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Internationale Gäste an der Universität Liechtenstein

Internationale Gäste an der Universität Liechtenstein

Anfang Mai 2025 empfing die Universität Liechtenstein drei Gäste von Partnerhochschulen aus aller Welt: Dr. Riann Singh von der University of the West Indies (Trinidad & Tobago), Zineb Adaskou von der Université Internationale de Rabat (Marokko) und Dr. Violeta Toncheva-Zlatkova von der University of National and World Economy (Bulgarien). Während der Staff Training Days gewannen die Besucher vielseitige Einblicke in Forschung, Lehre, Verwaltung und Kultur Liechtensteins.

 

Das dreitägige Programm startete mit einer Einführung von Prof. Dr. Sebastian Stöckl, dem Akademischen Leiter der Undergraduate & Graduate School, und Kurzpräsentationen der Gastuniversitäten. Beim anschliessenden Austausch mit internationalen Studierenden und einer Führung durch Vaduz stand der interkulturelle Dialog im Vordergrund.

 

In den folgenden Tagen begleiteten die Gäste Mitarbeitende der Universität im Rahmen von Job Shadowing und lernten verschiedene Bereiche kennen: die School of Business, den Studienservice, die Forschungsstelle, die Undergraduate und Graduate School, den Rechtsdienst und den Bereich Datenschutz. Besonders bereichernd waren Besuche bei sozialen Einrichtungen wie dem Restaurant Specki und der Institution Agra, die Menschen mit besonderen Bedürfnissen in den Arbeitsalltag integrieren.

 

Ein kulinarisches und kulturelles Highlight bildeten das gemeinsame Kochen der traditionellen Käsknöpfle mit Martha Bühler sowie eine Wanderung zum Turm auf Dux, gefolgt von einer Führung durch das Bildungshaus Stein-Egerta.

 

Die Staff Training Days boten eine wertvolle Gelegenheit für fachlichen Austausch und stärkten die internationalen Partnerschaften der Universität.

Studierende des Bachelor-BWL zu Gast bei Ivoclar in Schaan

Studierende des Bachelor-BWL zu Gast bei Ivoclar in Schaan

Im Rahmen der Vorlesung «Technology and Innovation Management» des Bachelorstudiengangs BWL (Vertiefung Entrepreneurship & Management) stand für die Studierenden dieses Semesters ein Unternehmensbesuch bei der Ivoclar in Schaan auf dem Programm.

 

Neben tagesaktuellen Inputs aus dem Technologie- und Innovations- sowie Projektmanagement des liechtensteinischen Dentalunternehmens konnte die Studierendengruppe der Universität Liechtenstein auch viele Eindrücke aus dem modernen Headquarter inklusive Barista-Kaffeebar-Besuch mitnehmen. Begleitet wurde die Studierendengruppe von Clemens Armellini und Marie Scheuffele (beide von der Professur für Technology & Innovation).

 

Mit der interaktiven Vorstellung eines momentan laufenden Prozessoptimierungsprojektes zur Implementierung einer neuartigen Programat-Sintern-Anlage begann der etwas andere «Vorlesungstag» bei Ivoclar für die Studierenden mit praktischen Einblicken in die internen Innovationsaktivitäten des Unternehmens. Die Gastgeber zeigten den gesamten Weg von der Entstehung der Idee zur Prozessverschlankung über die Ausarbeitung des neuen Konzeptes bis hin zum aktuellen Stand der innovativen Produktionsanlage auf und wurden nicht müde, die interessierten Fragen der Studierenden zu beantworten.

 

Die zweite Hälfte des Vormittags stand anschliessend ganz im Zeichen der Produktinnovation. Hier erhielt die Besuchergruppe spannende Einblicke in das Produktlebenszyklus-Management des Unternehmens und wurde ausserdem durch den Ideengenerierungs- und Evaluierungsprozess von Ivoclar geleitet. In diesem Zusammenhang lernten die Studierenden die wichtigsten Megatrends für Ivoclar kennen und durften erfahren, wie das Unternehmen mit diesen umgeht und sie in den eigenen Technologie- und Industriekontext setzt.

 

Herzlichen Dank an die Ivoclar für die Gastfreundschaft und das interessante Programm, welches sie für die Studierenden zusammengestellt haben.

Prof. Dr. Daniel Stockhammer auf Austauschreise in Georgien

Prof. Dr. Daniel Stockhammer auf Austauschreise in Georgien

Internationale Hochschulpartnerschaft mit der Tbilisi State Academy of Arts

 

Im Rahmen der International-Credit-Mobility-Partnerschaft zwischen der Universität Liechtenstein und der Tbilisi State Academy of Arts reiste Prof. Dr. Daniel Stockhammer, Dekan der Liechtenstein School of Architecture und Leiter der Fachgruppe Bauerbe & Upcycling, im April 2025 für sieben Tage nach Georgien.

 

Der Aufenthalt diente dem institutionellen Austausch sowie der Vertiefung der akademischen Kooperation. Offizielle Gespräche fanden mit dem Rektor und dem Vize-Rektor der TSAA sowie dem International Office statt. Zwei anschliessende Arbeitstreffen mit dem Dekan der Fakultät für Architektur befassten sich mit zukünftigen Kooperationsmöglichkeiten in Forschung und Lehre.

 

 

Fachlicher Austausch und Vortrag zu Upcycling

 

Ein zentrales Element der Reise war der Austausch mit georgischen Professor:innen der Architektur, Studierenden sowie Alumni – darunter der Architekt Giorgi Kurdiani, Absolvent der Universität Liechtenstein und Vertreter einer traditionsreichen georgischen Architektenfamilie, deren Wurzeln bis ins Jahr 1898 zurückreichen.
Prof. Stockhammer hielt zudem einen öffentlichen Vortrag zum Thema Upcycling in der Architektur, welcher auf grosses Interesse bei den Teilnehmenden traf.

 

 

Lokale Baukultur erleben und Netzwerke stärken

 

Begleitet von der Fakultätskoordinatorin Nestan Tsiklauri sowie einer weiteren georgischen Professorin besuchte er bedeutende Beispiele historischer und zeitgenössischer Architektur in und um Tiflis. Auch der Besuch zweier renommierter Architekturbüros und ein intensiver Austausch bot Einblick in die lebendige Architekturszene Georgiens und eröffnete neue Perspektiven für zukünftige Kooperationen. Abgerundet wurde der Aufenthalt durch eine exklusive Führung durch das Goldmuseum von Tiflis.

 

Ein besonderer Dank gilt Mirjana Schädler vom International Office der Universität Liechtenstein sowie Nestan Tsiklauri von der Tbilisi State Academy of Arts für die Koordination dieses internationalen Austauschs.

 

 

Photo Credit: Lizele Osepaishvili-Nemtsova, Tbilisi State Academy of Arts

«Liechtenstein Studio»: Förderung durch die Guido-Feger-Stiftung stärkt nachhaltige Architekturprojekte in Liechtenstein und der Region

«Liechtenstein Studio»: Förderung durch die Guido-Feger-Stiftung stärkt nachhaltige Architekturprojekte in Liechtenstein und der Region

Eine Gruppe von Menschen steht in einer verschneiten Berglandschaft vor traditionellen Holzhäusern. Im Hintergrund sind schneebedeckte Hügel und Nadelbäume zu sehen. Die Szene vermittelt eine winterliche Atmosphäre und zeigt eine Verbindung von Architektur und Natur.

Die Universität Liechtenstein initiiert mit Unterstützung der Stiftung Fürstlicher Kommerzienrat Guido Feger das «Liechtenstein Studio» an der Liechtenstein School of Architecture. Ziel dieses Studios ist es, architektonische und raumplanerische Fragestellungen mit hoher gesellschaftlicher, ökologischer und kultureller Relevanz für Liechtenstein und die Region aufzugreifen.

 

Im Zentrum der Architekturausbildung an der Universität Liechtenstein steht das Entwurfsstudio, in dem Studierende eigenständig Projekte entlang konkreter Aufgabenstellungen entwickeln. Die in jedem Semester neu definierten Themen, Bauplätze und Programme richten sich nach aktuellen Herausforderungen im Bereich Nachhaltigkeit und Raumplanung. Die Unterstützung durch die Guido-Feger-Stiftung fördert gezielt Projekte mit direktem Bezug zu Liechtenstein und dem Alpenrheintal und macht diese öffentlich zugänglich.

 

 

Ein interdisziplinärer Ansatz für nachhaltige Entwicklung

 

Das Liechtenstein Studio verbindet die Expertise verschiedener Fachgruppen der Liechtenstein School of Architecture. Fünf thematische Schwerpunkte tragen dazu bei, nachhaltige Lösungsansätze für die Region zu entwickeln:

 

Urbanismus, Architektur & Gesellschaft
Diese Fachgruppe erforscht die Wechselwirkungen zwischen sozialen Strukturen und gebauten Räumen. Sie entwickelt transdisziplinäre Methoden, um gesellschaftliche Herausforderungen wie Integration und nachhaltige Stadtentwicklung durch Architektur und partizipative Prozesse zu adressieren.

 

Städtebau & Raumentwicklung
Der Fokus liegt auf nachhaltigen Konzepten für Quartiere, Freiräume und Landschaften. Themen wie Klimaanpassung, Biodiversität und ressourcenschonende Planung stehen im Zentrum, um resiliente und lebenswerte urbane Strukturen zu gestalten.

 

Nachhaltiges Bauen
Hier werden umweltfreundliche Entwürfe mit nachhaltigen Materialien und Technologien entwickelt. Der ganzheitliche Ansatz berücksichtigt Energie, Mobilität, Gesundheit und soziale Aspekte, um eine zukunftsfähige Architektur zu fördern.

 

Bauerbe & Upcycling
Diese Fachgruppe widmet sich dem Erhalt, der Weiterentwicklung und Wiederverwendung bestehender Bausubstanz. Sie erforscht Strategien für eine
zirkuläre Bauwirtschaft, um Ressourcen effizient zu nutzen und kreislauforientierte Konstruktionsprinzipien zu etablieren.

 

Handwerk & Struktur
Der Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Material, Konstruktion und Struktur. Durch experimentelle Prototypen und die Zusammenarbeit mit Handwerksbetrieben entstehen innovative Lösungen für eine nachhaltige Architektur.

 

In den Studios arbeiten Studierende gemeinsam mit Dozierenden und gegebenenfalls externen Fachleuten an praxisnahen Konzepten für Liechtenstein und das Alpenrheintal. Die Ergebnisse der Studios werden dokumentiert, veröffentlicht und im Rahmen der Semesterausstellung präsentiert.

 

 

Ein Beitrag zur architektonischen Zukunft Liechtensteins

 

Mit der Förderung des Liechtenstein Studios setzt die Guido-Feger-Stiftung einen klaren Akzent in der Unterstützung nachhaltiger und innovativer Architekturansätze und leistet einen wertvollen Beitrag zur architektonischen Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und Potenzialen der Region.

Eine Gruppe von Menschen steht in einer verschneiten Berglandschaft vor traditionellen Holzhäusern. Im Hintergrund sind schneebedeckte Hügel und Nadelbäume zu sehen. Die Szene vermittelt eine winterliche Atmosphäre und zeigt eine Verbindung von Architektur und Natur.

A Cool School: Die Bahuarwa Primarschule

A Cool School: Die Bahuarwa Primarschule

Nachhaltig gebaut, gemeinsam gestaltet

 

Kurz nach dem Abschluss ihres Architekturstudiums haben Isha und Daniel Haselsberger die NPO «Arch Aid» gegründet, um eine Brücke zwischen ihren kulturellen Hintergründen – Schweiz und Indien – zu schlagen und dabei ihr Wissen für die Umsetzung nachhaltiger Bauten für benachteiligte Menschen in Indien einzusetzen.

 

Die Bahuarwa Primarschule befindet sich im gleichnamigen Ort im indischen Bundesstaat Bihar. Im ärmsten Bundesstaat Indiens haben viele Kinder keinen Zugang zu einer funktionierenden Schule, da die staatlichen Schulen oft nicht in Betrieb sind. Privatschulen wiederum sind für benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu teuer. Zusammen mit der NGO «Bahuarwa Foundation» haben die beiden Architekt:innen deshalb den Bau einer Schule für benachteiligte Kinder und Jugendliche dieses Ortes initiiert und umgesetzt. Die Primarschule wird nun von der lokal ansässigen Bahuarwa Foundation betrieben.

 

 

Bauen im Dialog

 

Nach der Initiierung des Projekts im Frühjahr 2022 haben Isha und Daniel Haselsberger die lokale Baukultur analysiert, zahlreiche Haushalte besucht, Gespräche geführt und Werkstätten angeschaut, um die Einflussfaktoren sich wandelnder Baumethoden besser zu verstehen. Denn statt regenerativer Materialien, wie sie in traditionellen Bauweisen in Bahuarwa noch vereinzelt genutzt werden, kommen heute zunehmend Zement, Stahl und gebrannte Ziegel zum Einsatz. Die Architekt:innen haben sich deshalb früh mit der lokalen NGO darauf geeinigt, dass es bei der Entwicklung der Schule nicht um ein Schwarz-Weiss-Denken, sondern um eine sinnvolle Ergänzung regenerativer und emissionsintensiverer Materialien, traditioneller und neuer Baumethoden gehen soll. Ziel war es, regenerative Materialien so einzusetzen, dass sie von der lokalen Bevölkerung auch akzeptiert werden. Das erforderte die Erstellung eines langlebigen, wartungsarmen, thermisch komfortablen und bezahlbaren Gebäudes, das zudem auch den lokalen Vorstellungen eines zeitgemässen Ausdrucks gerecht wird.

 

Anders als es sich die Architekt:innen gewohnt waren, planten sie für die Bahuarwa Primarschule nicht jedes Detail vor Baubeginn, sondern nur das Fundament, die Tragkonstruktion, das Dach und eine ungefähre Verteilung der Öffnungen. Diese Offenheit ermöglichte es, Konstruktionen und Materialisierungen während des Baus 1:1 mit den Zielgruppen zu entwickeln, anstatt sie mit abstrakten Plänen im Vornherein vorzugeben. Der Bauprozess wurde so zu einem wichtigen Kommunikationsmittel und förderte den gegenseitigen Wissensaustausch.

 

 

Materialwahl mit Mehrwert 

 

Das Gebäude besteht aus einem hohen Sockel aus örtlich produzierten Ziegeln und Stahlbeton, der die Räume vor den regelmässig vorkommenden Überflutungen schützt. Die Tragstruktur von Wänden, Decke und Dach besteht aus Bambus. Die Wände und Decken wurden aus Bambusleisten erstellt. Die vor der Witterung geschützten Innenwände wurden mit einem Mix aus Lehm und Stroh ausgefacht, die Aussenwände erhielten einen Zementputz und einen farbigen Anstrich. Die Innenwände kühlen, während die Aussenwände den Ansprüchen an Dauerhaftigkeit und einen zeitgemässen Ausdruck gerecht werden. Ein weit überstehendes Wellblechdach schützt die Wände vor den intensiven Regenfällen des Monsuns. Ein grosser Luftraum zwischen der Bambusdecke und dem Metalldach wirkt der Hitzestrahlung des sich aufheizenden Metalls entgegen und stellt zusammen mit den Innenwänden aus Lehm ein angenehmes Raumklima sicher. Das Gebäude benötigt dadurch keine Klimaanlage und auch die Deckenventilatoren sind nur an äusserst heissen Tagen in Betrieb. «We have a cool school!», rufen die Kinder stolz, wenn sie auf dem Heimweg verschwitzten Kindern begegnen, die den Tag in überhitzten Klassenzimmern teurer Privatschulen aus Beton und Ziegeln verbringen mussten. Das leichte Metalldach und die Bambuskonstruktion sichern zudem die Erdbebensicherheit des Gebäudes, das sich in der höchsten Risikozone befindet.

 

 

Gemeinsam gestalten

 

Der Gebrauch von Bambus und Lehm reduzierte nicht nur die Baukosten und den ökologischen Fussabdruck, sondern förderte auch die regionale Wertschöpfung und ermöglichte einen inklusiven Bauprozess, an dem Frauen und Männer, Jung und Alt teilhaben konnten. Bis auf drei Bambusexperten stammten alle am Bau beteiligten Personen aus Bahuarwa und den umliegenden Dörfern. Viele von ihnen sind Eltern oder Grosseltern der Kinder, die die Schule nun besuchen.

 

Auch die Kinder und Jugendlichen lieferten ihren Beitrag zur Schule, indem sie Ornamente für die Fassaden und Klassenzimmer entwarfen. Im Fall der Klassenzimmer wurden diese anschliessend von lokalen Lehmexpertinnen als Reliefs an die Wände angebracht, bei den Fassaden als weisse Ornamente auf die blauen Wände gemalt. Auch die Farbgebung entsprang dem Wunsch der Nutzer:innen. Während die natürlich belassenen Lehmwände im Innern des Gebäudes dazu beitragen, dass die Schule «cool» bleibt, stellen die blau gestrichenen Aussenwände sicher, dass die Schule auch «cool» aussieht.

 

 


Photo Credits: Daniel Haselsberger, Isha Haselsberger

Zukunft der Medien im Fokus: Campus Radio der Universität Liechtenstein setzt auf Dialog

Zukunft der Medien im Fokus: Campus Radio der Universität Liechtenstein setzt auf Dialog

Podiumsdiskussion an der Universität Liechtenstein: Fünf Personen sitzen in einem Studio mit gelbem Vorhang und Pflanzen im Hintergrund. Sie diskutieren über Medienvielfalt und künstliche Intelligenz.

In einer neuen Folge des Video-Podcasts zur Zukunft der Medien diskutiert das Campus Radio der Universität Liechtenstein mit ausgewiesenen Fachpersonen die Herausforderungen der heutigen Medienlandschaft. Im Zentrum stehen Themen wie Medienvielfalt, der Einsatz von künstlicher Intelligenz und die Verantwortung des Journalismus in einer zunehmend digitalen Gesellschaft.

 

Jnes Rampone-Wanger, Präsidentin, Liechtensteiner Medienkommission, betont die Bedeutung regionaler Berichterstattung: «Es gibt viele Geschichten im Land, die nur hier erzählt werden können. Lokaler Journalismus stärkt das Identitätsverständnis und fördert das gegenseitige Verständnis innerhalb der Bevölkerung.»

Christian Frommelt, Rektor der Universität Liechtenstein, verweist auf die besonderen Dynamiken kleiner Staaten: «Politische Kommunikation funktioniert hier anders. Sichtbarkeit kann mit wenig Mitteln eine grosse Wirkung erzielen – aber das erfordert präzises Timing und überzeugende Persönlichkeiten.»

Carmen Dahl, Präsidentin des Internationalen Liechtensteiner Presseclubs, äussert sich kritisch zur zunehmenden Nutzung von KI-Stimmen im Medienalltag: «Technologie ersetzt nicht das Menschliche. Besonders im Journalismus ist die zwischenmenschliche Dimension nicht zu unterschätzen – es geht um Vertrauen und Präsenz.»

 

«Gerade in einer Zeit, in der die Medienvielfalt im Land unter Druck steht, war dieser offene Austausch enorm wichtig. Ich danke allen Beteiligten für die konstruktiven und ehrlichen Beiträge – sowie der Universität Liechtenstein für die kontinuierliche Unterstützung. Diese Sendung ist zugleich auch eine inhaltliche Vorbereitung auf die International Radio Days in St. Pölten», betonte Andreas Krättli.
 

Die Produktion entstand in Zusammenarbeit von AK Digital Media und dem Campus Radio der Universität Liechtenstein. Die Episode ist zusätzlich auf campusradio.li, podcasthus.li, SoundCloud sowie im Live-Stream auf campusradioli.airtime.pro verfügbar.

Podiumsdiskussion an der Universität Liechtenstein: Fünf Personen sitzen in einem Studio mit gelbem Vorhang und Pflanzen im Hintergrund. Sie diskutieren über Medienvielfalt und künstliche Intelligenz.

Intensivkurs «The Development of Money Laundering in the 20th and 21st Century»

Intensivkurs «The Development of Money Laundering in the 20th and 21st Century»

Die Professur für Wirtschaftsstrafrecht, Compliance und Digitalisierung führte am 24. und 25. April 2025 den Intensivkurs «The Development of Money Laundering in the 20th and 21st Century» durch.

 

Die Professur konnte dafür einen renommierten Experten aus dem Vereinigten Königreich gewinnen: Simon Lord ist Gründer und Leiter von «protect AML Services», UK, und Senior Advisor bei «Financial Transparency Advisors», Wien. Er war viele Jahre lang Financial Investigator und Strategic Intelligence Analyst bei der «National Crime Agency» (NCA), UK, und hat dadurch grosse Erfahrung als Finanzermittler.

 

In diesem Intensivkurs erläuterte Simon Lord, wie sich das Verständnis von Geldwäscherei (Money Laundering) und die Ansätze zu ihrer Bekämpfung im Laufe der Zeit entwickelt haben. Es wurde der Übergang von relativ einfachen Techniken wie dem Bargeldschmuggel zu modernen Methoden wie der Verwendung von Kryptowährungen analysiert. Dabei zeigte Simon Lord detailliert Techniken und Funktionen von sog. «Informal Value Transfer Services» und «Trade Based Money Laundering» auf.

 

Darüber hinaus zeichnete er nach, wie internationale Standards, Gesetzgebung und Strafverfolgungspraktiken an diese Bedrohungen angepasst wurden, einschliesslich eines Überblicks über UN-Konventionen, FATF-Empfehlungen und das Wachstum von öffentlich-privaten Partnerschaften. Zum Abschluss teilte der Referent noch eine Case Study und seine persönlichen Erfahrungen aus dem Bereich der EncroChat-Ermittlungen mit den Teilnehmenden.

 

Der Kurs fand auf Englisch statt.

„Bauen im Blick“ – Triesenberg im Fokus des neuen Video-Podcasts

„Bauen im Blick“ – Triesenberg im Fokus des neuen Video-Podcasts

Mit der ersten Folge des neuen Video-Podcasts «Bauen im Blick» startet das Campus Radio der Universität Liechtenstein eine spannende Gesprächsreihe rund ums Bauen im alpinen Raum. Im Fokus der Premiere: die Gemeinde Triesenberg, ihre Projekte und Visionen für die Zukunft.

 

Zu Gast war Gemeindevorsteher Christoph Beck, der gemeinsam mit den Architekturstudierenden Thannavat Dill und Ömer Corbaci über das Zusammenspiel von Bewahrung und Entwicklung sprach. Moderiert wurde die Folge von Dozent Andreas Krättli.

 

Ein besonderes Thema war das historische «Madleni Hus», das künftig wieder belebt werden soll. Auch das leerstehende Berggasthaus Sücka bot Anlass für kreative Visionen – entwickelt von den Studierenden im Rahmen ihres Studiums. «Es hat Spass gemacht, mich mit den Studierenden auszutauschen – und über meine Lieblingsgemeinde Triesenberg rede ich immer gerne», erklärt Christoph Beck, Gemeindevorsteher von Triesenberg.

 

Persönlich wurde es beim Gespräch über das neue Feuerwehrgebäude sowie über Photovoltaik und Infrastrukturprojekte, bei denen Beck betonte, wie wichtig ihm Nachhaltigkeit und eine alpine Identität im Bauen sind. «Triesenberg zeigt, wie sich Geschichte, Nachhaltigkeit und Innovation verbinden lassen», soThannavat Dill. «Die Sorgfalt, mit der hier gebaut wird, ist für uns sehr lehrreic», ergänzte Ömer Corbaci.

 

Die Folge «Was tut sich in Triesenberg?» ist ab sofort auf YouTube, SoundCloud, Spotify, ApplePodcasts und im Webradio www.campusradio.li verfügbar.

Lehm, Holz und Zukunft: Das earth HUB am Forum Bois Construction in Paris

Lehm, Holz und Zukunft: Das earth HUB am Forum Bois Construction in Paris

Beim führenden Holzbau-Forum Europas zeigte die Universität Liechtenstein innovative Wege für klimaschonendes Bauen – im Einklang mit der „Stratégie Climat 2050“

 

Das Forum Bois Construction 2025 fand vom 26. bis 28. Februar 2025 im neu eröffneten Grand Palais in Paris statt. Die 14. Ausgabe der Konferenz stand unter dem Leitthema „Stratégie Climat 2050“ und präsentierte innovative Lösungen für den Holzbau und nachhaltiges Bauen.

 

Im Rahmen des Forums stellte Hochschuldozent Martin Mackowitz das earth HUB der Universität Liechtenstein vor. Die Inititative setzt auf ressourcenschonendes, zukunftsorientiertes Bauen mit natürlichen Materialien und spiegelt die wachsende Bedeutung von Lehm und Holz im Kontext der Klimastrategie wider.

 

Das Forum bot eine Plattform für den Austausch zwischen Architekt:innen, Ingenieur:innen, Forschenden und Vertreter:innen der Holz- und Bauindustrie und unterstrich die Rolle biobasierter Materialien in der Bauwende.

Grosses Interesse am fünften Intensivkurs «Internationales Sanktionenrecht»

Grosses Interesse am fünften Intensivkurs «Internationales Sanktionenrecht»

Die Professur für Wirtschaftsstrafrecht, Compliance und Digitalisierung führte am 10. und 11. April 2025 bereits zum fünften Mal den Intensivkurs «Internationales Sanktionenrecht» durch.

 

Nach der Begrüssung der Referierenden und Teilnehmenden durch Prof. Dr. Konstantina Papathanasiou, LL.M., widmeten sich sieben Vorträge unterschiedlichen Aspekten des internationalen Sanktionenrechts.

 

Zum Auftakt referierte Prof. Dr. Iryna Venediktova, ausserordentliche und bevollmächtigte Botschafterin der Ukraine in der Schweizerischen Eidgenossenschaft und im Fürstentum Liechtenstein, live aus der Ukraine zum Thema «States Assets in the context of responsibility for aggression: legal limits of immunity and prospects for its reconsideration». Für diesen Vortrag waren auch Vertreterinnen und Vertreter der Ukrainischen Botschaft aus Bern angereist.

 

Anschliessend erläuterte Christian Minkus (stv. Leiter der Abteilung Aufsicht, Bereich Geldwäschereiprävention und andere Finanzintermediäre, FMA Liechtenstein) die liechtensteinischen Vorgaben zu «Sanktionen am Finanzplatz Liechtenstein».

 

Prof. Dr. Konstantina Papathanasiou, LL.M., analysierte daraufhin die Strafbestimmungen des liechtensteinischen ISG. Dabei lag der Fokus auf der Abgrenzung zwischen Vorsatz und Fahrlässigkeit sowie auf der strafrechtlichen Verantwortlichkeit juristischer Personen. Zudem stellte sie die EU-Straftatbestände vor, wie sie in der EU-Richtlinie 2024/1226 zur Definition von Straftatbeständen und Sanktionen bei Verstössen gegen restriktive Massnahmen der Union geregelt sind.

 

Den Abschluss des ersten Kurstages bildete ein Online-Vortrag von Mag. Piotr Daniel Kocab, LL.M. (Schönherr Rechtsanwälte, Wien) mit einer Einführung in das Thema «Was ist OFAC?».

 

Am zweiten Tag präsentierten Dr. Teresa-Christina Macan und Lic. iur. Alexander Schwartz (Schwärzler Rechtsanwälte) «Praxisfragen zum Sanktionenrecht in Liechtenstein und der Schweiz», mit Fokus auf die Sanktionen gegen Russland basierend auf der Ukraine-Sanktionsverordnung. Dabei wurden auch aktuelle Rechtsprechung und praktische Fälle beleuchtet – insbesondere im Hinblick auf Verbote von Trusts und ähnlichen Gestaltungen im Fürstentum Liechtenstein.

 

Es folgte ein weiterer Vortrag von Mag. Piotr Daniel Kocab, LL.M., zum Thema «Compliance: Wie weit betrifft die Best-Efforts-Verpflichtung liechtensteinische Stiftungsräte und Trusts?»

 

Den Abschluss bildeten Sandra Willers und Martin Griesmyar (Financial Crime Prevention, LGT Vaduz), die über die Bedeutung und den Geltungsbereich internationaler Sanktionen referierten – mit besonderem Blick auf die Beziehungen zwischen der EU und den USA sowie deren Auswirkungen auf liechtensteinische Banken.

 

Das grosse Interesse der zahlreichen Teilnehmenden bestätigte erneut die Relevanz und Aktualität dieses komplexen Themenfelds sowie den Bedarf nach regelmässigem fachlichem Austausch. Der nächste Intensivkurs findet am 6. und 7. November 2025 statt.

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