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Familienunternehmen langfristig sichern – aber wie?

Familienunternehmen langfristig sichern – aber wie?

Eine Gruppe von Studierenden und Dozenten des LL.M.-Executive-Masterstudiengangs im Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht der Universität Liechtenstein posiert auf einer Treppe im Freien. Sie sind Teil des I&F Family Wealth Preservation Awards. Im Hintergrund sind Pflanzen und eine Gebäudefassade zu sehen.

Mit dieser Fragestellung haben Studierende im LL.M.-Executive-Masterstudiengang im Gesellschafts-, Stiftungs-, und Trustrecht der Universität Liechtenstein im Rahmen einer Case Study die Chance auf ein Preisgeld von insgesamt 9'000 Schweizer Franken. Damit ist der Startschuss gefallen für den I&F Family Wealth Preservation Award – einer gemeinschaftlichen Initiative der Universität Liechtenstein und des in Vaduz ansässigen Treuhandunternehmens Industrie- und Finanzkontor Ets.

 

Mit dem I&F Family Wealth Preservation Award bietet sich Studierenden des LL.M.-Executive-Masterstudiengangs im Gesellschafts-, Stiftungs-, und Trustrecht die einmalige Möglichkeit, vertieft Einblick in das liechtensteinische Treuhandwesen zu nehmen. Der Award wird in Form eines Wettbewerbs durchgeführt, bei dem ein praxisnahes Fallbeispiel bearbeitet wird und vielseitige Aspekte zu beleuchten sind. Im Zentrum der diesmaligen Aufgabenstellung steht ein Familienunternehmen, das in dritter Generation geführt wird. Dieses Familienunternehmen soll derart strukturiert und ausgerichtet werden, dass:

 

  • es auch für kommende Generationen erhalten bleibt,
  • von Familienmitgliedern weitergeführt werden kann,
  • die Entscheidungsbefugnis der Familie gewahrt bleibt,
  • das Familienunternehmen über die Zeit flexibel an nicht vorhersehbare äussere Entwicklungen angepasst werden kann und
  • das gute familiäre Verhältnis intakt bleibt.

 

Die Aufgabenstellung verdeutlicht, dass für eine erfolgreiche Vermögensstrukturierung nicht nur rechtliche Aspekte entscheidend sind, sondern stets darüber hinausgehende Überlegungen angestellt werden müssen. Der I&F Family Wealth Preservation Award ermöglicht einen wichtigen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Die Preisträger werden im Dezember 2025 von einer Fachjury ausgewählt. Ihre Lösungsansätze werden sie anlässlich einer feierlichen Preisverleihung, die für den 26. Januar 2026 eingeplant ist, der breiten Öffentlichkeit präsentieren.

 

Statement I.D. Gisela Bergmann, Prinzessin von und zu Liechtenstein, CEO und geschäftsführende Verwaltungsrätin von Industrie- und Finanzkontor Ets.: «Mit dem I&F Family Wealth Preservation Award schärfen wir das Verständnis für die liechtensteinische Treuhandtätigkeit. Die Kernaufgabe eines Treuhänders liegt darin, komplexe Vermögenssituationen aus einer umfassenden und objektiven Perspektive zu betrachten und Vermögen derart zu strukturieren, dass es langfristig erhalten, zweckgebunden ausgerichtet und über mehrere Generationen weitergeführt werden kann. Die liechtensteinische Treuhandtätigkeit umfasst viel mehr, als das blosse Gründen von Rechtsträgern. Mit dem I&F Family Wealth Preservation Award ermöglichen wir Studierenden, sich mit den facettenreichen Erfordernissen, die an eine Treuhandtätigkeit gestellt werden, auseinanderzusetzen und das Bewusstsein für eine treuhänderische Tätigkeit zu stärken.»

 

Statement Prof. Dr. Alexandra Butterstein, LL.M., Studiengangsleiterin des Executive Master of Laws (LL.M.) im Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht: «Wir freuen uns sehr über das grosse Interesse am I&F Family Wealth Preservation Award, der unseren Studierenden nun bereits zum sechsten Mal die wertvolle Möglichkeit bietet, ihr im Executive Master of Laws (LL.M.) im Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht erworbenes Wissen praxisnah anzuwenden. Diese Gelegenheit, einen vielseitigen und komplexen Fall aus der Vermögensstrukturierungspraxis sowohl wissenschaftlich als auch praktisch zu bearbeiten, ergänzt den Studiengang ideal. Der I&F Family Wealth Preservation Award bereitet die Teilnehmenden gezielt auf die Anforderungen an einen langfristigen Vermögenserhalt vor, eine Expertise, die sie in ihrer täglichen Arbeit benötigen.»

Eine Gruppe von Studierenden und Dozenten des LL.M.-Executive-Masterstudiengangs im Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht der Universität Liechtenstein posiert auf einer Treppe im Freien. Sie sind Teil des I&F Family Wealth Preservation Awards. Im Hintergrund sind Pflanzen und eine Gebäudefassade zu sehen.

BEST-RECRUITERS-Studie 2024/25: Hilti führt zum zweiten Mal in Folge im Liechtenstein-Ranking

BEST-RECRUITERS-Studie 2024/25: Hilti führt zum zweiten Mal in Folge im Liechtenstein-Ranking

Vier Personen stehen vor einem Hintergrund mit dem Logo "Best Recruiters". Eine Person hält ein Zertifikat mit der Aufschrift "Branchen­sieger Best Recruiter 2024/25". Eine andere Person hält ein Schild mit dem gleichen Logo. Alle lächeln in die Kamera.

Die aktuelle BEST-RECRUITERS-Studie 2024/25 nimmt zum zwölften Mal die Recruiting-Qualität der rund 450 grössten Unternehmen und Institutionen in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein unter die Lupe – und liefert ein differenziertes Bild.

 

Am 2. April wurden in Zürich die aktuellen Recruiting-Trends präsentiert sowie die BEST RECRUITERS des Landes gekürt. Mit herausragenden Ergebnissen in allen Kategorien erzielt die Helsana Versicherungen AG den diesjährigen Gesamtsieg. Unter den rund 150 Gästen befanden sich HR-Veranwortliche, Führungskräfte der grössten Arbeitgeber des Landes und Beiräte Prof. Dr. Marco Furtner, Professor für Entrepreneurship und Leadership, Universität Liechtenstein, und Kuno Ledergerber, ehemaliger Leiter Zentrum für Human Capital Mangement, ZHAW.

 

 

Die Hilti AG erzielt Platz 8 im Gesamtranking

 

Von den 31 Branchensiegern stammen drei aus dem Fürstentum: Die Hilti AG nimmt den ersten Platz in der Branche Industrie ein, in der Branche KFZ setzt sich die thyssenkrupp Presta AG gegen den Schweizer Mitbewerb durch. Die Ivoclar Vivadent AG kann die Branche Pharma/Biotechnologie/Medizinaltechnik für sich entscheiden.

 

Während TikTok und Videocontent weiter auf dem Vormarsch sind und auch die Usability deutliche Fortschritte macht, fallen die Ergebnisse bei der Sicherheit, Leadership-Kommunikation und Reaktionsgeschwindigkeit auf Bewerbungen teils ernüchternd aus.

 

 

Deutliche Schwächen bei Cybersicherheit

 

Nur 6 % der Karriere-Websites sind technisch gegen Datenabgriff abgesichert. Wichtige Massnahmen wie Security Header oder verschlüsselte Verbindungen fehlen bei der überwiegenden Mehrheit – eine alarmierende Lücke, gerade in Zeiten zunehmender Datenschutzanforderungen. Auch die Ladezeiten von mobilen Karriere-Websites sind fast flächendeckend zu lang und strapazieren die Geduld.

 

 

Anfragen junger Interessierter bleiben bei mehr als der Hälfte unbeantwortet

 

Ein fiktiver 17-Jähriger schrieb eine E-Mail mit der Bitte um Kennenlern- und Schnuppermöglichkeiten für erste Berufserfahrungen oder eine Lehrstelle. Die Regionale Arbeitsvermittlung (RAV) unterstütze ihn mit einem Motivationssemester, im Zuge dessen er diese Aufgabe erhalten habe. 59 % der Unternehmen antworteten nicht, nur 29 % reagierten innerhalb von drei Werktagen. Ein dramatischer Rückschritt gegenüber dem Vorjahr von 32 Prozentpunkten. Im Vorjahresszenario der Anfrage erkundigte sich ein Bewerber nach dem Status seiner Bewerbung. Diese Anfrage wurde deutlich häufiger beantwortet.

 

 

Leadership ist kaum Thema in Stellenanzeigen

 

Lediglich 2 % der untersuchten Inserate enthalten Aussagen zum Führungsstil. Auf Karriere-Websites thematisieren nur drei von zehn Arbeitgebern Leadership in verschiedenen Dimensionen. Bei knapp einem Fünftel der Arbeitgeber wird spezifisch auf die Führungskräfte-Ausbildung eingegangen; klare Führungsgrundsätze finden sich nur auf 14 % der Websites. Erfahrungsberichte von Führungskräften finden sich auf nur 4 % der Seiten – und sind dort meist wenig divers.

 

 

Videoinhalte boomen und Social Media ist etabliert

 

72 % der Karriere-Websites setzen inzwischen auf Videos. Auch in Stellenanzeigen zeigt sich Bewegung: Bereits jede fünfte Anzeige enthält Videomaterial. Besonders erfreulich: Drei Viertel der eingesetzten Videos fokussieren auf konkrete Tätigkeiten und Arbeitsinhalte, statt nur Image-Werbung zu betreiben.

 

Instagram wird von 49 % der Arbeitgeber genutzt, TikTok verzeichnet mit 17 % einen Anstieg um sechs Prozentpunkte. Auch YouTube wird häufiger bespielt. X verzeichnet einen weiteren Rückgang und ist nur noch bei 6% der Arbeitgeber im Einsatz. Das Gegenstück: LinkedIn wird nach wie vor fast flächendeckend genutzt. Weniger erfreulich: Das Community-Management hinkt hinterher. Die Interaktionsraten der Arbeitgeber auf LinkedIn und Instagram liegen unter 10 %.

 

 

Mehr Struktur und bessere Auffindbarkeit

 

Die Usability von Online-Stellenanzeigen hat sich stark verbessert (von 52 % auf 71 %). Dies ist mitunter durch die erstmalige Einbeziehung der technischen Analyse der Stellenmärkte bedingt. Auch die Auffindbarkeit mobiler Karriere-Websites über Suchmaschinen wurde deutlich optimiert – allerdings sind die Ladezeiten weiterhin zu lang.

 

 

Die Top-3-Recruiter 2024/25 im Fürstentum Liechtenstein

 

1.      Hilti AG

2.      thyssenkrupp Presta AG

3.      Ivoclar Vivadent AG

Vier Personen stehen vor einem Hintergrund mit dem Logo "Best Recruiters". Eine Person hält ein Zertifikat mit der Aufschrift "Branchen­sieger Best Recruiter 2024/25". Eine andere Person hält ein Schild mit dem gleichen Logo. Alle lächeln in die Kamera.

Universität Liechtenstein in Kooperation mit «the prosperity company AG»

Universität Liechtenstein in Kooperation mit «the prosperity company AG»

Vier Personen stehen lächelnd vor einer Präsentationsfolie mit der Aufschrift "LAB: Sustainability, Prosperity, and Provision, 18. March 2025". Sie befinden sich in einem modernen Raum mit Holzvertäfelung.

Langfristige Vorsorgeprodukte mit Impact-Komponenten für nachhaltige Entwicklung erzielen tendenziell eine bessere Performance als vergleichbare konventionelle Anlagen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Universität Liechtenstein an repräsentativ ausgewählten Vorsorgeportfolios mit europäischem bzw. globalem Fokus, die im Rahmen des «LAB on Sustainability, Prosperity, Provision» von Wissenschaftlern der Universität Liechtenstein durchgeführt wurde.

 

Das LAB on Sustainability, Prosperity, Provision wurde im April 2024 als Kooperationsprojekt der Universität Liechtenstein mit «the prosperity company AG», dem Spezialanbieter für innovative Wohlstandsplanung und Altersvorsorgelösungen, gegründet. Im Fokus steht die Erforschung der Auswirkungen von Impact Investments im Rahmen verschiedener Anlageportfolios sowie die Steuerungsmöglichkeiten für Profitabilität, Risikostreuung und Verbesserungen für Mensch und Umwelt.

 

Die empirischen Analysen der aktuellen Studie belegen, dass Fondsportfolios mit Impact-Komponenten für einen globalen und einen europäischen Investitionsschwerpunkt nach einer Filterung im Hinblick auf die Gesamtkostenquote der Fonds tendenziell eine bessere finanzielle Performance im Vergleich zu ihren Benchmarks mit ausschliesslich konventionellen Anlagen aufweisen. In der Untersuchung schnitten sowohl Fonds nach SFDR-Artikel 8 als auch Artikel-9-Fonds besser als ihre Vergleichsgruppen ab. Zusätzliche Performanceverbesserungen erzielten Fonds mit einem ESG-Rating über 70. Simulierte Kundenportfolios auf Basis der Studienergebnisse zeigten zudem, dass sich Impact-Komponenten generell positiv auf die Leistung von Altersvorsorgeprodukten auswirken. Gesamtstrategien, die Fonds nach SFDR-Klassifizierung, niedrigen Gesamtkosten, Diversifizierung und verfügbarer Fondsauswahl selektierten, erzielen der Untersuchung zufolge das beste Risiko-Rendite-Verhältnis.

 

Im Rahmen des Forschungsprojekts unter der Leitung von Prof. em. Dr. Marco Menchetti und Dr. Othar Kordsachia, Vertreter der Professur für Sustainable Finance and Investments, werden die Auswirkungen von Impact Investments als Komponenten verschiedener Anlage-Portfolios wissenschaftlich untersucht und auf empirischer Basis Handlungsempfehlungen abgeleitet. The prosperity company AG beteiligt sich als exklusiver Partner finanziell, mit Expertise und weiteren Ressourcen an dem Projekt, um mit den Ergebnissen innovative neue Ansätze für ein profitables und nachhaltig ausgewogenes Vermögensmanagement zu gewinnen.

 

Christoph Böckle, CEO the prosperity company AG, erläutert: «Durch die Zusammenarbeit mit der renommierten Universität Liechtenstein im Rahmen des LAB on Sustainability, Prosperity, Provision konnten wir wissenschaftliche Evidenz für unseren Portfolio-Ansatz gewinnen: Nachhaltige Investments zahlen sich gerade bei der Altersvorsorge und Vermögensbildung doppelt aus: Für verlässliche Renditen und für unseren Planeten.»

 

Dr. Othar Kordsachia, Assistenzprofessor, Vertreter der Professur für Sustainable Finance & Investments, ergänzt: «Mit dem gemeinsamen LAB brachten die Professur für Sustainable Finance & Investments und the prosperity company AG akademisches Know-how und praktische Anwendung zusammen, um zukunftsorientierte Lösungen für nachhaltige Vorsorge zu erarbeiten. Aus den Ergebnissen geht hervor, welche Kriterien für die Fondsauswahl am besten geeignet sind, um die Nachhaltigkeits- und Renditeziele der Kunden in der privaten Altersvorsorge zu erfüllen.»

 

 

Über the prosperity company AG

Die digitale Finanzgruppe prosperity entstand 2016 um die zukunftsorientierte Lebensversicherungs-Gesellschaft Liechtenstein Life Assurance AG. Mit innovativen Ideen und Lösungen entwickelt sie ein ganzheitliches digitales Ökosystem für renditestarke Altersvorsorge, Vermögens- und Nachfolgeplanung.

 

Neben Liechtenstein Life vervollständigt das Unternehmen prosperity solutions AG als innovativer Insurtech-Hub für die Akquise und Betreuung von Vertriebspartnern sowie die Verwaltung von Endkunden die Wertschöpfung der Gruppe. Als Holdinggesellschaft sorgt the prosperity company AG für die effiziente Verwaltung und strategische Steuerung der Beteiligungen.

 

Mit einem Netzwerk von über 1'000 Vertriebspartnern betreut die prosperity Gruppe rund 100'000 Endkunden. Über 120 Mitarbeitende in Liechtenstein, Zürich, Berlin und Lissabon halten die Unternehmensgruppe seit Jahren mit zukunftsweisenden Lösungen auf konstantem Erfolgskurs.

 

 

Der Report ist hier einsehbar: bit.ly/TPC_UNI_Report

Vier Personen stehen lächelnd vor einer Präsentationsfolie mit der Aufschrift "LAB: Sustainability, Prosperity, and Provision, 18. March 2025". Sie befinden sich in einem modernen Raum mit Holzvertäfelung.

Weiterbildung im Treuhandwesen: Diplomstudiengang startet mit neuer Kooperation

Weiterbildung im Treuhandwesen: Diplomstudiengang startet mit neuer Kooperation

Gruppenfoto von Studierenden des Diplomstudiengangs Treuhandwesen an der Universität Liechtenstein, die auf einer Steintreppe im Freien stehen. Die Gruppe besteht aus Männern und Frauen in formeller Kleidung, umgeben von grüner Vegetation.

Am 24. März 2025 startete erneut der Diplomstudiengang Treuhandwesen an der Universität Liechtenstein mit 40 Studierenden. Die Professur für Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht bietet diese spezifische, praxisnahe Weiterbildung an, um die Teilnehmenden gezielt auf eine qualifizierte Tätigkeit in der Treuhandbranche vorzubereiten. Dabei werden umfassende Fachkenntnisse in den Bereichen Recht, Steuern, Betriebswirtschaft sowie Vermögensverwaltung und Anlageberatung vermittelt.

 

Der Diplom- sowie der Zertifikatsstudiengang Treuhandwesen, die beide auch als Vorbereitung für die Treuhänderprüfung dienen, erfreuen sich seit Jahren grosser Beliebtheit und spiegeln sowohl die Attraktivität des Studienangebots als auch die hohe Wettbewerbsfähigkeit der liechtensteinischen Treuhandbranche wider. Diese zeichnet sich durch eine hohe Wertschöpfung und Krisenresistenz aus und bildet eine tragende Säule der liechtensteinischen Wirtschaft. Die Betreuung nationaler und internationaler Mandantinnen und Mandanten erfordert ein tiefgreifendes Wissen in sämtlichen rechtlichen, wirtschaftlichen, steuerlichen sowie sozialen Aspekten. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, verbindet der Diplomstudiengang Treuhandwesen wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen Inhalten, die von Expertinnen und Experten aus der Praxis vermittelt werden.


In diesem Jahr kommt es erstmalig zu einer Zusammenarbeit mit der VP Bank. So können Mitarbeitende der VP Bank im Rahmen des Diplomstudiengangs ausgewählte Lektionen besuchen. Der spezifische Weiterbildungsbedarf der VP Bank, insbesondere in ihrer Funktion als Intermediärbank, wird durch diesen massgeschneiderten Weiterbildungskurs optimal abgedeckt.

Gruppenfoto von Studierenden des Diplomstudiengangs Treuhandwesen an der Universität Liechtenstein, die auf einer Steintreppe im Freien stehen. Die Gruppe besteht aus Männern und Frauen in formeller Kleidung, umgeben von grüner Vegetation.

Gastvortrag Karsten Neugebauer: Wie ein deutsches Unternehmen zum grössten KI-Exit Europas wurde

Gastvortrag Karsten Neugebauer: Wie ein deutsches Unternehmen zum grössten KI-Exit Europas wurde

Im Rahmen der Vorlesung «AI Strategy, Management und Governance» der Universität Liechtenstein hielt Karsten Neugebauer, ehemaliger CEO von G2K, einen inspirierenden Gastvortrag zum Thema «How a Germany-based company became Europe’s biggest AI Exit». Die Veranstaltung wurde von Assoz. Prof. Dr. Benjamin van Giffen organisiert und bot den Studierenden wertvolle Einblicke in die Welt der KI-Start-ups und insbesondere auch deren Skalierungspotenzial.

 

Karsten Neugebauer teilte die beeindruckende Geschichte, wie er und sein Mitgründer das deutsche KI-Startup G2K zum größten KI-Exit Europas entwickelten. G2K wurde im Jahr 2023 vom amerikanischen Technologiegiganten ServiceNow übernommen. Der Vortrag war reich an Erkenntnissen und lieferte viele persönliche Einblicke in den Aufbau und die Skalierung eines KI-getriebenen Start-ups sowie den damit verbundenen Herausforderungen.

 

Drei Erkenntnisse standen hierbei besonders im Fokus:

  1. «Show, don't tell»: In ihren Kundenpräsentationen setzte sich G2K gegenüber bekannten Technologiegiganten durch, indem sie ihr KI-Angebot greifbar machten. Anstatt nur Ergebnisse zu versprechen, zeigten sie praktisch, wie ihre Lösung funktioniert und demonstrierten so den Wert für potenzielle Kunden.
  2. Externer statt interner Wettbewerb: Im Gegensatz zu Grossunternehmen, wo der Wettbewerb oft auch zwischen Abteilungen stattfindet, müssen Start-ups einen klareren und starken Fokus auf die gemeinsame Zielsetzung beibehalten. Der Erfolg von G2K beruht darauf, dass das Unternehmen als kohärentes Team funktionierte, in denen Teams ihre Energie «nach aussen» richten, um dem Wachstumsdruck und den Herausforderungen des Marktes zu begegnen, anstatt sie durch interne Politik zu verlieren.
  3. Die Skalierbarkeit von KI-Anwendungen mitdenken: Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor ist die Fokussierung auf KI-Anwendungsfälle mit hohem Skalierungspotenzial. G2K demonstrierte frühzeitig, wie ihre KI-Lösungen über mehrere Anwendungen hinweg Return-on-Investment (ROI) liefern können – und stellte so die entscheidende Verbindung von Daten zu einem positiven Geschäftswert her. Dies ist insbesondere in Zeiten des KI-Hypes eine fundamental wichtige Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz von KI.

 

Die Veranstaltung bot eine hervorragende Gelegenheit für Studierende, aus erster Hand zu erfahren, wie europäische KI-Startups auf globaler Ebene erfolgreich sein können. Der Gastvortrag ergänzte die theoretischen Grundlagen der Vorlesung und ermöglichte allen Teilnehmenden, praktische Einblicke in die Herausforderungen und Chancen der aktuellen Entwicklungen im KI-Umfeld zu gewinnen.

 

Die Vorlesung «AI Strategy, Management and Governance» unter der Leitung von Assoz. Prof. Dr. Benjamin van Giffen ist Teil des Masterstudiengangs Information Systems an der Universität Liechtenstein und unterstreicht die Bedeutung und das Engagement der Universität, den Studierenden aktuelles und praxisrelevantes Wissen im Bereich der Künstlichen Intelligenz zu vermitteln.

Student der Universität Liechtenstein gewinnt den Talent Pitch Switzerland 2025

Student der Universität Liechtenstein gewinnt den Talent Pitch Switzerland 2025

Am Abend des 3. März 2025 fand im Volkshaus Zürich die dritte Ausgabe des Talent Pitch Switzerland statt – ein Wettbewerb, der vielversprechenden Jungunternehmern aus der Schweiz und Liechtenstein eine Bühne bietet. Vor über 400 Live-Zuschauern sowie einem Online-Publikum von mehr als 1000 Teilnehmern traten 13 Start-ups führender Universitäten und Hochschulen gegeneinander an.

 

Jede der teilnehmenden Gründerinnen und Gründer hatte drei Minuten Zeit, um die eigenen innovativen Geschäftsideen einer hochkarätigen Expertenjury zu präsentieren. Diese bestand in diesem Jahr aus Thomas Dübendorfer, Penny Schiffer, Jürg Schwarzenbach und Roberta Massa – allesamt erfahrene Investorinnen und Unternehmer.

 

Nach den Kurzpräsentationen qualifizierten sich drei herausragende Start-ups für eine vertiefte Q&A-Runde:
Reverso Therapeutics (Universität Genf) – Entwicklung der nächsten Generation von Blutverdünnungsmitteln
PlaynVoice (Fachhochschule Nordwestschweiz) – KI-basierte Lösung für automatisierte klinische Dokumentation
Nepsos (Universität Liechtenstein) – Revolutionäre low-emission Bremsen, die bis zu 80 % weniger Emissionen verursachen als herkömmliche Stahlbremsen.

 

 

Erster Platz für Nepsos und Marco Eichberger

 

Nach einem intensiven Wettbewerb überzeugte das Start-up Nepsos, gegründet von Marco Eichberger, die Expertenjury und sicherte sich den ersten Platz. Sein innovativer Ansatz für emissionsarme Bremsscheiben zeigt eindrucksvoll, wie technologische Innovationen aktiv zur Nachhaltigkeit beitragen können. «Es ist grossartig zu sehen, wie gut unsere Studierenden durch den Masterstudiengang Entrepreneurship & Management auf ihre Zukunft als Unternehmerinnen und Unternehmer vorbereitet werden – nicht nur für die Gründungsphase, sondern über den gesamten Lebenszyklus eines Unternehmens hinweg», so Prof. Dr. Marco Furtner von der Universität Liechtenstein.

 

Besonders inspirierend war auch der Vortrag von Muriel Schreck (ETH Zürich), die 2024 mit ihrem Start-up qCella den Wettbewerb gewann. Sie berichtete darüber, wie der Talent Pitch Switzerland ihr Türen öffnete und ihr Unternehmen auf das nächste Level brachte.

 

Wir gratulieren Marco Eichberger und Nepsos herzlich zum Gewinn des Talent Pitch Switzerland 2025 und wünschen viel Erfolg für die Zukunft!

Preisverleihung für beste «Case Study» im Wirtschaftsstrafrecht

Preisverleihung für beste «Case Study» im Wirtschaftsstrafrecht

Sechs Personen stehen in einem modernen Raum vor einem Banner der Universität Liechtenstein. Zwei Personen halten Glastrophäen. Die Gruppe lächelt in die Kamera. Im Hintergrund sind große Fenster und Pflanzen zu sehen.

Am 11. März 2025 fand die feierliche Preisverleihung für das 9. Modul „Case Studies“ des Executive Master of Laws (LL.M.) im Wirtschaftsstrafrecht statt.

 

Das beste Team wurde von Schwärzler Rechtsanwälte mit einem Geldpreis von 5000 CHF und einem Glass Award für seine herausragende Leistung ausgezeichnet. Die Preise wurden feierlich an Lorenz Öhri, MSc., Dr. iur. Sandra Francesca Lazzarini und Dr. Guido Lazzarini überreicht. Es freut uns auch besonders, dass hier die erfolgreiche Zusammenarbeit von Tochter und Vater prämiert werden konnte.

Die Case Studies sind ein echtes Highlight des LL.M.-Programms unter der Leitung von Prof. Dr. Konstantina Papathanasiou, LL.M. und zeigen, wie gezielte Weiterbildung Fachkompetenz für die Praxis vermittelt.

Ein herzliches Dankeschön an Dr. Hannah Blecha, LL.M., und MMag. David Karl Jandrasits, LL.M., von Schwärzler Rechtsanwälte für die grossartige Zusammenarbeit.

Sechs Personen stehen in einem modernen Raum vor einem Banner der Universität Liechtenstein. Zwei Personen halten Glastrophäen. Die Gruppe lächelt in die Kamera. Im Hintergrund sind große Fenster und Pflanzen zu sehen.

Digitale Nähe: Wie authentische Beziehungen in sozialen Netzwerken entstehen

Digitale Nähe: Wie authentische Beziehungen in sozialen Netzwerken entstehen

Eine im Journal of the Association for Information Systems, einem der führenden Journals im Bereich Information Systems, veröffentlichte Studie unter Beteiligung von Assoz. Prof. Dr. Johannes Schneider von der Liechtenstein Business School richtet den Fokus auf einen bisher oft vernachlässigten Aspekt: die Qualität der Beziehungen in sozialen Netzwerken.

 

Während soziale Netzwerke oft als Plattformen für den Austausch und die Interaktion wahrgenommen werden, untersuchen die Autoren, wie tiefgehend und qualitativ hochwertig diese Beziehungen tatsächlich sind.

 

Durch die Analyse von über 440.000 nicht privater Messages in Social-Media-Netzwerken identifizieren die Forscher vier Schlüsselfaktoren für eine hohe Beziehungsqualität: Persönlichkeit, Neugier, Respekt und Teilen. Diese Faktoren tragen dazu bei, dass sich digitale Interaktionen echter und wertvoller anfühlen – ähnlich wie in persönlichen Gesprächen.

 

Die Studie mit dem Titel «Capturing the ‘Social’ in Social Networks» zeigt, dass soziale Netzwerke nicht nur durch ihre Struktur, sondern vor allem durch die Qualität der Interaktionen zwischen den Nutzenden definiert werden. Dies hat wichtige Implikationen für Unternehmen und Plattformbetreibende: Ein bewussteres Design von Social-Media-Umgebungen könnte dazu beitragen, Beziehungen zu stärken und den digitalen Austausch menschlicher zu gestalten.

 

Die Veröffentlichung in einem  Journal mit höchstem Ranking (A* in ABDC-Ranking) unterstreicht die wissenschaftliche Exzellenz und den globalen Einfluss der Forschung – ein bedeutender Erfolg für die Universität Liechtenstein!

 

Weitere Informationen zur Studie: "Capturing the “Social” in Social Networks: The Conceptualization and E" by Christian Meske, Iris Junglas et al.

Würdigung für studentische Arbeiten

Würdigung für studentische Arbeiten

Die Universität Liechtenstein freut sich, dass zwei ihrer Architekturstudierenden für ihre Arbeiten zur Bauwerkserhaltung von der sia Fachgruppe für die Erhaltung von Bauwerken (FEB) ausgezeichnet wurden. Die jährlich vergebene "Auszeichnung FEB" würdigt fundierte Ansätze im Umgang mit bestehenden Bauwerken.

 

In Jahr 2024 wurden 62 Arbeiten eingereicht und von einer Fachjury bewertet. Die FEB vergab zwei Hauptpreise und fünf Anerkennungen mit einem Gesamtpreisgeld von 4'500 CHF.

 

Die Arbeiten von Antonia Trager «Traditionen zurückbringen - la mucca podolica» und Anna Stricker «Amphiorama – the view of the world from here, casa di miele» wurden von der Jury gewürdigt. Die Arbeiten entstanden im Rahmen des Entwurfsunterrichts unter der Leitung von Alberto Alessi und Anna Lohs.

 

Die Liechtenstein School of Architecture gratuliert den Preisträgerinnen und bedankt sich bei der sia Fachgruppe für die Erhaltung von Bauwerken für die Anerkennung dieser Leistungen.

Künstliche Intelligenz zur Früherkennung von Bankenkrisen: Forschungsteam der Universität Liechtenstein präsentiert interessante Ergebnisse

Künstliche Intelligenz zur Früherkennung von Bankenkrisen: Forschungsteam der Universität Liechtenstein präsentiert interessante Ergebnisse

Drei Männer in Anzügen stehen vor einem Schild der Universität Liechtenstein. Im Hintergrund ist ein Banner mit der Aufschrift "Weiterbildung" zu sehen.

Im Rahmen des renommierten Finance Forum Liechtenstein präsentierte Prof. Dr. Michael Hanke gemeinsam mit den Doktoranden der Universität Liechtenstein Merlin Bartel und Sebastian Petric aktuelle Forschungsergebnisse zu einem hochaktuellen Thema: dem Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) zur Vorhersage von Bankenkrisen. Der Workshop stiess auf grosses Interesse bei Fachpublikum und Investoren gleichermassen.

 

Das Forscherteam der Universität Liechtenstein nutzte als Fallstudie die US-Regionalbankenkrise des Jahres 2023. Diese diente als Beispiel dafür, wie maschinelles Lernen effektiv eingesetzt werden kann, um potenzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren. Mithilfe moderner KI-Modelle analysierten die Wissenschaftler eine Vielzahl makroökonomischer und bankenspezifischer Daten, um Warnsignale zu erkennen, die auf bevorstehende Marktverwerfungen hindeuten.

 

Besonders eindrucksvoll war die praktische Relevanz der Ergebnisse: Das Modell ist nicht nur in der Lage, Krisenpotenzial zu erkennen, sondern kann auch konkrete Handlungsempfehlungen für Investoren ableiten. So zeigte sich, dass ein Investor, der den Signalen des Modells folgt, bei drohenden negativen Marktentwicklungen frühzeitig aus dem Markt aussteigen kann. Dies führt nicht nur zu einer Reduktion des Verlustrisikos, sondern verbessert auch massgeblich die Kennzahlen des Portfolios – insbesondere das Endvermögen und die Sharpe Ratio.

 

Die vorgestellten Ergebnisse unterstreichen die wachsende Bedeutung datengetriebener Methoden im Finanzwesen. Sie zeigen eindrucksvoll, wie wissenschaftliche Forschung dazu beitragen kann, den Finanzmarkt robuster und krisenresistenter zu gestalten. Das Projekt ist ein Beispiel für die erfolgreiche Verbindung von Theorie und Praxis und ein weiteres Indiz für die innovative Forschung an der Universität Liechtenstein im Bereich Finanzökonomie und KI.

Drei Männer in Anzügen stehen vor einem Schild der Universität Liechtenstein. Im Hintergrund ist ein Banner mit der Aufschrift "Weiterbildung" zu sehen.
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