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Forschungsteam der Universität Liechtenstein präsentiert innovative Forschungsarbeit bei der Bank of England

Forschungsteam der Universität Liechtenstein präsentiert innovative Forschungsarbeit bei der Bank of England

Drei Männer in formeller Kleidung lächeln in die Kamera. Sie sind Teil eines Forschungsteams der Universität Liechtenstein, das maschinelles Lernen zur Vorhersage von Finanzkrisen untersucht.

Professor Michael Hanke und Merlin Bartel von der Universität Liechtenstein und Sebastian Petric von der LGT Bank AG stellten bei der Bank of England ihre neueste Forschung mit dem Titel «Crisis Identification and Prediction using Machine Learning: The Case of U.S. Regional Banks» vor.

 

In ihrer innovativen Studie entwickelt das Team einen maschinellen Lernansatz zur Identifikation und Vorhersage von Finanzkrisen, insbesondere die der regionalen Banken in den USA. Die Forschung betont die Bedeutung der frühzeitigen Erkennung von Krisen, da diese erhebliche Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft haben. Der entwickelte Ansatz kombiniert verschiedene Methoden des maschinellen Lernens wie Clustering, Ridge-Regression und sequentielle Merkmalsauswahl, um Krisen zu erkennen und vorherzusagen.

 

Besonders hervorzuheben ist, dass die Vorhersagen genutzt werden können, um während negativer Marktphasen Risiken zu minimieren, was zu verbesserten risikoadjustierten Renditen im Vergleich zu herkömmlichen Anlagestrategien führt.

 

Diese Forschung bietet Investoren und politischen Entscheidungsträgern wertvolle Werkzeuge, um frühzeitig auf drohende Finanzkrisen zu reagieren.

Drei Männer in formeller Kleidung lächeln in die Kamera. Sie sind Teil eines Forschungsteams der Universität Liechtenstein, das maschinelles Lernen zur Vorhersage von Finanzkrisen untersucht.

Universität Liechtenstein setzt positive Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 fort

Universität Liechtenstein setzt positive Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 fort

Außenansicht der Universität Liechtenstein mit modernem Glasgebäude vor malerischer Bergkulisse, umgeben von grüner Wiese.

Die Universität Liechtenstein blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2023 zurück. Ein besonderes Highlight war die erfolgreiche Akkreditierung der Liechtenstein Business School und der Liechtenstein Business Law School nach AACSB-Standards. Auch in anderen Bereichen wie z. B. den Studierendenzahlen und Forschungsleistungen zeigten sich positive Entwicklungen.

 

 

Organisatorische Entwicklungen

 

Die Universität gliedert sich seit 1. Januar 2023 in drei fach- und zwei lehrbezogene Schools. Damit konnte ein langer Transformationsprozess abgeschlossen werden. Die neue Organisationsstruktur konnte im Berichtsjahr weiter gefestigt werden. Das Jahr 2023 war aber auch geprägt von zwei Personalwechseln an der Spitze der Universität. Im April folgte Lothar Ritter auf Klaus Tschütscher als Präsident des Universitätsrates und im August 2023 übernahm Christian Frommelt von Markus Jäger das Amt des Rektors der Universität Liechtenstein.
Nach Abschluss des Transformationsprozesses und unter der neuen Führung soll der Fokus der Universität wieder verstärkt auf die konkreten Leistungen und Wirkungen der Universität gelegt werden. Im Vordergrund stehen dabei konsekutive Lehre, Weiterbildung und Forschung. Aber auch der Wissens- und Technologietransfer sowie die Wissensvermittlung und damit der Dialog mit der Öffentlichkeit sind wichtige Tätigkeitsfelder der Universität Liechtenstein.

 

 

International anerkannte Qualitätsstrategie

 

Die Universität Liechtenstein legt grossen Wert auf eine hohe Qualität von Lehre und Forschung. Alle sechs Jahre wird die Qualität der gesamten Universität Liechtenstein durch den Schweizerischen Akkreditierungsrat überprüft. Darüber hinaus unterziehen sich die fachbezogenen Schools jeweils einer international anerkannten Akkreditierung, die auf den jeweiligen Fachbereich zugeschnitten ist.
Ein besonderer Erfolg im Jahr 2023 war die Verleihung der international hochangesehenen AACSB-Akkreditierung an die Liechtenstein Business School und die Liechtenstein Business Law School. Nachdem die Liechtenstein School of Architecture bereits vor mehreren Jahren für alle Programmstufen (BSc, MSc und PhD) die Akkreditierung des renommierten Royal Institute of British Architects (RIBA) erhalten hatte, verfügen nun alle drei Fachschools über einen international hochanerkannten Qualitätsnachweis.
Im Jahr 2023 erfolgten durch die Forschenden der Universität Liechtenstein über 170 Publikationen und wissenschaftliche Vorträge. Darunter waren zahlreiche Publikation in international top gerankten Zeitschriften. Von besonderer Bedeutung sind ferner Drittmittelprojekte. Neben zahlreichen Förderzusagen für neue Erasmus+-Projekte erhielt die Universität Liechtenstein 2023 eine positive Förderzusage für ein Innosuisse-Projekt. Im Sinne der neuen Leistungsorientierung wurden zudem die Arbeiten an diversen Anträgen gestartet, welche 2024 bei den diversen Förderinstrumenten eingereicht werden.

 

 

Attraktives Umfeld für Studierende und Mitarbeitende

 

Im vergangenen Jahr konnte die Universität zahlreiche weitere Erfolge feiern. In der konsekutiven Lehre haben im Jahr 2023 214 Personen ihr Studium an der Universität Liechtenstein begonnen. Dies bedeutet einen Anstieg um 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 175 Studierende haben ihr Studium erfolgreich abgeschlossen. Die Absolventinnen und Absolventen verbleiben dabei erfreulicherweise zu einem Grossteil als gefragte Arbeitskräfte in Liechtenstein oder der Region.
In der Weiterbildung verzeichnete die Universität 196 Studierende in vier Masterstudiengängen, einem Diplomstudiengang und sieben Zertifikatsstudiengängen sowie über 2'700 Teilnehmende an Veranstaltungen. Nach den letzten von der Corona-Pandemie geprägten Jahren konnte die Universität Liechtenstein im Jahr 2023 das Angebot an Veranstaltungen wieder steigern.
Der Zuwachs an neuen Studierenden in den konsekutiven Bereichen sowie die relativ stabilen Studierendenzahlen im Bereich der Weiterbildung bestätigen die Attraktivität der Universität Liechtenstein als Bildungsstätte. Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs zwischen den regionalen Bildungsinstitutionen ist die Universität Liechtenstein aber auch künftig gefordert, ihre Stärken aktiv zu kommunizieren. Neben der durch die internationale Akkreditierung bestätigte Qualität von Lehre und Forschung überzeugt die Universität insbesondere mit einer guten Betreuung der Studierenden. Um die Lehrinhalte noch stärker an aktuelle Herausforderungen aus Wirtschaft und Gesellschaft anzupassen und somit die praktische Relevanz der Lehre weiter zu erhöhen, wurden für das Jahr 2024 diverse Curricula überarbeitet.

 

 

Ergebnis der ordentlichen Geschäftstätigkeit

 

Im Rahmen ihrer ordentlichen Tätigkeit erwirtschaftete die Universität Liechtenstein im Kalenderjahr 2023 einen Gewinn von CHF 230'212 inkl. des strategischen Projekts Liechtenstein Executive School und liegt damit CHF 210'812 über dem veranschlagten Gewinn von CHF 19'400 bzw. CHF 404'812 über dem veranschlagten Verlust von CHF 174'600 inkl. der geplanten Anschubfinanzierung der Executive School.
Das positive Geschäftsergebnis ist auf mehrere einmalige Sondereffekte zurückzuführen. Zudem waren zum Jahresende drei Professuren nicht besetzt, wodurch sich die Personalkosten reduzierten. Die Personalkosten stellen den wichtigsten Bereich bzw. den grössten Kostenfaktor der Universität dar. Per 31. Dezember 2023 waren an der Universität 135 Mitarbeitende in Vollzeitäquivalenten beschäftigt. Daneben waren 328 externe Dozierende für die Universität tätig.

 

Der Jahresbericht steht auf der Website uni.li zum Download bereit: https://www.uni.li/de/universitaet/medienportal/publikationen/jahresberichte 

Außenansicht der Universität Liechtenstein mit modernem Glasgebäude vor malerischer Bergkulisse, umgeben von grüner Wiese.

Selbstführung & Achtsamkeit: Schlüssel für nachhaltige Führungskräfteentwicklung

Selbstführung & Achtsamkeit: Schlüssel für nachhaltige Führungskräfteentwicklung

Eine Frau hält eine Präsentation vor einer Gruppe von Menschen in einem modernen Konferenzraum. Auf einem großen Bildschirm steht der Text "The Mindful Self-Leader".

Stellen Sie sich vor, Sie führen ein Unternehmen durch die stürmischen Gewässer der Digitalisierung, während die Anforderungen Ihrer Mitarbeiter täglich steigen. In dieser schnellen Welt reichen traditionelle Führungstechniken nicht mehr aus. Was wäre, wenn die wahre Stärke einer Führungskraft nicht nur in ihren erworbenen «Führungsskills» liegt, sondern in der Kunst, sich selbst zu führen und achtsam zu sein?

 

Eine aktuelle systematische Literaturanalyse von Julia Tenschert, Prof. Dr. Marco Furtner (Liechtenstein Business School) und Prof. Dr. Mike Peters (Universität Innsbruck) zeigt, wie Selbstführung und Achtsamkeit Führungskräfte nicht nur widerstandsfähiger, sondern auch effektiver machen können.

 

 

Neue Wege in der Führungskräfteentwicklung

 

Die Beziehung zwischen Führungskompetenz und Unternehmensleistung ist eindeutig, aber auch vielschichtig, denn Engagement und Motivation der Mitarbeitenden sind entscheidend für die Bildung agiler Teams und hängen stark von der Fähigkeit der Führungskräfte ab, ein unterstützendes Umfeld zu schaffen. Ein aktueller systematischer Review zeigt, dass Selbstführung und Achtsamkeit wesentliche Komponenten sind, die in Programmen zur Entwicklung von Führungskompetenz (LDPs – Leadership Development Programs) oft fehlen.

 

 

Selbstführung und Achtsamkeit im Fokus

 

Die Analyse von 52 Studien zeigt, dass traditionelle LDPs oft nicht ausreichen, um Führungskräfte in sozialen und emotionalen Kompetenzen zu stärken. Ein Ansatz, der Selbstführung und Achtsamkeit kombiniert, verspricht eine umfassendere Entwicklung, indem er Führungskräfte dabei unterstützt, psychische Anforderungen besser zu bewältigen und ihre Resilienz zu steigern. Damit wird nicht zuletzt auch eine innovative und widerstandsfähige Unternehmenskultur gefördert.

 

Trainingsprogramme, die Selbstführung und Achtsamkeit integrieren, zeigen signifikante Verbesserungen in Resilienz, Arbeitsleistung und Zufriedenheit der Führungskräfte. Selbstführung ist mit höherer Teamleistung und Vertrauen innerhalb der Führungsebene verbunden. Achtsamkeit korreliert stark mit Stressreduktion, verbesserter Selbstregulation sowie hoher emotionaler Intelligenz, was wiederum die Führungsfähigkeiten und die organisatorischen Ergebnisse verbessert.

 

 

Zukunftsperspektiven und Forschungsbedarf

 

Der Review zeigt, dass die Integration von Selbstführungs- und Achtsamkeitstrainings in LDPs weitreichende Vorteile für Unternehmen hat: Diese Ansätze erhöhen Eigenverantwortung, Motivation, Teamarbeit und Konfliktbewältigung und fördern eine empathische und inklusive Führungskultur.

 

Es besteht jedoch weiterer Forschungsbedarf zur Anpassung und Skalierbarkeit dieser Trainingsprogramme in verschiedenen organisatorischen Kontexten. Besonders wichtig ist die Berücksichtigung kultureller und individueller Unterschiede. Zukünftige Studien sollten sich zudem mit digitalen und globalen Teams befassen, um die Wirksamkeit in virtuellen Arbeitsumgebungen zu evaluieren.

 

Der Review wurde in Fachzeitschrift «Management Review Quarterly» zur Veröffentlichung angenommen (https://doi.org/10.1007/s11301-024-00448-7).

Eine Frau hält eine Präsentation vor einer Gruppe von Menschen in einem modernen Konferenzraum. Auf einem großen Bildschirm steht der Text "The Mindful Self-Leader".

Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Alexandra Butterstein, LL.M.

Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Alexandra Butterstein, LL.M.

In feierlichem Rahmen hielt Prof. Dr. Alexandra Butterstein, LL.M. am 4. Juni 2024 ihre Antrittsvorlesung als Professorin für Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht im Auditorium der Universität Liechtenstein. Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus dem In- und Ausland sowie externe Gäste und Studierende, waren anwesend, um diesem bedeutenden Ereignis beizuwohnen.

 

Prof. Dr. Alexandra Butterstein, LL.M., ist seit April 2023 Inhaberin der Professur für Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht an der Universität Liechtenstein. Diese Professur hatte sie seit Oktober 2019 vertreten, nachdem Univ.-Prof. Dr. Francesco A. Schurr einen Ruf an die Universität Innsbruck annahm. Bereits seit dieser Zeit hat Prof. Alexandra Butterstein die Agenden der Professur, die des Instituts für Wirtschaftsrecht als Institutsleiterin und sodann als Dekanin der Liechtenstein Business Law School massgeblich geprägt und weiterentwickelt. Neben ihrer Aufgabe als Dekanin ist Prof. Alexandra Butterstein seit 2023 ebenso Mitglied des Rektorats. Im Jahr 2023 habilitierte sie sich mit ihrer Arbeit zur grenzüberschreitenden Umstrukturierung von Stiftungen und erhielt damit die Lehrbefugnis in der Fächerkombination Handels- und Gesellschaftsrecht, internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung.

 

Die Antrittsvorlesung wurde von Dr. Christian Frommelt, Rektor der Universität Liechtenstein, eröffnet. In seinen einleitenden Worten begrüsste er die zahlreichen Gäste im vollbesetzten Auditorium und wies auf die akademische Bedeutung einer Antrittsvorlesung für neuberufene Professorinnen und Professoren hin, welche dazu dienen, sich der Öffentlichkeit persönlich vorstellen und die eigenen Forschungsschwerpunkte präsentieren zu können. Darüber hinaus unterstrich Dr. Frommelt den zentralen Stellenwert der universitären Forschung für das Land und hob das persönliche Engagement für die Universität und insbesondere die herausragenden Forschungsaktivitäten von Prof. Alexandra Butterstein hervor.

 

Dr. Martin Alge überbrachte die Glückwünsche der liechtensteinischen Regierung und betonte den Stellenwert des Stiftungswesens für die Reputation des sicheren Finanzplatzes Liechtenstein. In diesem Kontext sei insbesondere eine ausgewogene Foundation Governance essenziell, welche im Rahmen der Stiftungsreform gestärkt wurde. Das Amt für Justiz arbeite derzeit an einer Vorlage, bei der weitere punktuelle Verbesserungen bei der Governance vorgeschlagen werden.

 

In seiner Ansprache hob Univ.-Prof. Dr. Francesco A. Schurr, akademischer Lehrer von Prof. Alexandra Butterstein, ihre herausragenden akademischen und beruflichen Leistungen hervor. Neben zahlreichen Aufgaben in der Selbstverwaltung der Universität und ihrer Lehrtätigkeit in Aus- und Weiterbildung, zeichnete sie sich besonders durch ihre exzellente Forschungstätigkeit aus. Er würdigte ihre bedeutenden Beiträge im Bereich des Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrechts, die sie zu einer angesehenen Expertin auf diesem Gebiet im In- und Ausland gemacht haben. Univ.-Prof. Schurr zeigte sich erfreut und stolz, dass seine ehemalige Schülerin nun seine Nachfolge angetreten hat und wünschte ihr viel Erfolg für ihre zukünftigen Aufgaben.

 

In ihrer Antrittsvorlesung widmete sich Prof. Alexandra Butterstein dem Thema «Die Governance der liechtensteinischen Stiftung als Instrument für die Nachfolgegestaltung». Eingangs hob sie die Eignung der liechtensteinischen Foundation Governance als Nachfolgeinstrument für Familien und deren Unternehmen hervor, wobei sie die verschiedenen Interessenssphären berücksichtigte. «Die jüngsten Reformen des Stiftungsrechts im deutschsprachigen Raum haben den Wettbewerb zwischen den Rechtsordnungen verschärft. In diesem Kontext wird die Governance und deren Flexibilität zentral für ein zukunftsfähiges Stiftungsrecht sein», so Prof. Alexandra Butterstein. In ihren Ausführungen hob sie überdies hervor, dass die liechtensteinische Stiftung durch ihre flexible Gestaltung und die Möglichkeit zur individuellen Anpassung besonders geeignet sei, um den komplexen Anforderungen der Nachfolgegestaltung gerecht zu werden.

 

Darüber hinaus ging Prof. Alexandra Butterstein detailliert auf die verschiedenen Aspekte der Corporate, Family und Foundation Governance ein. In diesem Kontext erläuterte sie, wie es die rechtlichen Rahmenbedingungen in Liechtenstein ermöglichen, Stiftungen so zu strukturieren, dass sie sowohl den Bedürfnissen der Stifter als auch den Interessen der Begünstigten und des Unternehmens gerecht werden. Eine effektive Governance sei nicht nur eine rechtliche Notwendigkeit, sondern auch ein Schlüssel für das Vertrauen der beteiligten Parteien, um eine erfolgreiche Nachfolgegestaltung sicherstellen zu können.

 

Des Weiteren diskutierte Prof. Alexandra Butterstein die Bedeutung der internationalen Vernetzung und die Rolle Liechtensteins im globalen Kontext des Stiftungsrechts sowie im Wettbewerb der Stiftungsrechtsordnungen. Sie unterstrich, dass Liechtenstein durch seine moderne und flexible Gesetzgebung auch weiterhin eine Vorreiterrolle einnehmen kann, wenn es darum geht, innovative Lösungen für die Nachfolgegestaltung zu entwickeln und zu implementieren.

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Young Talents an der Universität Liechtenstein

Young Talents an der Universität Liechtenstein

Zwei Personen in Anzügen stehen vor einer Wand mit dem Logo der Universität Liechtenstein.

Das Young Talents ist ein Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Nachwuchsforscherinnen und -forscher der Universität Liechtenstein auf Doktorandenlevel (nach Vorstudie) können kleine Forschungsanträge beim Forschungsfonds der Universität Liechtenstein einreichen.

 

Die Nachwuchsförderung fokussiert auf den wissenschaftlichen Nachwuchs und unterstützt die soziale und gesellschaftliche Verantwortung der Universität Liechtenstein. Zugelassen sind alle als Mitarbeitende angestellte Doktorierende nach erfolgreicher Annahme der Vorstudie, die ihr Doktorat nicht innerhalb des laufenden Sommersemesters abschliessen. Exzellente Kandidatinnen und Kandidaten werden durch dieses Fördermittel bei der Umsetzung von eigenen Forschungsvorhaben und bei der Ausbildung eines eigenständigen Forschungsprofils unterstützt. Die Nachwuchsforschenden, die dieses Jahr für den FFF-Young Talents Grant ausgewählt wurden, sind Theo Ravet-Brown und Marius Gramlich. Hier ihre Forschungsvorhaben:

 

 

Leadership group dynamics in virtual reality: The role of follower interactions on charismatic leadership effectiveness in 2D and 3D virtual meetings

 

Charismatische Führung entwickelt sich weiter und passt sich neuen Technologien an. Forschungen zeigen, dass unterschiedliche Kommunikationsmedien die Wahrnehmung charismatischer Führung stark beeinflussen können, was Fragen zur Beeinflussungs- und Motivationsfähigkeit von Führungskräften aufwirft. Moderne Arbeitsplätze nutzen zunehmend komplexe digitale Meetings, was zu Forschungen führt, die das Verhalten der Teilnehmer und die Gruppendynamik analysieren, um deren Einfluss auf die Wahrnehmung charismatischer Führung zu verstehen. 

 

Theo Ravet-Brown hat ein innovatives Experiment vorgeschlagen, bei dem eine Führungskraft und ihr Team in einer simulierten Umgebung zusammenarbeiten. Dabei werden ihre Interaktionen, wie Blickkontakt, Gestik, Mimik und Stimmmodulation, mit modernsten biometrischen Instrumenten und integrierter virtueller Realität analysiert, um nonverbale Kommunikation in digitalen Kontexten zu untersuchen. 

 

Die Ergebnisse dieser Studie, geplant für Ende 2024, sollen in renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht werden und könnten Führungstrainings, besonders im digitalen Bereich, revolutionieren. Die Universität Liechtenstein (LBS) reagiert mit diesem Projekt auf die Nachfrage nach fortschrittlichen Führungskompetenzen im digitalen Zeitalter und strebt danach, ein führendes Zentrum für Leadership Excellence zu werden, das praxisnahe Anleitungen für heutige und zukünftige Führungskräfte bietet.

 

 

Was sind die Treiber von Liquidität auf Kryptomärkten 

 

Die Untersuchung der Faktoren, die die Liquidität auf den Kryptomärkten bestimmen, ist in der heutigen Finanzlandschaft von grosser Bedeutung. Liquidität, d.h. die Leichtigkeit, mit der ein Vermögenswert zu geringen Kosten gekauft oder verkauft werden kann, ohne seinen Preis wesentlich zu beeinflussen, spielt eine entscheidende Rolle für die Effizienz und Stabilität der Finanzmärkte.

 

Im Zusammenhang mit Krypto-Vermögenswerten ist das Verständnis der Liquiditätsdynamik aufgrund der einzigartigen Merkmale digitaler Vermögenswerte und ihrer Märkte von besonderer Bedeutung.

 

Marius Gramlich konzentriert sich auf Lead-Lag-Beziehungen, Verflechtungen und Spillover-Effekte von hochfrequenter Intraday-Liquidität an zentralisierten Kryptobörsen. Dieses Projekt soll wertvolle Einblicke in die Marktdynamik, das Risikomanagement beim Handel mit Kryptowährungen und die Mikrostruktur des Kryptomarkts liefern.

 

Die für Ende 2024 geplante Forschung, deren Ergebnisse in renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht werden sollen, passt perfekt zum strategischen Forschungsschwerpunkt der Universität Liechtenstein und zur Innovationsförderung der liechtensteinischen Wirtschaft im Bereich digitaler Assets.

Zwei Personen in Anzügen stehen vor einer Wand mit dem Logo der Universität Liechtenstein.

Dr. Tanja Kirn referiert bei der EU Kommission

Dr. Tanja Kirn referiert bei der EU Kommission

Buntes Scherenschnittbild von Menschen in verschiedenen Lebenssituationen: Erwachsene, Kinder, Radfahrer und Personen mit Kinderwagen, die Vielfalt und Wandel moderner Familienstrukturen symbolisieren.

Dr. Tanja Kirn, Ass-Prof., präsentierte beim Forschungsseminar der Europäischen Kommission (DG EMPL), dem Social Situation Monitor (SSM), Ergebnisse zur sozialen Sicherung von Konkubinatspaaren in verschiedenen europäischen Ländern. In diesem Kontext analysierte sie auch den Grad der Solidarität innerhalb der schweizerischen AHV.

 

Durch den Wandel der Familienstrukturen gewinnt das Thema der sozialen Sicherung von Konkubinatspaaren an Bedeutung. So ist die relative Zahl der Eheschliessungen seit 1969 um rund 50% gesunken und Ehen sind brüchiger geworden. Hingegen steigt die Zahl der Konkubinatspaare und die Zahl der Kinder, welche in nicht-ehelichen Lebensgemeinschaften geboren werden.

 

Durch diesen Wandel sind Frauen besonders betroffen. Sie leisten einen Grossteil der unbezahlten Care-Arbeit, der oftmals mit einer Reduktion oder Aufgabe der Erwerbstätigkeit einhergeht. Da ein tieferes Erwerbseinkommen tiefere Pensionseinkommen zu Folge hat, sind Frauen im Alter einem höheren Armutsrisiko ausgesetzt. Dieses Risiko verstärkt sich bei nicht-verheirateten Frauen, da wichtige sozialversicherungsrechtliche Ausgleichsregelungen (wie bspw. das Splitting der Altersguthaben, Hinterbliebenenrenten) an den Zivilstand der Ehe geknüpft sind. Andererseits werden bei Konkubinatspaaren die AHV-Renten nicht bei 150% plafoniert, was wiederum zu vergleichsweise höheren Pensionseinkommen führt. Insgesamt ist die Solidarität innerhalb der AHV bei verheirateten Paaren deutlich stärker ausgeprägt als bei Konkubinatspaaren.

 

Die vorgestellten Ergebnisse wurden im Rahmen des Erasmus+-Projektes ecoMOD – capacity building in environmental and economic policy modelling and data analysis (Project: 2023-1-LI01-KA220-HED-000157594) erarbeitet.

Buntes Scherenschnittbild von Menschen in verschiedenen Lebenssituationen: Erwachsene, Kinder, Radfahrer und Personen mit Kinderwagen, die Vielfalt und Wandel moderner Familienstrukturen symbolisieren.

Geförderte Projekte im Young Talent Programm 2025

Geförderte Projekte im Young Talent Programm 2025

Zwei Personen stehen vor einer Wand mit dem Logo der Universität Liechtenstein. Sie lächeln in die Kamera.

Das Young Talents ist ein Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Nachwuchsforscherinnen und -forscher der Universität Liechtenstein auf Doktorandenlevel (nach Vorstudie) können kleine Forschungsanträge beim Forschungsfonds der Universität Liechtenstein einreichen.

 

Die Nachwuchsförderung fokussiert auf den wissenschaftlichen Nachwuchs und unterstützt die soziale und gesellschaftliche Verantwortung der Universität Liechtenstein. Zugelassen sind alle als Mitarbeitende angestellte Doktorierende nach erfolgreicher Annahme der Vorstudie, die ihr Doktorat nicht innerhalb des Förderzeitraums abschliessen. Exzellente Kandidatinnen und Kandidaten werden durch dieses Fördermittel bei der Umsetzung von eigenen Forschungsvorhaben und bei der Ausbildung eines eigenständigen Forschungsprofils unterstützt.

 

Die Nachwuchsforschenden, die für den FFF-Young Talents Grant im Jahr 2025 ausgewählt wurden, sind Livia Herle und Lukas Salcher. Hier ihre Forschungsvorhaben:

 

 

Crooked Wood – Livia Herle

 

Rund 41% der Fläche des Fürstentums Liechtenstein sind mit Wald bedeckt. Drei Viertel dieses Waldes sind aufgrund einer durchschnittlichen Hangneigung von 40 % oder mehr als Schutzwald definiert. Dennoch ist er eine der wichtigsten Rohstoffquellen. Von dem jährlich in Liechtenstein geernteten Holz werden jedoch rund 70% direkt energetisch genutzt, was den Kohlenstoffspeicherzyklus von Holz drastisch verkürzt. Zudem verändern sich die Waldstrukturen aufgrund des Klimawandels. Prognosen für den liechtensteinischen Wald besagen, dass im Jahr 2070 die Fichte vor allem in den tiefen Lagen verschwinden wird und nur noch in den höheren Regionen überleben kann. Im Gegensatz dazu werden die Laubholzarten zunehmen, was zu einem Mischwald führt. Daher wird der Schwerpunkt der Forschung auf dem Potenzial von Laubholz in schlechter Qualität gelegt. Ein allgemeines Ziel ist es, die Lebensdauer eines Holzstammes zu verlängern, bevor dieser als Energieträger genutzt wird. Eine Analyse des lokalen Vorkommens von Laubholzarten und ihrer Qualität wird als Werkzeug dienen, um dieses Wissen in konstruktive Lösungen umzusetzen. Darüber hinaus dient ein Vergleich verschiedener Konstruktionssysteme, die mit kurzen Holzstämmen aus massivem Laubholz arbeiten können und die Möglichkeiten zur Ressourceneffizienz und Rückbaubarkeit bieten, als Ausgangspunkt für die weitere Erforschung der Systeme von Fachwerkstrukturen. Dieses Konstruktionssystem wurde historisch massiv genutzt, bietet aber auch Potenziale für zukünftige Nutzungen, da es Möglichkeiten für die verbleibenden Laubhölzer bietet. So werden die verschiedenen beteiligten Teile des Systems auf ihre strukturelle Rolle und ihre Eigenschaften hin untersucht, um Potenziale im vorhandenen, aber nicht genutzten Laubholz zu finden. Eine Katalogisierung von Laubholz mit minderwertiger Qualität wie beispielsweise krummen, zu kurzen, zu dicken oder verdrehten Hölzern, definiert das verfügbare Material neu. Das Ziel kann als Darstellung von Möglichkeiten innerhalb des strukturellen Systems des Fachwerkbaues formuliert werden und durch den Einsatz des Laubholzes neues Potential aufzeigen.

 

 

Lost in Translation: How Predictability Turns Into Performance – Lukas Salcher

 

Die moderne Portfoliotheorie sieht einen zweistufigen Prozess bei der Vermögensallokation vor. Doch die genaue Vorhersage von Renditen und deren effektive Nutzung bleibt eine Herausforderung. Diese Schwierigkeit resultiert aus einer schwachen Verbindung zwischen Prognosegenauigkeit und wirtschaftlichem Wert, ein Thema, das unter Forschern debattiert wird. Während einige Forscher infrage stellen, ob Renditen überhaupt vorhersehbar sind, zielen andere darauf ab, Vorhersagemethoden zu verbessern, unter anderem durch die Übernahme von Techniken aus dem Bereich des maschinellen Lernens. Unsere Studie widmet sich dem Problem, wie Vorhersagbarkeit systematisch für bessere wirtschaftliche Ergebnisse genutzt werden kann, und erkundet dabei verschiedene Anlagestrategien und Vermögenswerte. Indem wir die Vorhersagbarkeit von Renditen direkt mit der Portfolioperformance verknüpfen, hinterfragen wir den etablierten Fokus auf statistische Masse. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass selbst geringe Vorhersagbarkeit, strategisch angewendet, erhebliche Performancevorteile bringen kann.

Zwei Personen stehen vor einer Wand mit dem Logo der Universität Liechtenstein. Sie lächeln in die Kamera.

Neue Architektur Curricula: Fokus auf Nachhaltigkeit

Neue Architektur Curricula: Fokus auf Nachhaltigkeit

Architektur-Studienraum mit Modellen und Plakaten. Verschiedene Architekturmodelle aus Holz und Papier sind auf Tischen ausgestellt. An den Wänden hängen Plakate mit Informationen zu Projekten und Themen. Der Raum ist hell und modern gestaltet.

Das Fachgebiet der Architektur ändert sich aktuell mit hohem Tempo. Angesichts zunehmender globaler Herausforderungen müssen sich sowohl Wissenschaftler:innen als auch Praktiker:innenmit der Klimakrise, dem demografischen Wandel, der ungleichen sozialen Entwicklung und den Fehlern der bestehenden, gebauten Umwelt auseinandersetzen. Um sich diesen Herausforderungen zu stellen, brauchen Studierende, die einen Studienabschluss im Bereich Architektur anstreben, heute vielfältigere Fähigkeiten denn je.

 

Seit dem 1. September 2024 sind die neuen BSc und MSc Curricula in Architektur in Kraft. Die aktualisierten Studiengänge legen einen starken Fokus auf Nachhaltigkeit und bereiten die nächste Generation von Architekt:innen gezielt auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen, wie den Klimawandel, vor. Mit innovativen Lehrinhalten und praxisorientierten Projekten werden die Studierenden optimal auf eine verantwortungsbewusste und zukunftsgerichtete Gestaltung der gebauten Umwelt vorbereitet.

 

Zum Curriculum des Bachelorstudiengangs Architektur

Zum Curriculum des Masterstudiengangs Architektur

 

«Gestern galt die Optimierung des Bestehenden, die Reduktion von Verbrauch und Schadstoffen. Heute ist erkannt, dass das Bauen keinen Fussabdruck hinterlassen darf. Von nun an benötigen wir Gebäude, die helfen, die verursachten Schäden zu kompensieren. Neue Gebäude müssen mehr Schadstoffe binden als sie erzeugen und mehr Energie erzeugen als sie benötigen. Neue Architektur ist klima-positiv.»
Daniel Stockhammer, Dekan LSA 

Architektur-Studienraum mit Modellen und Plakaten. Verschiedene Architekturmodelle aus Holz und Papier sind auf Tischen ausgestellt. An den Wänden hängen Plakate mit Informationen zu Projekten und Themen. Der Raum ist hell und modern gestaltet.

Masterarbeit mit BPM2024 BEST INDUSTRY FORUM Paper Award ausgezeichnet

Masterarbeit mit BPM2024 BEST INDUSTRY FORUM Paper Award ausgezeichnet

Clara Ziche hat an der Diplomfeier im September 2024 ihr Studium in Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Ihre Masterarbeit «A case study on using Large Language Models for Process Modeling in Enterprise Organizations» wurde nicht nur auf der BPM-Konferenz in Krakau, Polen, angenommen, sondern sogar mit dem BPM BEST INDUSTRY FORUM Paper Award ausgezeichnet.

 

Die International Conference on Business Process Management ist seit 2003 die führende Konferenz für Forschende und Praktikerinnen und Praktiker auf dem Gebiet des Geschäftsprozessmanagements.

 

 «Die Universität Liechtenstein war der perfekte Ort, um Arbeit und Studium zu verbinden, d.h. in der Industrie zu arbeiten und gleichzeitig einen akademischen Abschluss zu erlangen. Gerade die Wirtschaftsinformatik profitiert von der engen Zusammenarbeit mit Unternehmen; und Unternehmen profitieren von der Interaktion mit Forschungseinrichtungen.

 

An der Universität Liechtenstein wurde ich in wissenschaftlichen Methoden und auf dem aktuellen Stand der Forschung im Bereich Business Process Management (BPM) ausgebildet. Dies ermöglichte es mir, aus meiner Perspektive als BPM-Praktikerin einen Beitrag zu leisten und ein Paper für die akademische BPM-Konferenz einzureichen», erklärte Clara Ziche.

Zwei Projekte der LSA auf der Shortlist des Swiss Arc Award 2024

Zwei Projekte der LSA auf der Shortlist des Swiss Arc Award 2024

'Swiss Arc Award 2024' prominent im Vordergrund. Modernes Design, das Architektur und Innovation symbolisiert.

Zwei Projekte der Liechtenstein School of Architecture wurden für den Swiss Arc Award 2024 nominiert und haben es auf die Shortlist geschafft. Die Projekte "Reallabor Pro Bono – Gestaltung für das Gemeinwohl" und "Entrepôt – Building Repair, Reuse, Relocate" stehen im Fokus. Beide Initiativen zeigen das Engagement der Hochschule für nachhaltige Architekturpraktiken und soziale Verantwortung. Sie betonen die Bedeutung von Umbau, Wiederverwendung und ökologisch verantwortungsbewusster Gestaltung im Architekturbereich.

 

Die Preisverleihung findet am 23. Oktober 2024 im Trafo Baden statt.

 

Mehr Informationen zu den nominierten Projekten finden Sie hier

'Swiss Arc Award 2024' prominent im Vordergrund. Modernes Design, das Architektur und Innovation symbolisiert.
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