wie mithilfe liechtensteinischer Stiftungen der Unternehmensbestand sowie die Wünsche und Ziele des Gründers umgesetzt werden können. Im Anschluss referierte Prof. Rasmus Feldhusen, LL.M., Ph.D. über die Business Foundation in Dänemark. Die Ausführungen veranschaulichten eindrücklich, dass die Unternehmensstiftung in Dänemark aufgrund flexibler Gestaltungsmöglichkeiten einen breiten Anwendungsbereich hat. In der anschliessenden Podiumsdiskussion wurden weitere praxisrelevante Fragestellungen vertieft und diskutiert. Die rechtsvergleichende Gegenüberstellung mehrerer Stiftungsrechtsordnungen unterstrich eindrücklich den Wettbewerb der Stiftungsrechtsordnungen und zeigte sowohl legistische als auch praktische Ausgestaltungsmöglichkeiten im Kontext der Unternehmensstiftung auf.

 

Nach dem Netzwerklunch folgte der traditionelle Philanthropie-Teil des Stiftungsrechtstages, der auch dieses Jahr in Zusammenarbeit mit der Vereinigung liechtensteinischer gemeinnütziger Stiftungen und Trusts (VLGST) gestaltet und von Dr. Thomas Zwiefelhofer mit Grussworten eröffnet wurde. Etienne Eichenberger erörterte in seinem Vortrag die generationenübergreifende Philanthropie und beleuchtete eingehend neue Herausforderungen, Modelle und praktische Hinweise. Im Tandem präsentierten Dr. Cheikh Gueye und Mag. Alice Nägele die Thematik des Impact Investing für gemeinnützige Organisationen und die sich daraus ergebenden Herausforderungen und Chancen. Neben weiteren Punkten wurde im anschliessenden Panel insbesondere die Klarstellung der liechtensteinischen Steuerverwaltung im Kontext des Impact Investing begrüsst, wodurch sich mehr Rechtssicherheit und weitere Möglichkeiten für gemeinnützige Stiftungen in Liechtenstein ergeben.

 

Im letzten Themenblock zu Chancen und Herausforderungen im Kontext der Unternehmensstiftung beleuchtete zunächst Prof. Dr. Alexandra Butterstein, LL.M. die Stiftung als Nachfolgeinstrument aus Sicht von (Familien-)Unternehmen. In diesem Kontext wurde ausführlich die mehrdimensionale Governance und mögliche Ansätze diskutiert, um Konflikte auf Familien- und Unternehmensebene mithilfe einer effektiv ausgestalteten Governance zu verhindern. Es konnte insbesondere aufgezeigt werden, dass die Stiftung durch die Entpersonalisierung des Unternehmens eine flexible und nachhaltige Lösung in der Unternehmensnachfolge darstellen kann. Die praktische Perspektive und mögliche Problemfelder wurden von Dr. Bernhard Motal, LL.M. in seinem Referat zur Unternehmensstiftung im Kontext von Stiftungsstreitigkeiten und Gesellschafterrechten beleuchtet. Es wurde dargelegt, dass Konflikte innerhalb der Familie, die sich auf das Unternehmen auswirken, mit Unternehmensstiftungen vermieden werden können. Besonderer Fokus lag darüber hinaus auf den Strategien zur Konfliktvermeidung und Konfliktlösung. Abschliessend erörterte Prof. Dr. Francesco Schurr die Anwendung von CSR-Standards auf Unternehmensstiftungen und die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Foundation Governance im Rechtsvergleich. Die steigenden Anforderungen und der verstärkte Fokus von europäischer Seite auf die soziale Verantwortung von Unternehmen sowie auf die ökologische und soziale Nachhaltigkeit haben auch Auswirkungen auf die Unternehmensstiftung in Liechtenstein, wodurch sich neue Anforderungen ergeben.

 

Nach einer abschliessenden Fragerunde klang der 16. Liechtensteinische Stiftungsrechtstag beim gemeinsamen Apéro und Gedankenaustausch aus. Insgesamt zeigte der spannende und lehrreiche Tag, dass das Stiftungsumfeld durch nationale und internationale Entwicklungen einem Wandel ausgesetzt ist, wodurch sich jedoch auch zahlreiche Chancen und neue Ansätze ergeben. Überdies wurde herausgearbeitet, dass der Stiftungsstandort Liechtenstein sowohl bei gemein- und privatnützigen Stiftungen als auch bei der Unternehmensstiftung im internationalen Vergleich attraktiv und wettbewerbsfähig ist.

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Zwei Erasmus+ Awards für die Universität Liechtenstein

Zwei Erasmus+ Awards für die Universität Liechtenstein

Eine Gruppe von Menschen steht auf einer Bühne und hält Trophäen. Im Hintergrund sind Banner mit Erasmus+ Logos und ein Bildschirm mit der Aufschrift "Erasmus+ und ESK Award 2024" zu sehen. Die Personen lächeln und posieren für ein Gruppenfoto.

Bereits zum 3. Mal fand die Verleihung des Erasmus+ und ESK Awards durch die AIBA, Agentur für Internationale Bildungsangelegenheiten, statt. In der Kategorie Hochschulbildung heimste die Universität Liechtenstein gleich zwei Awards ein.

 

Die AIBA würdigte herausragende Leistungen von insgesamt 11 Projekten, die im Rahmen der beiden europäischen Programme Erasmus+ und ESK in Liechtenstein erbracht wurden. Preisträger der Universität waren ein Projektteam aus dem Bereich der Liechtenstein Business School und das International Office der Universität.

 

 

Erasmus+ Award für ein Projekt zu hybriden Unterrichtsformen

 

Das im Rahmen des Bank Frick Innovative Finance Lab durchgeführte Projekt «Virtual and hybrid learning environments» durfte sich über die Auszeichnung mit dem Erasmus+ Award im Bereich «Projekte in der Hochschulbildung» freuen. Das Team rund um Projektleiter Martin Angerer entwickelte und erprobte ausgiebig hybride Unterrichtsansätze und erarbeitete Konzeptstudien, Leitfäden, Anregungen sowie Empfehlungen, die der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, was es europaweit anderen Hochschulen erleichtert, geeignete eigene Hybridkonzepte einzuführen. 

 

Martin Angerer über die Auszeichnung und die Strahlwirkung des Projekts: «Wir freuen uns, dass wir mit unserem Projekt einen wertvollen Beitrag im Bereich Bildung und Jugend für das Land Liechtenstein und insbesondere über die Grenzen hinaus leisten durften.» Die Projektergebnisse in Form von Guidelines, didaktischen und technischen Vorschlägen zur effektiven Umsetzung von Hybridlehre sowie Checklisten sollen die Einführung hybrider Lehrkonzepte erleichtern, aber vor allem auch fördern. Interessierte Bildungseinrichtungen können auf diese Projektdokumente dauerhaft im Erasmus+ Ergebnisportal zugreifen. Durch die darin unterbreiteten Handlungsempfehlungen und Lösungsansätze wird ihnen ein wesentlicher der Teil der Recherchen und Vorarbeiten abgenommen, was die Einführung hybrider Lehre stark beschleunigen kann.

 

Über den Projekterfolg und den Award freut sich auch Alexander Walch, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Projekt: «Wir danken besonders unseren Projektpartnern, der Kapsch BusinesCom sowie der Frankfurt School of Finance and Management, sowie den zahlreichen  Kolleginnen und Kollegen aus vielen Abteilungen an der Universität Liechtenstein, die uns während des dreijährigen Projekts bereitwillig unterstützt haben.»

 

 

Erasmus+ Award für zwei Mobilitätsprojekte

 

Das Team des International Office durfte den Erasmus+ Award für die Umsetzung der Mobilitäten im Bereich Hochschulbildung entgegennehmen. Anerkannt wurden zwei Mobilitätsprojekte, welche Destinationen sowohl  innerhalb als auch ausserhalb von Europa abdecken.

 

In der aktuellen Programmphase 2021–2027 werden die strategischen Ziele – Inklusion und Vielfalt, Nachhaltigkeit, gesellschaftliche Teilhabe und digitaler Wandel – durch Massnahmen wie die Einführung von Kurzzeitmobilitäten, Beiträge zu umweltfreundlichem Reisen und Inklusionsbeiträgen gefördert. Studierende und Doktorierende profitieren von «Blended Programmes», während strategische Partnerschaften den Austausch und die Qualität der Lehre durch globale Perspektiven verbessern. Durch Erasmus+ International, die Förderung von Mobilitäten ausserhalb Europas, die Einführung von Inklusionsbeiträgen und Kurzzeitmobilitäten können Chancengleichheit und der Zugang zu Auslandserfahrungen verbessert werden.

Eine Gruppe von Menschen steht auf einer Bühne und hält Trophäen. Im Hintergrund sind Banner mit Erasmus+ Logos und ein Bildschirm mit der Aufschrift "Erasmus+ und ESK Award 2024" zu sehen. Die Personen lächeln und posieren für ein Gruppenfoto.

Retirement Ceremony of Prof. em. Dr. Marco J. Menichetti

Retirement Ceremony of Prof. em. Dr. Marco J. Menichetti

On Friday, 15 November 2024, the retirement ceremony of Prof. emeritus Dr. Marco J. Menichetti took place at the University of Liechtenstein.

 

During a festive ceremony with various lectures, he was awarded the title “Professor emeritus”, bringing an outstanding academic career to a worthy close after 23 years at the university.

 

23 years at the university – a milestone in his academic career

 

The honoree can look back on an impressive career that began in 2001 with his appointment at the former Liechtenstein University of Applied Sciences. Over the following two decades, Marco J. Menichetti made a significant contribution to the development of the University of Applied Sciences into a university. With his great commitment and expertise, he had a significant impact on academic life at the University of Liechtenstein. His work in the field of finance and sustainable finance, his innovative research approaches and his tireless commitment to teaching were particularly well received by both colleagues and students.

 

Appreciation from Rector Christian Frommelt

 

In his speech, Rector Christian Frommelt emphasized the merits of Marco J. Menichetti. He paid tribute with great appreciation to his contribution to the academic development of the university and his commitment to scientific exchange. “Professor Menichetti has not only set standards as a lecturer and researcher, but also as a pioneer for a successful academic future for the university,” said Frommelt. Over the past year and a half, a friendship has developed from the close collaboration in the Rectorate and the joint commitment to the university. Marco J. Menichetti is therefore an extremely worthy holder of the title “Professor emeritus”.

 

Musical accompaniment and exciting lectures by companions

 

The festive ceremony was accompanied by music from Janina Nicole Rischka, violin, and Franz Ortner, piano. Particularly impressive were the contributions from various companions of Marco J. Menichetti, who gave fascinating speeches on both his professional expertise and his human side. In their speeches, they recalled joint projects, scientific breakthroughs and the close collaboration they enjoyed with him over the years. These personal insights made the ceremony an unforgettable experience for all those present.

 

Farewell and outlook

 

After the ceremony, Marco J. Menichetti was bid a warm farewell by many colleagues, students and former companions. The evening offered not only a look back at 23 years of successful work, but also a look ahead to the new phase in his life as professor emeritus, in which he will continue to act as a mentor and advisor.

 

Bezahlbares Wohnen in Zeiten der Urbanisierung: Neue Themengruppe mit LSA-Beteiligung

Bezahlbares Wohnen in Zeiten der Urbanisierung: Neue Themengruppe mit LSA-Beteiligung

Eine Gruppe von Personen sitzt in einem Seminarraum und diskutiert bei einer Podiumsdiskussion zum Thema "Housing in and Beyond Switzerland". Im Hintergrund ist ein Bildschirm mit den Namen der Teilnehmenden und dem Moderator zu sehen.

Die Themengruppe «Housing in and Beyond Switzerland» ist Teil des Verbands der Schweizer Geographen (ASG) und wurde 2024 gegründet, um die Herausforderungen des bezahlbaren Wohnens im Kontext von Urbanisierung und Gentrifizierung zu untersuchen, mit einem Fokus auf die Schweiz und ihre Grenzregionen. Dr. Johannes Herburger, Postdoc an der Urbanism, Architecture and Society Unit der Liechtenstein School of Architecture, ist Gründungsmitglied der Gruppe.

 

Mit Forschenden aus den Bereichen Geographie, Raumplanung, Soziologie und Architektur untersucht die Gruppe die Kommodifizierung von Wohnraum, Wohnungspolitik, prekäre Wohnsituationen, Bodenpolitik und Machtverhältnisse mithilfe unterschiedlicher Methoden wie ethnographischer Beobachtung und GIS-Analysen. Ziel ist es, vergleichende Diskussionen anzuregen und durch öffentliche Debatten, politische Empfehlungen und wissenschaftlichen Austausch im Rahmen von Veranstaltungen und Publikationen die Wohnungsproblematik sichtbarer und zugänglicher für ein breiteres Publikum zu machen.

 

Auf dem Swiss Geoscience Meeting 2024, das vom 8. bis 9. November in Basel stattfand, organisierte die Gruppe ein Symposium mit zwei Präsentationssessions sowie einer Podiumsdiskussion, die sich auf die Kernthemen der Gruppe konzentrierte. Dr. Johannes Herburger präsentierte Ergebnisse aus seiner laufenden Forschung zu postindustriellen Quartieren im Alpenrheintal und zeigte auf, wie die Kommodifizierung von Wohnraum eine Folge spezifischer Urbanisierungsprozesse in der Region ist.

 

Johannes Herburger moderierte zudem eine Podiumsdiskussion zu Wohnungsdynamiken mit Fachleuten aus Wissenschaft und Politik: Ivo Balmer (Grosser Rat der Stadt Basel), Hanna Hilbrandt (Universität Zürich), Luisa Gehriger (Universität Zürich) und Miriam Meuth (Hochschule Luzern). Bei der Podiumsdiskussion standen insbesondere Fragen zu Landbesitz, Ideologien des Wohnens sowie zur Produktion und zum Besitz von Daten im Mittelpunkt. Wem gehört Grund und Boden und wem gehören die Daten, die die Wohnungspolitik beeinflussen? Dies sind einige der zentralen Fragen für die Zukunft. Für eine produktive und progressive Wohnungspolitik ist eine transdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Politik, Wissenschaft, sozialen Organisationen und natürlich der Wohnbauwirtschaft unerlässlich. Bezahlbarer und angemessener Wohnraum ist ein menschliches Grundbedürfnis!

Eine Gruppe von Personen sitzt in einem Seminarraum und diskutiert bei einer Podiumsdiskussion zum Thema "Housing in and Beyond Switzerland". Im Hintergrund ist ein Bildschirm mit den Namen der Teilnehmenden und dem Moderator zu sehen.

Ein Festtag im Zeichen von Innovation und Nachhaltigkeit

Ein Festtag im Zeichen von Innovation und Nachhaltigkeit

Eine Gruppe von sechs Personen steht nebeneinander auf einer Bühne. Drei Personen in der Mitte halten Auszeichnungen und Urkunden. Alle sind formell gekleidet und lächeln in die Kamera. Im Hintergrund sind weiße Tischdecken sichtbar.

Der Dies Academicus ist der akademische Feier- und Festtag der Universität und bietet Gelegenheit, um innezuhalten und in die Zukunft zu blicken.

 

«Es ist mir eine Freude, Sie heute hier zu unserem Dies Academicus willkommen zu heissen – einem besonderen Tag, an dem wir innehalten, um unsere akademische Gemeinschaft, unsere Errungenschaften und unsere gemeinsamen Ziele zu feiern. Der Dies Academicus ist nicht nur eine Gelegenheit, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken, sondern auch ein Moment des Zusammenkommens, des Austauschs und der Inspiration. Heute stehen nicht nur die Leistungen unserer Forschenden und Studierenden im Fokus, sondern auch die Werte, die unsere Universität prägen», erklärte Carmen Dahl, Leiterin Kommunikation und Marketing der Universität Liechtenstein, zu Beginn ihrer Moderation.

 

 

Eröffnungsrede

 

In seiner Eröffnungsrede betonte der Rektor der Universität, Christian Frommelt: «Das Jahr 2024 war geprägt von grossen Erfolgen, wie der RIBA-Reakkreditierung unserer School of Architecture, der Berufung von Benjamin van Giffen und Sebastian Stöckl als neue Professoren und Preisen, die Angehörige der Universität erhielten – beispielhaft sei hier der  «Outstanding Artist Award 2024» der Republik Österreich für Martin Mackowitz genannt, den er für seinen wesentlichen Beitrag zur erforderlichen gesellschaftlichen Transformation und Unterstützung der Bauwende erhielt.
Mit der im Herbst erfolgten Gründung des Earth Hubs, dem neuen Kompetenzzentrum für Lehmbau an der Universität Liechtenstein, geht die Universität einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeitsuniversität, die wir durch eine strategische Ausrichtung unserer fünf Tätigkeitsfelder Forschung, Lehre, Weiterbildung, Wissenstransfer und Wissensdialog werden wollen.»

 

 

Grussworte der Regierung

 

Im Anschluss überbrachte Rachel Guerra, Amtsleiterin des Schulamts, die Grussworte der Regierung und führte aus: «Auch die Universität Liechtenstein arbeitet kontinuierlich daran, Zugänge zu erleichtern und damit Barrieren abzubauen. Nur deshalb hat sich die Universität Liechtenstein zu einem modernen Bildungsstandort entwickeln können. Die Uni belegt zudem erneut eine Spitzenposition als unternehmerische Universität. Im veröffentlichten GUESSS-Report 2023 (Global University Entrepreneurial Spirit Student’s Survey) war sie in der DACHL-Region ganz vorne dabei und erzielte beachtliche Ergebnisse im internationalen Vergleich. Auch mit einer internationalen Akkreditierung wurde sie im vergangenen Jahr ausgezeichnet. Die Universität Liechtenstein legt grossen Wert auf eine hohe Qualität von Lehre und Forschung. So war sicher ein besonderes Highlight die erfolgreiche Akkreditierung der Liechtenstein Business School und der Liechtenstein Business Law School nach AACSB-Standards. Auch in anderen Bereichen wie z. B.  den Studierendenzahlen und Forschungsleistungen zeigten sich positive Entwicklungen. Des Weiteren wurde auch die «Weiterbildung an der Universität Liechtenstein» gestärkt: Das berufsbegleitende Weiterbildungsangebot der Universität Liechtenstein eröffnet neue Möglichkeiten für den beruflichen Aufstieg und den Ausbau des Netzwerks in Liechtenstein, der Ostschweiz und im Rheintal sowie in der DACH-Region insgesamt. Damit wurde ein weiterer Meilenstein erreicht und insgesamt eine zeitgemässe Lernumgebung geschaffen.
Alle diese Entwicklungen zeigen ganz klar, dass für die Uni Liechtenstein nun nach einer turbulenten Phase eine Zeit der Konsolidierung beginnt. Ich gratuliere der Universität zu dieser erfolgreichen Entwicklung und ihrer wertvollen Arbeit.»

 

 

Festrede

 

In ihrer Festrede sprach Prof. Dr. Konstantina Papathanasiou über die Zusammenhänge von Nachhaltigkeit, Ethik und Wirtschaftsstrafrecht: «Im Zentrum der Wirtschaftsethik steht die Herausforderung, wie Unternehmen ihre wirtschaftlichen Ziele mit sozialer Verantwortung und moralischen Prinzipien in Einklang bringen können. Ziel ist es, eine Balance zwischen ökonomischem Erfolg und ethisch verantwortungsvollem Handeln zu finden – eine Balance, die nicht nur den Gewinn maximiert, sondern auch den langfristigen Nutzen für Gesellschaft und Umwelt sicherstellt. Die Relevanz von Wirtschaftsethik zeigt sich besonders im Bereich der Digitalisierung. Diese verändert die Verantwortungsmuster der Unternehmen hinsichtlich ihrer ethischen Verantwortung. Oftmals liegt der Fokus auf den positiven ökonomischen Effekten digitaler Geschäftsmodelle, während die ethischen Folgen für verschiedene Stakeholder zu wenig berücksichtigt werden. Ein tiefgehendes Verständnis von Corporate Digital Responsibility wird daher immer wichtiger – es geht darum, gesetzliche Standards zu erfüllen (z.B. Datenschutz) und digitale Geschäftsmodelle einer ethischen Reflexion zu unterziehen.»

 

In Fortsetzung der bisherigen Tradition wurden am – vom Ensemble Infinitus Brass mit Lukas Hirzberger und Simon Ölz, Trompeten, sowie Jonas Kraft und Robert Jöchel, Posaunen –  musikalisch umrahmten Festakt Preise verliehen.

 

 

Pro Bono Award 2024

 

Am diesjährigen Dies Academicus wurde erstmalig der Pro Bono Award der Universität Liechtenstein und der Stiftung Lebenswertes Liechtenstein verliehen.

 

Cornelia Faisst, Mentorin Pro Bono Architektur und Projektkoordinatorin Pro Bono, stellte das Pro-Bono-Programm vor: «Dieser Preis soll den Einsatz und das Herzblut honorieren, das die Studierenden in Projekte investieren, die der Gesellschaft zugutekommen – ganz im Sinne von «pro bono publico», also zum Wohle der Allgemeinheit.
Im Lehrformat «Pro Bono» bündelt die Universität ihre Aktivitäten, um einen Beitrag zur Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele der UNO-Agenda 2030 zu leisten. Die Studierenden werden dabei ermutigt, ihr Wissen über Nachhaltigkeit in nachhaltige Handlungen zu übersetzen, die einen Mehrwert für Gesellschaft und Umwelt schaffen.
In der Architektur gab es acht nominierte Projekte, in der Betriebswirtschaftslehre sieben. Aus diesen insgesamt 15 nominierten Projekten wählte die Jury vor etwa drei Wochen die beiden Gewinnerprojekte aus.»

 

Daniel Haselsberger, Mentor Pro Bono Architektur, erklärte: «Der Pro Bono Award ist jedoch nicht nur eine Auszeichnung – er ist auch ein Aufruf an uns alle, sich aktiv für die Gemeinschaft einzusetzen, Verantwortung zu übernehmen und zu einem positiven Wandel beizutragen. Jeder von uns hat das Potenzial, einen Unterschied zu machen und die Welt ein Stück lebenswerter für uns alle zu gestalten. Da wir im Bereich Architektur bereits seit 2020 die ersten umgesetzten Pro-Bono-Projekte haben, werden beim Pro Bono Award der Architektur immer zwei Jahre zusammen betrachtet – in diesem Jahr sind es die Jahre 2020 und 2024.»

 

Ausgezeichnet im Bereich Architektur wurden die Studierenden Sophie Breitruck, Michelle Bösch und Ramon Kobras für ihr Projekt Kaplan Bonneti Connect, mit dem sie Massstäbe für soziale Verantwortung in der Architektur setzten.

 

Bernd Schenk, Studiengangsleiter Bachelor Betriebswirtschaftslehre, stellte in Vertretung von Florian Rieder, Mentor Pro Bono Betriebswirtschaftslehre – der leider auf Grund einer Lehrverpflichtung nicht dabei sein konnte – das erste Gewinnerprojekt vor:

 

«Im Bereich Betriebswirtschaftslehre werden im Unterschied zur Architektur stets nur Projekte aus dem jeweiligen Jahr ausgezeichnet. In diesem Jahr ging der Pro Bono Award an Luca Banzer, Laurin Diem und Timo Volenter. Ihr Projekt «Digital Fit 50+» zeichnet sich durch seinen hohen inklusiven Ansatz aus. Ziel des Projekts ist es, Menschen über 50 den sicheren und selbstständigen Umgang mit digitalen Medien zu erleichtern und ihre digitale Teilhabe zu fördern. Für das kommende Jahr sind bereits Folgeveranstaltungen geplant.»

 

 

Liechtenstein-Preis für Nachwuchsforschende 2024

 

Am Tag der Universität wurden auch die Forschungspreise für Nachwuchsforschende an der Universität Liechtenstein verliehen. Der mit 10'000 Franken dotierte Preis wird jährlich vergeben und soll vielversprechende Jungforscherinnen und -forscher zu einer wissenschaftlichen Karriere motivieren, die Forschung in für Liechtenstein relevanten Bereichen fördern und den Forschungsplatz Liechtenstein stärken.

 

Stephan Jäger, Generalsekretär des Ministeriums, und Prof. Dr. Konstantina Papthanasiou übergaben die Diplome als Auszeichnung für herausragenden Leistungen der Nachwuchsforschenden an Dr. Djordje Zivkovic für seine Dissertation «Top Management Team Incentives and Paradox», Assoz. Prof. Dr. Johannes Schneider wurde für seine Publikation «Understanding and Leveraging the Learning Phases of Neural Networks» ausgezeichnet und Dr. Simon Liegl erhielt den Preis für sein Projekt «Affective Signalling in the Digital Workplace».

 

 

Ansprache ULSV und Verleihung Best Teaching Awards

 

Sophie Breitruck, Studierendenvertretung der Universität Liechtenstein ULSV, liess in ihrer Ansprache das sich dem Ende zuneigende Jahr 2024 Revue passieren: «Was also nehmen wir aus 2024 mit? Ich denke, es ist die Erkenntnis, dass die Welt uns sowohl vor grosse Herausforderungen als auch vor neue Möglichkeiten stellt. Wir haben gesehen, wie Menschen weltweit zusammenkommen, um für eine bessere Zukunft zu kämpfen – und wir haben erlebt, wie kleine, herzerwärmende Momente Hoffnung schenken können. Es liegt an uns, diese Erkenntnisse in unser Studium und unser Leben zu tragen und aktiv zu gestalten, was vor uns liegt.»

 

Im Anschluss verlieh Maximilian Haage im Namen der USLV den Best Junior Teaching Award sowie den Best Teaching Award: «Wir haben Wolfgang Schadner mit dem Best Teaching Award und Jeffrey Lee Brüstle mit dem Best Junior Teaching Award ausgezeichnet. Beide Preise, die von den Studierenden vergeben werden, würdigen herausragendes Engagement, innovative Lehrmethoden und die Fähigkeit, Studierende nachhaltig zu motivieren. Schadner und Brüstle setzen neue Massstäbe in der akademischen Lehre und sind Vorbilder für die Verbindung von Fachwissen und persönlicher Unterstützung.»

 

 

Schlussworte

 

Die Schlussworte des Dies Academicus sprach Lothar Ritter, Universitätsratspräsident: «Als ich im April 2023 mein Amt als Universitätsratspräsident antrat, hat mich das, was ich an der Universität antraf teilweise überrascht, vor allem aber beeindruckt. Die überschaubare Grösse, der sehr persönliche Umgang unter den Universitätsangehörigen, die sehr spezifisch auf die Bedürfnisse Liechtensteins ausgerichteten Fachbereiche und die trotzdem sehr international ausgerichteten Lehr- und Forschungsprogramme mit Studierenden aus aller Welt haben mich sehr positiv berührt.
Auf Grund ihrer Akkreditierung als wohl einzige ausländische Hochschule in der Interkantonalen Universitätsvereinbarung der Schweiz ist es für den Universitätsrat naheliegend, dass wir uns künftig näher mit dem Schweizer Hochschulsystem auseinandersetzen und gewisse Anleihen im Sinne von <good practice> prüfen, ohne die Besonderheiten, Vorteile und Chancen der staatlichen Universität Liechtenstein preiszugeben. Wir werden damit auch die Kultur an der Universität Liechtenstein gemeinsam mit allen Universitätsangehörigen in eine motivierende und erfolgreiche Zukunft entwickeln können.»

Eine Gruppe von sechs Personen steht nebeneinander auf einer Bühne. Drei Personen in der Mitte halten Auszeichnungen und Urkunden. Alle sind formell gekleidet und lächeln in die Kamera. Im Hintergrund sind weiße Tischdecken sichtbar.

Universitäre Berufsbilder kennenlernen

Universitäre Berufsbilder kennenlernen

Eine Gruppe von Kindern sitzt an einem Tisch in einem modernen Raum mit großen Fenstern. Zwei Erwachsene stehen lächelnd daneben. Im Hintergrund ist ein Bildschirm zu sehen. Die Szene wirkt freundlich und einladend.

Was bedeutet eigentlich Arbeiten an einer Uni und was genau macht eine Professorin? Das morgendliche Programm drehte sich darum, universitäre Berufsbilder kennenzulernen.

 

Sechs Kinder von Mitarbeitenden der Universität Liechtenstein durften am Nationalen Zukunftstag einen Blick in den Hochschulbetrieb werfen. Nach der Begrüssung durch Rektor Christian Frommelt erläuterte die Professorin und Dekanin der Business Law School, Alexandra Butterstein, den Kindern, wie man eine akademische Laufbahn einschlägt und was es bedeutet, an einer Universität zu forschen und zu unterrichten. Dabei gab sie den interessierten Kindern auch einen Einblick in ihren Berufsalltag und beantwortete ihre Fragen.

 

Danach durften die Kinder Bibliotheksluft schnuppern: Die Schülerinnen und Schüler erhielten einen Einblick in die Universitätsbibliothek und erfuhren von der Leiterin der Bibliothek, Ekaterina Vardanyan, welche Aufgaben sie als Bibliothekarin hat.

 

Nach einem stärkenden Mittagessen in der Cafeteria der Universität führte Professor Urs Meister, Leiter der Fachgruppe «Handwerk & Struktur» der School of Architecture, die jungen Besucherinnen und Besucher über den Campus und den neuen Standort Ebaholz. Dabei nahm er sie auf eine spannende Reise in die vielfältigen Karrieremöglichkeiten in der Architektur und dem Innenausbau mit.

 

Durch den Tag begleitet wurden die Kinder von der stellvertretenden Personalleiterin, Martina Haas. Ob einige der Teilnehmenden zukünftig einmal an einer Hochschule studieren werden, bleibt abzuwarten; in jedem Fall erhielten die Kinder einen Einblick in die Welt der Universität, um sich für ihren künftigen Werdegang inspirieren zu lassen.

Eine Gruppe von Kindern sitzt an einem Tisch in einem modernen Raum mit großen Fenstern. Zwei Erwachsene stehen lächelnd daneben. Im Hintergrund ist ein Bildschirm zu sehen. Die Szene wirkt freundlich und einladend.

ANNA – die erste KI-Moderatorin im Campus Radio der Universität Liechtenstein

ANNA – die erste KI-Moderatorin im Campus Radio der Universität Liechtenstein

Andreas Kräätli lächelnd in einem grauen Polohemd hält ein Mikrofon. Im Hintergrund sind verschwommene blaue Strukturen zu sehen.

Das Campus Radio der Universität Liechtenstein setzt auf innovative Technik: ANNA, die erste KI-Moderatorin des Senders, bereichert seit Kurzem das Programm.

 

Seit seiner Gründung im Januar 2022 bietet das Campus Radio Studierenden die Möglichkeit, das Radiomachen und die moderne Audioproduktion direkt zu kennenzulernen. Mit ANNA bringt das Campus Radio als erste Radioplattform der Region künstliche Intelligenz ins Studio – eine spannende Neuerung für die Hörerinnen und Hörer.

 

 

Wer ist ANNA?

 

ANNA ist die neue, künstliche Stimme des Campus Radios. Die KI-Moderatorin stellt Musiktitel vor, kündigt bevorstehende Veranstaltungen an und liefert die Wettervorhersage – alles mit einer klaren, natürlichen Stimme. Diese speziell entwickelte KI sorgt für Abwechslung und zeigt, wie moderne Technik das Hörerlebnis bereichern kann.

 

 

Campus Radio als Innovationsprojekt

 

Für das Team des Campus Radios ist der Einsatz von KI ein innovativer Schritt. Moderne Technologien und kreative Ideen sind ein zentraler Teil ihres Konzepts. Dank des Engagements der Studierenden, die das Projekt neben dem Studium betreiben, konnte ANNA erfolgreich eingeführt werden.
«Der Erfolg des Campus Radios ist das Ergebnis des grossartigen Einsatzes aller Teammitglieder, die das Radio von Anfang an aufgebaut haben und bis heute mitgestalten. Ein herzlicher Dank an alle, die zu diesem innovativen Projekt beitragen», erklärt Andreas Krättli, Dozent des Campus Radios.

 

 

Praxisnahes Lernen für Studierende

 

Das Campus Radio gibt Studierenden der Universität Liechtenstein die Möglichkeit, praktische Medienerfahrung zu sammeln. Hier lernen sie alles von der Sendungsplanung über das Führen von Interviews bis hin zur Audioproduktion – immer mit einem starken Bezug zu Liechtenstein und zur Universität. Die Programme des Campus Radios sind über Radio und Online-Plattformen zugänglich und erreichen so ein breites Publikum.

 

 

KI als Zukunftsthema im Campus Radio

Die Einführung von ANNA ist nur der Anfang. Im kommenden Semester plant das Campus Radio, die Einsatzmöglichkeiten von KI weiter zu erkunden. In Zusammenarbeit mit Medienexperten und durch kritische Auseinandersetzungen sollen die Studierenden KI und Medien weiter erforschen. Das Campus Radio bleibt am Puls der Zeit – reinhören lohnt sich!

 

Weitere Informationen zum Campus Radio der Universität Liechtenstein unter www.campusradio.li.

Andreas Kräätli lächelnd in einem grauen Polohemd hält ein Mikrofon. Im Hintergrund sind verschwommene blaue Strukturen zu sehen.
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«Klein, aber leistungsstark»

«Klein, aber leistungsstark»

Die Bibliothek der Universität Liechtenstein wurde zum ersten Mal Gastgeberin für die Tagung des Vereins Regio Bodenseebibliotheken. Rund 20 Bibliotheksleitende aus vier Ländern im Grossraum Bodensee und Alpenrhein nahmen an der Sitzung im Auditorium teil.

 

Die Bibliothek der Universität Liechtenstein ist seit der Gründung Mitglied im Verein Regio Bodenseebibliotheken. Dem Verein gehören 40 verschiedenartige Bibliotheken an. Die Bandbreite lässt sich an folgender Auflistung ablesen: Zentralbibliothek Zürich, Universitätsbibliothek St. Gallen, Bibliotheken Schaffhausen, grosse deutsche Stadt- und Hochschulbibliotheken um den Bodensee, Vorarlberger Landesbibliothek, Bibliothek der FH Vorarlberg, drei Liechtensteinische Bibliotheken bis hin zur Kantonsbibliothek Graubünden. Der Verein unterhält zwei Datenbanken zur Literatur der Bodenseeregion. Die Datenbank «Bodensee-Zeitschriften» entstand 2008 als ein von Interreg IV Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein gefördertes Projekt. Dabei wurden durch Bibliotheken in Baden-Württemberg, Bayern, Liechtenstein, der Schweiz und Vorarlberg ca. 350.000 Seiten regionaler Kernzeitschriften digitalisiert. Die zweite Datenbank beinhaltet die Euregio-Bodensee-Bibliographie mit Nachweisen von über 100.000 Büchern, Aufsätzen aus Zeitschriften und Sammelwerken zu Themen, Orten und Personen des Bodenseeraumes.

 

 

Small and powerful

 

Unter dem Motto «Klein, aber leistungsstark» stellten sich die drei Liechtensteinischen Bibliotheken im ersten Vortragsblock der Tagung vor. Dabei gingen sie auf die aktuellen Herausforderungen und deren Lösungsansätze ein. Das Jahr 2024 wurde zu einem wesentlichen Wendepunkt nicht nur für die Universitätsbibliothek, sondern für das gesamte Bibliothekswesen des Landes. Der bisherige, stark veraltete Online-Katalog des Liechtensteinischen Bibliotheksverbunds wurde durch ein neues Verwaltungsprogramm abgelöst. Dies ermöglichte dem Verbund, fokussiert auf das öffentliche Publikum, eine moderne Suchoberfläche anzubieten. Auch die Universitätsbibliothek konnte durch ihren Anschluss an die Swiss Library Service Platform (kurz SLSP) mit swisscovery.li nicht nur einen topmodernen Discovery-Service anbieten, sondern mit dem SLSP-Buchkurier die Literaturversorgung der Universität bereichern und um 40 Mio Titel exorbitant erweitern. Im zweiten Vortragsblock stellte Oliver Thiele: SHAI - die Digitale Assistenz der Bibliotheken Schaffhausen vor, die mithilfe der Künstlichen Intelligenz entwickelt wurde. Die Tagung fand mit einem Architekturrundgang, geführt durch Johannes Herburger, einen gebührenden Ausklang.

 

Die zum Teil weite Anreise nach Vaduz hat sich für alle Teilnehmenden mit Sicherheit gelohnt. Sie lobten sowohl die gute Organisation und Gastfreundlichkeit als auch die spannenden Vorträge und die Möglichkeit, die Universität Liechtenstein und ihre Bibliothek näher kennenzulernen.

Seminar «Cybercrimes» in Tiflis, Georgien

Seminar «Cybercrimes» in Tiflis, Georgien

Seminarraum mit Studierenden und Dozenten, die an einem Cybercrime-Seminar teilnehmen. Die Teilnehmenden sitzen auf roten Stühlen in einem modernen Raum mit geometrischem Teppichmuster und futuristischer Beleuchtung.

Das «Institute of Georgian, German and International Criminal Law» an der University of Georgia (Tbilissi/Tiflis) unter der Leitung von Prof. Dr. Bachana Jishkariani lud erneut Prof. Dr. Konstantina Papathanasiou im Rahmen eines Erasmus+ Mobility Agreement ein, dort ein Seminar in deutscher Sprache zum Thema «Cybercrimes» zu veranstalten.

 

Vom 21. bis 25. Oktober 2024 hatte Prof. Papathanasiou, Inhaberin der Professur für Wirtschaftsstrafrecht, Compliance und Digitalisierung, die Gelegenheit, Georgien erneut zu besuchen. Das Seminar stiess auf grosses Interesse: Über 40 motivierte Studierende lernten die Cyberkriminalität sowie die Herausforderungen im Bereich Kryptowährungen kennen. Insbesondere wurden spezifische Cybercrime-Delikte aus dem liechtensteinischen Strafgesetzbuch (StGB) präsentiert, wie der widerrechtliche Zugriff auf Computersysteme nach § 118a StGB, das missbräuchliche Abfangen von Daten nach § 119a StGB, die Datenbeschädigung nach § 126a StGB, der Datendiebstahl nach § 131a StGB sowie der betrügerische Datenverarbeitungsmissbrauch nach § 148a StGB. Die Veranstaltung wurde vom georgischen Mitleiter des Seminars, Prof. Jishkariani, simultan ins Georgische übersetzt.

 

Wie im vergangenen Jahr wurden die Teilnehmenden durch ein Wettbewerbsverfahren ausgewählt. Beworben hatten sich Bachelor-, Master- und Promotionsstudierende von rechtswissenschaftlichen Fakultäten aller akkreditierten Universitäten in Georgien. Nach Abschluss des Seminars erhielten alle Teilnehmenden ein Teilnahmezertifikat. Die erfolgreiche Kooperation zwischen der Universität Liechtenstein und der University of Georgia wird weiterhin fortgeführt.

Seminarraum mit Studierenden und Dozenten, die an einem Cybercrime-Seminar teilnehmen. Die Teilnehmenden sitzen auf roten Stühlen in einem modernen Raum mit geometrischem Teppichmuster und futuristischer Beleuchtung.

Jetzt bewerben: Bank Frick vergibt Stipendium für Blockchain- und FinTech-Studiengänge an der Universität Liechtenstein

Jetzt bewerben: Bank Frick vergibt Stipendium für Blockchain- und FinTech-Studiengänge an der Universität Liechtenstein

Modernes Gebäude der Universität Liechtenstein mit Glasfassade, umgeben von grüner Wiese und Bergen im Hintergrund. Eine Kuh grast im Vordergrund.

Im Rahmen ihrer Kooperation mit der Universität Liechtenstein vergibt Bank Frick ein Stipendium zur kostenfreien Teilnahme am Zertifikatsstudiengang Blockchain und FinTech oder am CAS Blockchain und FinTech. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 13. Dezember 2024, das Studium beginnt am 09. Januar 2025.

 

Die Studienprogramme in Blockchain und FinTech wurden von der Universität Liechtenstein auf Initiative von Bank Frick ins Leben gerufen und haben sich bereits etabliert. Der Fokus liegt dabei auf der praxisnahen Vermittlung von Kenntnissen zur technologischen Neugestaltung bestehender finanzwirtschaftlicher Systeme.

 

Studierende erlangen fundierte Kenntnisse der neuen vernetzten Systeme und deren Auswirkungen auf neue Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten. Das praxisnahe Wissen ist breit gefächert und bietet einen umfassenden Überblick über technologische, rechtliche und steuerliche Aspekte. Der Unterricht findet in Deutsch statt. Weitere Informationen sind unter https://www.uni.li/de/innovative-finance verfügbar.

 

 

Bewerbung und Auswahlmöglichkeiten für das Stipendium

 

Interessierte, die ihr Wissen über die Zukunftstechnologie Blockchain vertiefen, mehr über innovative Geschäftsmodelle und Kooperationen erfahren und ausgewiesene Expertinnen und Experten der Krypto-Finanzwelt kennenlernen wollen, können sich ab sofort unter bankfrick.stipendium@uni.li bewerben. Erforderlich sind ein Motivationsschreiben von maximal 300 Wörtern sowie ein Lebenslauf (eine Seite). Bewerbungsschluss ist der 13. Dezember 2024, 24.00 Uhr. Bewerbende, welche die Zugangsvoraussetzungen erfüllen, haben freie Wahl zwischen einer Teilnahme am ZS Blockchain und FinTech oder am CAS Blockchain und FinTech. Für den CAS ist hierbei der Nachweis eines abgeschlossenen Hochschulstudiums erforderlich. Neben abweichenden Prüfungsaufgaben umfasst der CAS eine zusätzliche schriftliche Abschlussarbeit (Umfang 2 ECTS, ca. 60 Arbeitsstunden).

 

 

Grosszügige Unterstützung durch Bank Frick

 

Das Stipendium deckt die vollständige Teilnahmegebühr inklusive aller Unterlagen ab, im Fall des ZS Blockchain und FinTech 9’200 Franken, für den CAS Blockchain und FinTech CHF 10’900. Die Studienleitung bedankt sich bei Bank Frick für die grosszügige Unterstützung.

 

 

Teilnahmebedingungen und Datenschutz

 

Das Stipendium deckt alle anfallenden Gebühren des Zertifikatsstudiengangs Blockchain und FinTech oder CAS Blockchain und FinTech ab. Nicht gedeckt sind allfällige Reise- und Unterbringungskosten sowie Gebühren im Falle von Prüfungswiederholungen. Bewerbungen werden bis 13. Dezember 2024 24:00 Uhr, berücksichtigt. Die Vergabe des Stipendiums unterliegt dem Entscheid der Universität Liechtenstein und Bank Frick. Sie ist nicht anfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Über die Vergabe des Stipendiums wird keine Korrespondenz geführt, und das Stipendium ist nicht übertragbar. Eine Barauszahlung und/oder andere Arten der Kompensation ist/sind ausgeschlossen. Die Stipendiatin bzw. der Stipendiat erklärt sich vorab bereit, für Werbemassnahmen von Bank Frick bzw. der Universität Liechtenstein zur Verfügung zu stehen und eine Einwilligung zur Publikation von Bildern und Videos zu unterzeichnen. Die Daten sämtlicher nicht berücksichtigter Bewerberinnen und Bewerber werden nach Bekanntgabe der Stipendienvergabe gelöscht und nicht weiterverwertet.

 

 

Bewerbungen per E-Mail an bankfrick.stipendium@uni.li
Weiterführende Informationen unter www.uni.li/innovative-finance 

Modernes Gebäude der Universität Liechtenstein mit Glasfassade, umgeben von grüner Wiese und Bergen im Hintergrund. Eine Kuh grast im Vordergrund.
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