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Outstanding Artist Award für Martin Mackowitz

Outstanding Artist Award für Martin Mackowitz

Auf dem Bild ist Martin Mackowitz, Hochschuldozent an der Liechtenstein School of Architecture zu sehen.

Martin Mackowitz, Hochschuldozent an der Liechtenstein School of Architecture, wurde im Juli 2024 mit dem "Outstanding Artist Award 2024" in der Kategorie "Experimentelle Tendenzen in der Architektur" ausgezeichnet. Mackowitz ist bekannt für seinen innovativen Ansatz im Bereich des Lehmbaus und ökologischen Bauens. Seine Arbeit umfasst Konzepte für Umbau, Rückbau und zirkuläres Bauen, die eine positive gesellschaftliche Transformation unterstützen. Darüber hinaus ist er Mitglied des Unternehmens "Lehm Ton Erde", das von Martin Rauch gegründet wurde und Mitbegründer von "Erden Studio" und "Lehmit". Ebenso ist er Mitinitiator des neu gegründeten Earth Hubs an der Universität Liechtenstein.

 

Die Auszeichnung würdigt Mackowitz’ Beitrag zur Architektur, die nicht nur ästhetische, sondern auch soziale und ökologische Aspekte berücksichtigt, und seine Bemühungen um eine nachhaltigere Bauweise. Wir gratulieren herzlich zu dieser Auszeichnung!

 

Mehr Details finden Sie auf der Website des Österreichischen Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport.

Auf dem Bild ist Martin Mackowitz, Hochschuldozent an der Liechtenstein School of Architecture zu sehen.

Erasmus-Days-Veranstaltung an der Universität Liechtenstein

Erasmus-Days-Veranstaltung an der Universität Liechtenstein

Im Rahmen der Erasmus-Days-Woche lud die Universität Liechtenstein in Zusammenarbeit mit der Agentur für internationale Bildungsangelegenheiten (AIBA) am 17.10.2024 zu einer inspirierenden Veranstaltung, die ganz im Zeichen der internationalen Bildungskooperation stand.

 

Der Erasmus Day an der Universität Liechtenstein wurde mit zwei Ansprachen eröffnet: Dr. Christian Frommelt, Rektor der Universität Liechtenstein, und Dr. Stefan Sohler, Leiter der Agentur für internationale Bildungsangelegenheiten, hoben dabei die herausragende Bedeutung des Erasmus-Programms für Liechtenstein hervor. Sie betonten besonders die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der Universität und der AIBA, die es ermöglicht, Studierenden und Forschenden wertvolle internationale Austauschmöglichkeiten zu bieten.

 

Ein Höhepunkt des Tages war die Vorstellung von insgesamt 10 Projekten, die vielfältige und innovative Ideen präsentierten. Die vorgestellten Projekte zeigten die Bandbreite und das Potenzial der Erasmus+-Programms.

 

Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen an diesem Event teil, das sowohl informative Beiträge als auch im Anschluss beim Apéro eine willkommene Gelegenheit für Networking bot. Zahlreiche anregende Gespräche machten deutlich, dass das Interesse an weiteren Kooperationen und neuen Projektideen gross ist – vielleicht entstehen hieraus bereits die nächsten Erasmus-Projekte.

 

Insgesamt war die Veranstaltung ein voller Erfolg, der die wichtige Rolle des Erasmus-Programms für Liechtenstein unterstrich. Wir freuen uns schon jetzt auf die Erasmus Days im kommenden Jahr und sind gespannt auf die zukünftigen Projekte, die sich entwickeln werden.

Willkommen Timothy Allen und Ronan Crippa an der Universität Liechtenstein!

Willkommen Timothy Allen und Ronan Crippa an der Universität Liechtenstein!

Seit dem 1. September 2024 bereichern die beiden jungen Architekten Timothy Allen und Ronan Crippa das Team der Liechtenstein School of Architecture als Praxisdozierende im Grundlagenstudio des Bachelorstudiengangs Architektur.

 

Beide im Rheintal verwurzelt, führen sie in Grabs nicht nur ihr Architekturbüro, sondern engagieren sich auch aktiv für mehr Baukultur in ihrer Heimatregion. Mit Leidenschaft widmen sie sich den Themen Umbau und Wiederverwendung, Ökologie und CO2-Einsparung sowie behutsamer Siedlungsentwicklung –mit einem Fokus auf Konstruktion, Atmosphäre und baukulturellem Engagement.

 

Ihr Ansatz? Sie experimentieren gerne mit Material und Konstruktion, immer auf der Suche nach neuen Wegen, Architektur lebendig und nachhaltig zu gestalten. Kein Wunder, dass sie bereits grosse Aufmerksamkeit in der Architekturwelt erregen: Allen + Crippa wurden im September 2024 mit der ‹Wilden Karte #7› des Magazins "Hochparterre" ausgezeichnet, einem renommierten Wettbewerb für Architektinnen und Architekten unter 40 Jahren. Der Preis sichert ihnen einen Platz im selektiven Wettbewerb für die Wohnsiedlung Spichermatt der Logis Suisse AG in Stans – ein wichtiger Meilenstein auf ihrem spannenden Weg.

 

Wir freuen uns, diese beiden innovativen Köpfe an der Universität Liechtenstein begrüßen zu dürfen und sind gespannt auf die Impulse, die sie in Lehre und Praxis setzen werden!

RIBA Re-Akkreditierung erfolgreich auf allen Programmstufen

RIBA Re-Akkreditierung erfolgreich auf allen Programmstufen

Die Liechtenstein School of Architecture (LSA) hat den Bachelor-, Master- und Doktorats- Studiengang bereits 2018 erstmal durch RIBA (Royal Institute of Architecture) akkreditieren lassen. Nun bestätigt die LSA ihre Leistung mit einer sehr erfolgreichen Re-Akkreditierung 2024.

 

Die Liechtenstein School of Architecture ist weiterhin eine von wenigen Institutionen weltweit, welche die RIBA-Akkreditierung für alle Programmstufen erhalten hat.

 

Die RIBA prüft und akkreditiert weltweit Architekturschulen, eine Akkreditierung gilt als Gütesiegel und Qualitätssicherungsinstrument. Sie dient zusätzlich der eigenen Reflexion und der kritischen Hinterfragung laufender Prozesse.

 

 

Vor-Ort-Prüfung der Studiengänge

 

Die RIBA-Gutachtenden sind Professorinnen und Professoren von führenden Architekturhochschulen in Grossbritannien. Zusammen mit einer Vertretung der RIBA-Agentur besuchte ein sechsköpfiges Team die Universität Liechtenstein im Juni dieses Jahres für zwei Tage und prüften die Architekturstudiengänge eingehend. Zusätzlich zu den detaillierten Unterlagen wurden die Abschlussarbeiten, Modelle und Portfolios der Studierenden und die Doktorarbeiten aus den Forschungsgruppen begutachtet.

 

 

Begeistert vom Studienangebot und der School

 

Die RIBA-Gutachtenden zeigten sich in ihrem Abschlussbericht begeistert von der Liechtenstein School of Architecture. Sie sprachen von einem einzigartig inspirierenden Arbeitsumfeld, das den Studierenden eine hervorragende Studienerfahrung und Ausbildung bietet und würdigt die Selbstreflexion und Qualitätsstrategie, die im neuen Curriculum kulminieren
Das neu revidierte Curriculum (mit Start September 2024) wurde ebenfalls kritisch geprüft und als sehr zukunftsorientiert angesehen – es beinhaltet die relevanten Herausforderungen einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Architekturpraxis, und verbindet Theorie und Praxis vorbildlich.
«Die Liechtenstein School of Architecture ist eine kleine Schule, aber ihre Qualität und Ausrichtung ist auf Augenhöhe mit den Grossen», betonten die RIBA-Gutachtenden.

 

 

Qualitätssiegel auf internationalem Stand

 

Der Dekan der School of Architecture, Prof. Dr. Daniel Stockhammer, erklärt: «Die RIBA-Akkreditierung bestätigt die hohe Qualität der Architekturprogramme anhand internationaler Kriterien. Wir sind stolz, sechs Jahre nach der ersten Akkreditierung, eine solch positive Rückmeldung vom Expertengremium zu erhalten.»
Zudem profitieren die Architekturstudierenden an der Universität Liechtenstein von der RIBA-Akkreditierung, indem sie neben dem Bachelor-Abschluss, Master-Abschluss und dem Doktorat zusätzlich die Bezeichnung RIBA-Part 1 für den Bachelor und RIBA-Part 2 für den Master führen dürfen. Dies bringt ihnen grosse Vorteile beim Einstieg in den Arbeitsmarkt und bei der Anerkennung der Abschlüsse durch andere Architekturhochschulen in Europa, ja weltweit.

Krieg ist eine Sackgasse - Ein «Verkehrsschild der Gerechtigkeit» an der Universität Liechtenstein

Krieg ist eine Sackgasse - Ein «Verkehrsschild der Gerechtigkeit» an der Universität Liechtenstein

Im Rahmen der Aktion «Verkehrsschilder der Gerechtigkeit» lud die Universität Liechtenstein am Mittwoch, 16. Oktober 2024, zu Vorträgen und einem Stehlunch ein.

 

In Zusammenarbeit mit Benjamin Kuchelmair, einem Alumnus der Universität Liechtenstein, wurde das Schild «Krieg ist eine Sackgasse» erworben, feierlich vorgestellt und eingeweiht. Kuchelmair erklärte: «Wie im Strassenverkehr führen manche Wege unweigerlich in eine Sackgasse, aus der es kein Vorankommen gibt. Ergreifen wir gemeinsam die Chance zur Kehrtwende, um entschlossen den Weg des Friedens durch Zusammenarbeit zu finden, statt allein in der Sackgasse zu verharren.»

 

Dr. Christian Frommelt, Rektor, beleuchtete das Thema Krieg aus politikwissenschaftlicher Sicht: «Der ‹Demokratische Frieden›, also die Erkenntnis, dass Demokratien untereinander keine Kriege führen, gilt als einziges empirisches Gesetz in den ansonsten unvorhersehbaren internationalen Beziehungen. Daher ist es entscheidend, Demokratien zu schützen und demokratiefördernde Institutionen zu unterstützen.»

 

Die Motive der «Verkehrsschilder der Gerechtigkeit» wurden von dem Künstler Johannes Volkmann sowie von Kindern und Jugendlichen aus neun verschiedenen Ländern entwickelt. Die Schilder wurden in grosser Stückzahl produziert, um in künstlerischen Projekten in ganz Europa ihre Wirkung zu entfalten. Sie sollen auf die Werte unserer offenen und freien Gesellschaft hinweisen.

 

Auf Initiative von Gaudenz Ambühl entstand das «Konzept Liechtenstein», das eine breite Einbindung aller interessierten Initiativen und Institutionen des Landes ermöglicht. Ziel ist es, die «Verkehrsschilder der Gerechtigkeit» dauerhaft an öffentlichen Orten wie Rathäusern, Schulen, Firmen oder Kirchen in Liechtenstein aufzustellen, um sie nachhaltig im gesellschaftlichen Bewusstsein zu verankern. Das Schild «Krieg ist eine Sackgasse» erhält auf dem Campus der Universität Liechtenstein einen dauerhaften Standort.

Einblick in Forschungs- und Erasmus+ Projekte

Einblick in Forschungs- und Erasmus+ Projekte

Menschen stehen in einem Auditorium der Universität Liechtenstein und unterhalten sich vor Ausstellungstafeln. Die Atmosphäre ist lebhaft, und die Veranstaltung scheint gut besucht zu sein.

Am Donnerstag, 17. Oktober, lädt die Universität Liechtenstein die Bevölkerung herzlich zu einer spannenden Veranstaltung ein, bei der interessante Projekte vorgestellt werden, die durch das Erasmus+ Programm und den Forschungsförderungsfonds der Universität unterstützt werden. Die Veranstaltung findet von 17 bis 18.30 Uhr im Auditorium der Universität Liechtenstein statt.

 

Im Rahmen der jährlichen Erasmus+ Days werden verschiedene Projekte präsentiert, die das Erasmus+ Programm in Liechtenstein gefördert hat. Dieses Programm bietet Bürgern und Bürgerinnen, Studierenden, Forschenden und Unternehmen in ganz Europa die Möglichkeit, grenzüberschreitend zu studieren, zu arbeiten, sich weiterzubilden und neue Ideen zu entwickeln. Für Liechtenstein steht im Jahr 2024 ein Budget von 5,42 Millionen Euro zur Verfügung, um solche Projekte zu unterstützen.

 

Gleichzeitig nutzen Forschende der Universität die Gelegenheit, ihre durch den Forschungsförderungsfonds Liechtenstein (FFF) geförderten Projekte vorzustellen. Seit 2002 unterstützt der FFF innovative Forschungsvorhaben und wissenschaftliche Spitzenleistungen mit einer jährlichen Fördersumme von 1 Million Franken. Der aktuelle Förderzeitraum läuft bis 2026.

 

Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung erwartet eine breite Auswahl an interessanten Themen. So wird unter anderem ein Projekt vorgestellt, das es den Teilnehmenden ermöglicht, spielerisch die Welt des Investmentmanagements kennenzulernen, wobei der Fokus auf nachhaltigen Anlagen liegt. Ein weiteres Projekt zeigt, wie sogenannte Micro Credentials zur Anerkennung von Fähigkeiten in der Berufsbildung eingesetzt werden können. Auch das Thema Mobilitäten wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

 

Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr mit Vorträgen und ab ca. 17.45 Uhr haben Besuchende die Möglichkeit, im Rahmen einer Posterpräsentation direkt mit den Projektleitenden ins Gespräch zu kommen und sich über die verschiedenen Projekte zu informieren. Der Abend wird von einem Apéro begleitet.

 

 

Die Veranstaltung ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen wird jedoch um eine Anmeldung gebeten: Zur Anmeldung. Kommen Sie vorbei und entdecken Sie, was in der Forschung und Bildung in Liechtenstein passiert!

Menschen stehen in einem Auditorium der Universität Liechtenstein und unterhalten sich vor Ausstellungstafeln. Die Atmosphäre ist lebhaft, und die Veranstaltung scheint gut besucht zu sein.

Earth-Hub-Symposium: Aushub ist ein hochwertiger Rohstoff

Earth-Hub-Symposium: Aushub ist ein hochwertiger Rohstoff

Die Liechtenstein School of Architecture (LSA) lud am 11. Oktober 2024 zum ersten Earth-Hub-Symposium ein. Die Veranstaltung brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Architektur, Forschung und der regionalen Wirtschaft zusammen. Ziel war es, Innovationen im Lehm-Holzbau zu zeigen und die technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Potenziale ökologischer Baustoffe zu erfassen.

 

«800 Deckenelemente aus Stampflehm und Holz haben wir direkt in einer Feldfabrik auf der Baustelle HORTUS in Basel hergestellt», erzählt Martin Rauch, der Lehmbau-Pionier aus Schlins, der sich als Lehrbeauftragter regelmässig an der Universität Liechtenstein einbringt. «In diesem Projekt haben die Architekten Herzog und de Meuron etwas Ungewöhnliches gemacht: Sie hatten sämtliche Innovatoren am Anfang zusammengeholt.» Die Aufgabenstellung lautete, ein Nullenergiehaus herzustellen, das selbst zum Kraftwerk würde. In drei Jahrzehnten solle der Bürokomplex jene Energie kompensiert haben, die im Moment für den Bau aufgewendet wird. Gesagt, geplant, getan. Mitte 2025 wird das Vorzeige-Areal in Basel bezugsfertig sein.

 

«Bei HORTUS haben wir gemerkt, wie selbstverständlich wir hier in der Region Forschung, Entwicklung, und Praxis im Bau miteinander verbinden», so Martin Mackowitz vom Team um Martin Rauch, der auch seit zehn Jahren an der Universität Liechtenstein lehrt. Diese Herangehensweise stelle sich in Anbetracht der Klimaziele als enormer Standortvorteil heraus.

 

 

Earth Hub an Symposium eröffnet

 

Um das Potenzial ökologischer Baustoffe langfristig und in Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Gesellschaft zu heben, lud Mackowitz zu einem Symposium ein, das den Earth Hub eröffnete. Rund 40 internationale Gäste aus Unternehmen, Forschung und Bau tauschten sich am Freitag an der Universität Liechtenstein und während einer Exkursion aus. Mit dabei waren unter anderem Regina Steck, Lenum, Karin Jehle, Amt für Umwelt, Constantin Frommelt, Zimmerei Frommelt, und Flurina Seger, Stiftung Lebenswertes Liechtenstein.

 

Herbert Zech, Geschäftsführer von RTB Rheintal Baustoffe in Bendern, führt aus: «Ich bin mit Baustoffen gross geworden. Daher interessieren mich die Neuerungen, die die Kollegen von der Universität in Sachen Bau mit uns ausloten. Martin Rauch und Martin Mackowitz haben mir gezeigt, dass Aushub nicht gleich Abfall sein muss. Sondern dass er ein wertvoller Rohstoff für hochmoderne Bauten aus Stampflehm ist! Einen beträchtlichen Teil des Bodens unter unseren Füssen in Liechtenstein kann man für diese nachhaltige Art zu bauen verwenden. Und zugleich das Volumen der Aushub-Deponien in Grenzen halten.» Beim Ausheben einer Baugrube kann also ein Material gewonnen werden, das einer sinnvollen lokalen Verwertung zugeführt wird, vielleicht sogar für das gleiche Bauvorhaben, betont Zech.

 

Der neue Earth Hub an der Liechtenstein School of Architecture setzt sich zum Ziel, die Forschung und Praxis im klimafreundlichen Bauen in den nächsten Jahren interdisziplinär voranzutreiben. Man will das Wissen vom Elfenbeinturm hinaustragen ins Vierländereck und nach Europa: «Uns eint die Begeisterung für technische Innovation und für unsere wertvolle Natur», so Martin Mackowitz, Koordinator des neuen Earth Hubs an der Universität Liechtenstein.

ERCIS Workshop: Call for Exchange on Teaching Innovation in Higher Education

ERCIS Workshop: Call for Exchange on Teaching Innovation in Higher Education

Der alljährliche Workshop des Netzwerks des European Research Center for Information Systems (ERCIS) fand vom 23. bis 25. September 2024 in Viterbo (IT) statt. Gastgeber war Prof. Alessio Maria Braccini.

 

Im Rahmen des jährlichen Treffens der Mitglieder des ERCIS-Netzwerks referierte Assoz. Prof. Dr. Benjamin van Giffen, Professor für Information Systems und Digitale Innovation, über die Initiierung eines Dialogs und Erfahrungsaustauschs zwischen den ERCIS-Partnern über die Entwicklung innovativer Lehrformate an der Schnittstelle von menschlicher und künstlicher/digitaler Innovation. Angestrebt werden internationale Kooperationsformate mit der Zielsetzung, gesellschaftlich breit verfügbare Ansätze für die Vermittlung von Human-Centered Design-Methoden und -Prozessen, insbesondere des Design Thinkings, für die Generierung digitaler Innovationen, insbesondere KI-basierter digitaler Innovationen weiterzuentwickeln und anzupassen. 

 

Das Netzwerk des European Research Center for Information Systems (ERCIS) ist eine dynamische internationale Kooperation von Forschungseinrichtungen und Unternehmen im Bereich der Wirtschaftsinformatik. Die Mitglieder des ERCIS-Netzwerks treffen sich einmal jährlich an einer der Partnerinstitutionen, um aktuelle Themen zu diskutieren, neue Mitglieder vorzustellen sowie gemeinsame Forschungs- oder Lehraktivitäten zu planen. Das Netzwerk umfasst Personen aus der Wissenschaft, Unternehmensvertretende und Partnerinnen u d Partner aus mehr als 25 Ländern, was die Möglichkeit gibt, aktuelle Herausforderungen auf dem Weg zu einem digitalen Europa aus einer multidisziplinären und internationalen Perspektive anzugehen. Das ERCIS-Netzwerk wird geleitet von Prof. Dr. Dr. h.c. Jörg Becker (Universität Münster) und Prof. Dr. Jan vom Brocke (Universität Münster und Gastprofessor an der Universität Liechtenstein). 

 

https://www.ercis.org

Vierter Intensivkurs «Internationales Sanktionenrecht»

Vierter Intensivkurs «Internationales Sanktionenrecht»

Eine Person hält einen Vortrag in einem Seminarraum der Universität Liechtenstein. Im Hintergrund ist eine Präsentationsfolie zu sehen. Rechts steht ein Roll-Up mit der Aufschrift "LL.M. Wirtschafts-Strafrecht". Teilnehmer sitzen an Tischen und hören zu.

Die Professur für Wirtschaftsstrafrecht, Compliance und Digitalisierung führte am 3. und 4. Oktober 2024 zum vierten Mal den Intensivkurs «Internationales Sanktionenrecht» durch.

 

Nach der Begrüssung der Referierenden und Teilnehmenden durch Prof. Dr. Konstantina Papathanasiou, LL.M., wurde in 7 Vorträgen auf verschiedene Themenbereiche rund um das Internationale Sanktionenrecht eingegangen. Den Beginn machte Dr. Georges Baur (Forschungsbeauftragter im Fachbereich Recht am Liechtenstein Institut, Gamprin-Bendern) mit Erläuterungen zum internationalen Rahmen des liechtensteinischen Sanktionenrechts (UNO-EWR-Verträge mit der Schweiz) und den politischen Dimensionen von Sanktionen.

 

Danach führte Prof. Dr. Konstantina Papathanasiou, LL.M. (Professur für Wirtschaftsstrafrecht, Compliance und Digitalisierung) in das Liechtensteinische ISG ein (Fokus auf die Art. 1-5b und 9 ISG) und erläuterte die Strafbestimmungen der Art. 10 und 11 ISG; dabei lag der Schwerpunkt einerseits auf der Abgrenzung Vorsatz/Fahrlässigkeit und andererseits auf der Verantwortlichkeit juristischer Personen. Konkretisiert wurden die ISG-Strafbestimmungen durch Heranziehung der Strafbestimmungen der Ukraine-VO. Ein Blick auf die EU-Richtlinie 2024/1226 zur Definition von Straftatbeständen und Sanktionen bei Verstoss gegen restriktive Maßnahmen der Union rundete den Vortrag ab.

 

Anschliessend referierte Biba Homsy (Partner und Gründerin Homsy Legal, Genf/Luxemburg) online zu «Practical Issues in Sanctions Law in Luxembourg».

 

Der erste Kurstag endete mit einem Referat von Mag. Piotr Daniel Kocab, LL.M. (Gasser Partner Rechtsanwälte) zum Thema «Die Angst vor der OFAC – Demission als Stiftungsvorstand aufgrund eines Russland-Bezugs? Was ist einem Stiftungsrat zumutbar?».

 

Am zweiten Kurstag präsentierten Dr. Teresa-Christina Macan, Dr. Hannah Blecha, LL.B. und Lic. iur. Alexander Schwartz (Schwärzler Rechtsanwälte) «Praxisfragen zum Sanktionenrecht in Liechtenstein und der Schweiz mit Fokus auf die Sanktionen gegen Russland auf Grundlage der Ukraine-Sanktionsverordnung» und analysierten dabei aktuelle Rechtsprechung und Fälle aus der Praxis.

 

Danach referierte Mag. Piotr Daniel Kocab, LL.M. (Gasser Partner Rechtsanwälte) zum Thema «Over-Compliance. Wie weit schützt das Gesetz?».

 

Den Abschluss machte Gerd König (Financial Crime Prevention LGT, Vaduz) mit einem Vortrag zur Bedeutung und zu dem Geltungsbereich internationaler Sanktionen mit Fokus auf die Beziehungen zwischen der EU und den USA sowie auf die Auswirkungen auf liechtensteinische Banken.

 

Das rege Interesse der zahlreichen Teilnehmenden bestätigte erneut die Notwendigkeit eines vertieften und regelmässigen Austausches zu dieser derart aktuellen wie komplizierten Materie. Der nächste Termin wird am 10. und 11. April 2025 stattfinden.

 

 

Weitere Informationen unter www.uni.li/isg

Eine Person hält einen Vortrag in einem Seminarraum der Universität Liechtenstein. Im Hintergrund ist eine Präsentationsfolie zu sehen. Rechts steht ein Roll-Up mit der Aufschrift "LL.M. Wirtschafts-Strafrecht". Teilnehmer sitzen an Tischen und hören zu.

Universität Liechtenstein und lokale Industrie kooperieren zur Förderung der Gesundheit in der Bauindustrie

Universität Liechtenstein und lokale Industrie kooperieren zur Förderung der Gesundheit in der Bauindustrie

Ein Bauarbeiter kniet auf dem Boden und benutzt einen roten Kombi-Hammer, um eine Wand zu bearbeiten. Im Vordergrund liegen Werkzeuge und Bauutensilien.

Zusammen mit einem Liechtensteiner Industrieunternehmen hat Assoz. Prof. Dr. Johannes Schneider von der Universität Liechtenstein untersucht, wie moderne Technologien die Gesundheit von Bauarbeitenden verbessern können.

 

Ein zentrales Gesundheitsrisiko in der Bauindustrie ist das Hand-Arm-Vibrationssyndrom (HAVS), das durch die Arbeit mit stark vibrierenden Werkzeugen verursacht wird. Bisher gibt es nur begrenzte Möglichkeiten, die Dauer und Intensität der Vibrationsbelastung zu überwachen, insbesondere wenn mehrere Werkzeuge im Einsatz sind.

 

In der Studie analysierte Assoz. Prof. Dr. Johannes Schneider Bewegungsdaten, die während der Nutzung von Kombi-Hämmern mithilfe einer Smartwatch aufgezeichnet wurden. Diese Daten ermöglichten es, präzise festzustellen, mit welcher Intensität und für welche Tätigkeiten die Kombi-Hämmer eingesetzt wurden.

 

Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für zukünftige Massnahmen zur Verhinderung des Hand-Arm-Vibrationssyndroms. So könnte beispielsweise die individuelle Vibrationsbelastungszeit direkt an den Arbeitenden übermittelt werden, um sie vor übermässigem Gebrauch der Werkzeuge zu warnen. Gleichzeitig kann das Planungsbüro von einer aggregierten Übersicht über die Vibrationsbelastung profitieren, was eine effizientere und kostensparende Planung von Aufgaben, Personal und Ausrüstung ermöglicht – und das alles unter Einhaltung der HAVS-Grenzwerte.

 

Die in der Fachzeitschrift «Automation in Construction» veröffentlichte Studie zeigt eindrucksvoll, wie eine enge Zusammenarbeit zwischen Universität und Industrie zu innovativen Lösungen führen kann, von denen beide Partner sowie die gesamte Branche profitieren.

 

 

Details zur Studie: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0926580524004205#d1e1065

 

Altheimer, J., & Schneider, J. (2024). Smart-watch-based construction worker activity recognition with hand-held power tools. Automation in Construction, 167.

Ein Bauarbeiter kniet auf dem Boden und benutzt einen roten Kombi-Hammer, um eine Wand zu bearbeiten. Im Vordergrund liegen Werkzeuge und Bauutensilien.
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