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Das Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen zu Gast an der Universität Liechtenstein

Das Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen zu Gast an der Universität Liechtenstein

Ein Dozent hält einen Vortrag vor einer kleinen Gruppe von Personen in einem Seminarraum. Die Teilnehmenden sitzen an Tischen mit Laptops und Notizbüchern. Im Hintergrund sind Fenster und eine Leinwand zu sehen.

Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojektes des Fraunhofer-Instituts für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen und der Professur für Technologie und Innovation an der Liechtenstein Business School fand vom 07. bis 09. August 2024 ein Forschungsworkshop zum Thema «Data Driven Foresight und Technologietrendanalysen» am Campus der Universität Liechtenstein statt.

 

Das Highlight des Besuchs stellte ein öffentlicher Vortrag der Forschenden vom Fraunhofer INT für die universitätseigene Seminarreihe «INNOPro Talks» dar: «Liegt die Zukunft in den Daten? Data Driven Foresight als Methode der Zukunftsforschung» lautete der Titel des spannenden Vortrags von Dr. Marcus John, Leiter des KATI Labs und Melanie Martini, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am KATI Lab des Fraunhofer INT in Euskirchen (DE).

 

Unter diesem Motto stand auch der dreitägige Workshop, welcher sich konkret um die Identifikation und Erschliessung alternativer Datenquellen für die Technologievorausschau drehte. Es wurden Erfahrungen bezüglich der Erstellung von datenbasierten Trendstudien ausgetauscht, projektbezogene Datenanalysen durchgeführt sowie die zukünftige Intensivierung der Partnerschaft zwischen dem Fraunhofer INT und der Universität Liechtenstein diskutiert. Neben wissenschaftlichem Arbeiten stand stets auch der Praxistransfer mit Anknüpfungspunkten zu den Unternehmen im Rheintal und der Bodenseeregion im Fokus.

 

Bei der interaktiven Vortragsveranstaltung am Donnerstagnachmittag hiessen Prof. Dr. Leo Brecht und sein Team Interessierte aus der Region willkommen und nutzten die Möglichkeit, die grenzübergreifende Partnerschaft zwischen dem Fraunhofer INT und der Universität Liechtenstein auch öffentlich bekannt zu machen.

 

Nach dem erfolgreichen Workshop und Kick-off der INNOPro Talks zusammen mit dem Fraunhofer INT freut sich die Professur für Technologie und Innovation, in Zukunft weitere Expertentalks entlang des Innovationsprozesses anbieten zu können sowie das Thema Data Driven Foresight im Rahmen von spezialisierten Themenlabs und dem MBA Technologie & Innovation an der Universität Liechtenstein noch weiter zu vertiefen.

 

Von der Universität Liechtenstein nahmen Prof. Dr. Leo Brecht, Marie Scheuffele, Niels Fetkenheuer und Thomas Beales (alle Professur für Technologie und Innovation) sowie Dr. Djordje Zivkovic (Professur für Strategisches Management) teil. 
Weitere Informationen zum Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen finden Sie hier.

Ein Dozent hält einen Vortrag vor einer kleinen Gruppe von Personen in einem Seminarraum. Die Teilnehmenden sitzen an Tischen mit Laptops und Notizbüchern. Im Hintergrund sind Fenster und eine Leinwand zu sehen.

Neue Studie zeigt: Unternehmen nutzen Steuerinformationen, um ihr Umweltimage aufzupolieren

Neue Studie zeigt: Unternehmen nutzen Steuerinformationen, um ihr Umweltimage aufzupolieren

Eine umfassende neue Studie, die im Journal of Accounting and Taxation veröffentlicht wurde, enthüllt interessante Zusammenhänge zwischen Steuervermeidung, Umweltleistung und der Berichterstattung von Unternehmen.

 

Der Artikel «The Impact of Tax Avoidance and Environmental, Social, and Governance Performance on the Cost of Equity Capital: Evidence from China» untersucht unter Beteiligung von Johannes Schneider, Assoziierter Professor für Data Science & Artificial Intelligence der Universität Liechtenstein, wie Unternehmen Steuerinformationen in ihren Berichten zur sozialen Verantwortung (CSR) nutzen.

 

 

Hauptpunkte der Studie:

 

  • CSR und Steuern: Die Studie analysierte 2'984 CSR-Berichte aus 22 Ländern und stellte fest, dass Unternehmen tendenziell nur begrenzte Steuerinformationen offenlegen. Statt umfassender Strategien präsentieren sie Steuerzahlungen oft als gesellschaftlich vorteilhaft. Von den 107 analysierten Berichten von in der Schweiz ansässigen Firmen, enthielten 67.3% der Berichte Steuerinformationen. In 34,6% der Berichte wurde der Nutzen der Steuerzahlungen für die Bevölkerung und Gesellschaft betont.
  • Symbolische Offenlegung: Es gibt eine negative Verbindung zwischen umweltorientierter Leistung und steuerbezogenen CSR-Offenlegungen. Unternehmen mit schlechterer Umweltleistung nutzen Steuerthemen oft, um ihr Image zu verbessern.
  • Steuervermeidung: Firmen, die Steuervermeidung betreiben, neigen dazu, ihre Steuerzahlungen in einem positiven Licht darzustellen, insbesondere in den USA. Sie nutzen diese Informationen, um ihren guten Ruf zu bewahren oder zu reparieren.
  • Motivation für Offenlegung: Unternehmen verwenden steuerbezogene CSR-Offenlegungen, um gute Leistungen hervorzuheben und ihren Ruf zu aufzupolieren.

 

In Zeiten zunehmender Transparenzanforderungen und Umweltverantwortung bietet diese Studie wertvolle Einblicke in die Berichterstattungspraxis von Unternehmen. Sie zeigt, dass Unternehmen Steuerinformationen oft strategisch nutzen, um ihr Image zu verbessern, ohne dabei bedeutende zusätzliche Informationen oder Handlungsmassnahmen zu liefern. Dies sollte sowohl für Standardsetzende als auch für Lesende von CSR-Berichten von Interesse sein.

 

Der Originalartikel ist im Journal of the American Taxation Association veröffentlicht: https://www.uni.li/de/forschung/forschungsaktivitaeten/veroeffentlichungen/publikationen/@@publication_detail/9604.67

Lindau Nobel Laureate Meeting 2024

Lindau Nobel Laureate Meeting 2024

Zwei Personen stehen nebeneinander und lächeln in die Kamera. Beide tragen Namensschilder und sind formell gekleidet.

In der Woche vom 30.6. bis 5.7.24 trafen sich mehr als 30 Nobelpreisträger*innen und etwa 600 Nachwuchswissenschaftler*innen in Lindau zum 73sten Lindau Nobel Laureate Meeting, welches dem Thema Physik gewidmet war.

 

Das jährliche Treffen findet jeweils abwechselnd zu den Themen Physik, Chemie, Medizin und Wirtschaft sowie fächerübergreifend statt. Das Treffen bietet eine Plattform zum Vernetzen und das volle Programm bedient sich vielseitiger Formate, die stets den Austausch unter und zwischen dem wissenschaftlichen Nachwuchs und den Nobelpreistragenden anregen.

 

Florina Marxer konnte sich in einem internationalen Auswahlverfahren durchsetzen und hatte die grosse Ehre, mit Unterstützung der Universität Liechtenstein an der Tagung teilzunehmen. Sie ist Doktorandin an der ETH Zürich, wo sie im Bereich Biophysik untersucht, wie sich Proteine im Rahmen der Zellteilung selbst zu grösseren Strukturen mit Funktion organisieren. Laut Florina Marxer war der Austausch mit Studierenden und Nobelpreistragenden am Lindau Nobel Laureate Meeting inspirierend und wird sie als Wissenschaftlerin und Person prägen.

 

Zum Abschluss der Tagung wurde dieses Jahr von den anwesenden Nobelpreistragenden eine Erklärung unterschrieben, die vor dem Einsatz von Atomwaffen warnt. 1955 wurde die erste solche «Mainauer Kundgebung» von den deutschen Nobelpreisträgern Otto Hahn und Max Born initiiert und galt ebenfalls der Warnung vor dem Einsatz von Atomwaffen. Insgesamt ist die diesjährige Deklaration eine von drei Mainauer Kundgebungen, die in der Geschichte der Tagung unterzeichnet wurden – ein historischer Moment.

Zwei Personen stehen nebeneinander und lächeln in die Kamera. Beide tragen Namensschilder und sind formell gekleidet.

Entrepreneurship-Konferenz: Selbstführung als essenzielle Basis

Entrepreneurship-Konferenz: Selbstführung als essenzielle Basis

Ein Vortragender präsentiert in einem Seminarraum ein Paper über Selbstführung für Unternehmer. Im Hintergrund ist eine Leinwand mit einer Präsentationsfolie zu sehen. Tische mit Laptops und Kamera sind im Vordergrund.

Auf dem Geneve/Fribourg-Entrepreneurship-Forum, einer assoziierte Veranstaltung des globalen Kongresses des renommierten International Council of Small Business (ICSB 2024), stellte Prof. Dr. Marco Furtner in der Entrepreneurial Leadership-Session das Paper «Self-leadership: the essential drive for entrepreneurs» vor.

 

Die internationale Konferenz, die von der School of Management der Hochschule für Wirtschaft Freiburg / Fribourg (HSW-FR) ausgerichtet wurde, brachte Gründerinnen und Gründer, Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik sowie Forschende aus verschiedenen Kontinenten zusammen, um sich über kreative und innovative Ideen auszutauschen.

 

Der Beitrag zum Thema «Selbstführung als grundlegende Basis für Entrepreneure» wurde von Marco Furtner, Simon Liegl und Kilian Klösel verfasst. Im Rahmen einer empirischen Studie an 300 Personen konnte erstmals belegt werden, dass Selbstführung eine zentral vermittelnde Rolle zwischen unternehmerischen Persönlichkeitsmerkmalen (Extraversion, Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Selbstwirksamkeit und internaler Kontrollüberzeugung) und unternehmensbezogenen Resultaten (Innovativität und Arbeitsleistung) einnimmt.

 

Die Ergebnisse verweisen auf die wichtige Rolle von Selbstführung im unternehmerischen Kontext. Sowohl in der Start-up-Phase als auch in den späteren Phasen der Unternehmensentwicklung kann Selbstführung einen positiven Einfluss auf die Leistung und den unternehmerischen Erfolg ausüben. Deshalb sollte bei (angehenden) Entrepreneurinnen und Entrepreneuren ein spezifischer Fokus auf das Training und die Entwicklung der Selbstführungsfähigkeiten gelegt werden. Studierende der Universität Liechtenstein können unmittelbar von diesen Erkenntnissen profitieren, da ein besonderer Schwerpunkt in die Entwicklung der Selbstführungsfähigkeiten gelegt wird.

Ein Vortragender präsentiert in einem Seminarraum ein Paper über Selbstführung für Unternehmer. Im Hintergrund ist eine Leinwand mit einer Präsentationsfolie zu sehen. Tische mit Laptops und Kamera sind im Vordergrund.

Revolution in der Produktgestaltung: Wie Künstliche Intelligenz Ingenieuren hilft, Datenwissenschaftlerinnen und Datenwissenschaftler überflüssig zu machen

Revolution in der Produktgestaltung: Wie Künstliche Intelligenz Ingenieuren hilft, Datenwissenschaftlerinnen und Datenwissenschaftler überflüssig zu machen

Auf der renommierten European Conference on Information Systems (ECIS) 2024, einem der weltweit bedeutendsten Treffen für Personen aus Wissenschaft und Praxis im Bereich Informationssysteme, stellten Lijo Johny und Assoz. Prof. Johannes Schneider von der Universität Liechtenstein zusammen mit ihrem Kollegen Hannes Dechant von der Technischen Universität München ihre aktuelle Studie vor, die das Produktdesign revolutionieren könnte.

 

 

Das Problem: Zu viel Abhängigkeit von Datenexperten

 

Maschinelles Lernen (ML), ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz, hat das Potenzial, die Produktgestaltung zu revolutionieren. Doch es gibt Herausforderungen: Ingenieure und Ingenieurinnen als Domänexpertinnen und -experten sind oft auf die Hilfe von Datenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern angewiesen, um komplexe ML-Modelle zu verstehen und zu nutzen. Dies führt zu drei grossen Problemen:

 

  1. Fehlende digitale Unterstützungssysteme für Entscheidungstragende
  2. Übermässige Abhängigkeit von Datenwissenschaftlerinnen und Datenwissenschaftlern
  3. Mangelnde ML-Kompetenzen bei Domänenexpertinnen und -experten

 

 

Die Lösung: Ein intelligentes Assistenzsystem für Design Ingenieurinnen und Design Ingenieure

 

In ihrer laufenden Forschung haben die Autoren ein ML-System entworfen, das speziell darauf abzielt, Ingenieurinnen und Ingenieuren die Arbeit zu erleichtern, ohne dass sie auf die ständige Hilfe von Datenwissenschaftlerinnen und Datenwissenschaftlern angewiesen sind.

 

Stellen Sie sich vor, Sie könnten komplexe ML-Modelle nutzen, ohne selbst ein Datenexperte oder eine Datenexpertin zu sein. Dieses neue System verspricht genau das: Eine benutzerfreundliche, webbasierte Anwendung, die Ingenieurinnen  und Ingenieuren hilft, ihre Designprozesse zu beschleunigen und gleichzeitig die Rolle der in der Datenwissenschaft Tätigen besser zu verstehen. Damit wird das Arbeiten mit fortschrittlicher Technologie einfacher und effizienter.

 

 

Über die Konferenz:

 

Die European Conference on Information Systems (ECIS) ist die Hauptkonferenz der Association of Information Systems in der Region 2, die Europa, Afrika und den Nahen Osten umfasst. Sie zählt zu den weltweit bedeutendsten Zusammenkünften von Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und forschungsorientierten Personen aus der Praxis im Bereich Informationssysteme.

 

 

Weitere Informationen:

 

Der Originalartikel ist in der AIS Electronic Library (AISeL) unter den ECIS 2024 Proceedings verfügbar: Taking Data Scientists Out-of-the-Loop in Knowledge Intense Analytics — A Case Study for Product Designs (aisnet.org).

Abschlussfeier des Zertifikatsstudiengangs Wirtschaftsstrafrecht

Abschlussfeier des Zertifikatsstudiengangs Wirtschaftsstrafrecht

Eine Gruppe von acht Personen steht lächelnd in einem modernen Innenraum. Drei Personen in der vorderen Reihe halten Zertifikate in den Händen. Die Umgebung wirkt hell und einladend mit Holzelementen und Pflanzen.

Die Universität Liechtenstein verabschiedete in einem feierlichen Rahmen die ersten Absolventinnen und Absolventen des neu gestarteten Zertifikatsstudiengangs Wirtschaftsstrafrecht.

 

Am Mittwoch, 10. Juli 2024, hiess Dr. Christian Frommelt, Rektor der Universität Liechtenstein, die ersten Absolventinnen und Absolventen des Zertifikatsstudiengangs Wirtschaftsstrafrecht zur Abschlussfeier herzlich willkommen. In seiner Begrüssungsrede hob er die Bedeutung dieses neuen berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengangs für den Wirtschafts- und Finanzstandort Liechtenstein hervor.

 

Im Anschluss übergab Dr. Christian Frommelt die Zertifikate und gratulierte den Absolventinnen und Absolventen zum erfolgreichen Abschluss. Dabei betonte er nochmals deren grosse Leistung im Rahmen des Abschlusses des berufsbegleitenden Programmes. Insgesamt absolvierten 9 Studierende den ersten Durchgang des im September 2023 gestarteten Studiengangs unter der Leitung von Prof. Dr. Konstantina Papathanasiou, LL.M., Professorin für Wirtschaftsstrafrecht, Compliance und Digitalisierung.

 

Die fortlaufenden Veränderungen der Rahmenbedingungen am Finanzplatz bewirken, dass die Tätigkeiten als Compliance-Officer, AML-Beauftragte, Treuhänder oder Rechtsanwälte immer anspruchsvoller werden. Die damit einhergehenden Anforderungen in Bezug auf Prävention von Strafbarkeitsrisiken sind nicht zu unterschätzen. Daher ist eine fundierte Aus- und Weiterbildung unabdingbar. Die Absolventinnen und Absolventen haben durch die praxisorientierte Weiterbildung an der Professur für Wirtschaftsstrafrecht, Compliance und Digitalisierung fundierte fachliche Qualifikationen erworben, die sie optimal auf ihre Tätigkeit am Finanzplatz Liechtenstein vorbereiten. Der nächste Durchgang des Zertifikatsstudiengangs startet im September 2025.

Eine Gruppe von acht Personen steht lächelnd in einem modernen Innenraum. Drei Personen in der vorderen Reihe halten Zertifikate in den Händen. Die Umgebung wirkt hell und einladend mit Holzelementen und Pflanzen.

Künstliche Intelligenz – ein Thema für alle

Künstliche Intelligenz – ein Thema für alle

Johannes Schneider, Assoziierter Professor für Data Science & Artificial Intelligence, durfte diesen Monat gleich mehrfach zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) referieren. Das Zielpublikum war dabei komplett unterschiedlich und zeigt, dass Künstliche Intelligenz ein Thema ist, das alle interessiert.

 

Am 4. Juni hielt Johannes Schneider im Rahmen des Mittagsmeetings des Rotary-Club-Liechtenstein einen Vortrag zum Thema «KI: Gestern, heute und morgen». Dabei gab er einen spannenden Einblick in die Welt der künstlichen Intelligenz. Er stellte die Entwicklung der KI von gestern bis heute vor, zeigte auf, welche Fortschritte sie gemacht hat und welche Grenzen sie noch hat. Zusätzlich wagte er einen Blick in die Zukunft und diskutierte anhand von Beispielen, welche Auswirkungen die KI auf Bereiche wie Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft hat und vielleicht noch haben wird.

 

Am 11. Juni war dann ein spezifisches Anwendungsfeld der KI, nämlich der Einsatz von KI in Unternehmen, das Thema seines Vortrags. Im Rahmen eines Workshops der SAP referierte Johannes Schneider vor Fachpublikum zu «Governance of Generative AI for Companies». Generative Künstliche Intelligenz (GenAI), insbesondere grosse Sprachmodelle wie ChatGPT, haben rasch Einzug in Unternehmen gehalten, oft ohne ausreichende Governance. Dies führt zu Risiken und verpassten Chancen. Zusammen mit Kollegen schlägt Johannes Schneider ein Rahmenwerk für die Governance von GenAI vor, das den Umfang, die Ziele und die Mechanismen zur Nutzung von Geschäftsmöglichkeiten definiert und zur Minderung der mit der Integration von GenAI verbundenen Risiken beiträgt.

 

Am 25. Juni war Johannes Schneider Referent beim Campus Gespräch der Universität Liechtenstein zum Thema «KI – Nutzen oder Schaden». Künstliche Intelligenz (KI), lange beinahe stillstehend, erlebt nun einen rapiden Fortschritt. Diese Entwicklung wirft wichtige Fragen auf: Warum heute? Und wie funktioniert KI überhaupt? Was bedeutet KI für uns und welche Risiken und Chancen bringt sie mit sich? In seinem Vortrag wurde anhand von illustrativen Beispielen auf diese Fragen eingegangen, um das Verständnis von KI zu fördern, aber auch um zum Nachdenken anzuregen.

Konferenz der American Association of Wine Economists in Lausanne

Konferenz der American Association of Wine Economists in Lausanne

Zwei Männer in Anzügen mit roten Namensschildern stehen lächelnd in einem modernen Konferenzraum. Im Hintergrund ist ein Bildschirm mit der Aufschrift „Welcome to the participants of AAWE conference“ zu sehen. Links steht eine dekorative Pflanze auf einem Tisch.

Dieses Jahr fand die jährliche Konferenz der American Association of Wine Economists in Lausanne an der EHL Hospitality Business School statt. Während einer Woche tauschten sich führende Forschende aus dem Bereich der Weinwirtschaft zu aktuellen Themen aus. Die neuesten Arbeiten, sowie Erkenntnisse, wurden während verschieden Präsentationen vorgestellt.

 

Auch der Uni-Liechtenstein-Alumnus, Marco Lauber, war dieses Jahr für die Universität Liechtenstein vor Ort. Er präsentierte in Lausanne die Resultate seiner Masterarbeit, die er während seinem Masterstudium in Entrepreneurship & Management an der Universität Liechtenstein verfasst hatte. In seiner Untersuchung erforschte Marco, wie kleine und mittelständische Weinbaubetriebe (KMU) in der Schweiz Entrepreneurial Marketing nutzen. Unterstützt wurde er dabei von seinem Gutachter Dr. Stefan Wilhelm von der Universität Liechtenstein und von Prof. Dr. Stefan Güldenberg von der EHL.

 

Gemeinsam wurde die wissenschaftliche Abhandlung mit dem Titel «Entrepreneurial Marketing 2.0 within the Swiss Wine Industry» erstellt. Marco präsentierte diese auf der Konferenz in Lausanne. Die Untersuchung zeigte, dass Entrepreneurial Marketing oft unbewusst von vielen Weinbaubetrieben in der Schweiz angewendet wird, um mit ihren eingeschränkten Ressourcen effektives Marketing betreiben zu können. Zusätzlich ergab die Untersuchung, dass Entrepreneurial Marketing allgemein eine vielversprechende Marketingstrategie für kleine Weinbaubetriebe weltweit sein könnte.

Zwei Männer in Anzügen mit roten Namensschildern stehen lächelnd in einem modernen Konferenzraum. Im Hintergrund ist ein Bildschirm mit der Aufschrift „Welcome to the participants of AAWE conference“ zu sehen. Links steht eine dekorative Pflanze auf einem Tisch.

SWISS-internes Leadership Development-Programm – Start der Inhouse-Schulungen und -Trainings

SWISS-internes Leadership Development-Programm – Start der Inhouse-Schulungen und -Trainings

Eine Gruppe von Menschen steht lächelnd in einem Seminarraum vor einer Leinwand, die eine Präsentation zum Operations Leadership Development-Programm der Universität Liechtenstein und SWISS zeigt.

Die Inhouse-Schulungen und -Trainings im Rahmen des SWISS Operations Leadership Development-Programms sind gestartet. Dies markiert den Beginn der Kooperation zwischen Swiss International Air Lines AG (SWISS) und der Professur für Entrepreneurship und Leadership der Universität Liechtenstein, die einen bedeutenden Fortschritt in der Weiterentwicklung und Festigung der Führungskräfteentwicklung für die Pilotinnen und Piloten der SWISS darstellt.

 

 

Weiterentwicklung der bestehenden Leadership Journey

 

Mit der Kooperation zur Unterstützung des SWISS Operations Leadership Development-Programms fördert die Professur für Entrepreneurship und Leadership der Universität Liechtenstein unter der Leitung von Prof. Dr. Marco Furtner die bestehenden Programme zur Führungskräfteentwicklung.

 

Basierend auf den vier Säulen Self-Leadership, Leadership, Entrepreneurship und Followership begleitet und unterstützt das Trainingsprogramm Captains und First Officers der SWISS während ihrer gesamten Leadership Journey. Die massgeschneiderten Inhouse-Schulungen, die speziell auf die Bedürfnisse von SWISS abgestimmt sind, umfassen unter anderem folgende Themen:

 

  • Unterstützung bei der Konzeption des SWISS Leadership Development-Programms
  • Workshops und Seminare in Zürich/Kloten und an der Universität Liechtenstein
  • Konzeptionelle und wissenschaftliche Begleitung
  • Beratung und Coaching

 

 

Einzigartige Voraussetzungen verlangen ein einzigartiges Leadership-Konzept

 

Der Fokus des Leadership Development-Programms liegt jenseits des fliegerischen Bereichs auf der Führung in dem komplexen Umfeld zwischen Flight Crew, Kabinencrew, Bodenpersonal und Kunden.

 

Mitarbeitendenführung soll dabei als integraler Bestandteil in die interne Fortbildung der Pilotinnen und Piloten von SWISS integriert werden. Die Pilotinnen und Piloten finden sich immer wieder in wechselnden Teams zusammen, übernehmen die Führung über spezialisierte Crewmitglieder und arbeiten gleichzeitig gemeinsam daran, ein Ziel zu erreichen. All dies geschieht unter grossem Zeitdruck und mit hoher Verantwortung, wobei effektive Zusammenarbeit gefördert und stets korrekt gehandelt werden muss. Aufgrund dieses einzigartigen Umfelds bedarf es eines ebenso einzigartigen Leadership-Konzepts.

 

 

Gelungener Auftakt und Ausblick auf viele Synergien

 

Der Auftakt dieser Programmetappe wurde im Juni 2024 mit einem Tagesworkshop an der Universität Liechtenstein durch die Begrüssung des Rektors Dr. Christian Frommelt eingeleitet. Im Anschluss an die offiziellen Programmpunkte rundeten ein gemeinsames Essen sowie eine kurze Führung durch die Universität den erfolgreichen Start des Projekts ab. Mit dem Beginn der Inhouse-Schulungen und -Trainings setzt die Universität Liechtenstein einen wichtigen Meilenstein in der Zusammenarbeit mit dem SWISS-Team unter der Leitung von Martin Stüssi und schafft ideale Voraussetzungen, um weitere Erkenntnisse im Bereich Leadership Development zu gewinnen und somit zum wissenschaftlichen Fortschritt beizutragen.

Eine Gruppe von Menschen steht lächelnd in einem Seminarraum vor einer Leinwand, die eine Präsentation zum Operations Leadership Development-Programm der Universität Liechtenstein und SWISS zeigt.

Zwei Lehrbefugnisse verliehen

Zwei Lehrbefugnisse verliehen

Drei Personen stehen vor einer Wand mit dem Logo der Universität Liechtenstein. Zwei von ihnen halten Zertifikate in den Händen.

An der Senatssitzung vom 3. Juli 2024 stand die Attestierung von Lehrbefähigung und Verleihung von Lehrbefugnis erfreulicherweise zweimal auf der Tagesordnung: Ass.-Prof. Dr. Sebastian Stöckl wurde die Lehrbefähigung für das Fach «Wirtschaftswissenschaften (Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre)» attestiert und die entsprechende Lehrbefugnis erteilt. Prof. Dr. Thomas Grisold wurde die Lehrbefähigung für das Fach «Betriebswirtschaftslehre» attestiert und die entsprechende Lehrbefugnis erteilt.

 

Die Senatsvorsitzende der Universität, Prof. Dr. Konstantina Papathanasiou, hat die Urkunden überreicht und Sebastian Stöckl und Thomas Grisold zum Abschluss dieses wichtigen Meilensteins in der akademischen Laufbahn herzlich gratuliert.

 

Die Habilitation ist die höchste akademische Prüfung, welche die hervorragende wissenschaftliche und pädagogische Eignung zur selbstständigen Forschung und Lehre in einem bestimmten wissenschaftlichen Fachgebiet nachweist. Die Lehrbefugnis symbolisiert zugleich die Freiheit, innovative und kritische Denkansätze zu verfolgen, sowie die Verantwortung, Wissen mit Integrität zu vermitteln.

 

Die Universität Liechtenstein wünscht beiden Geehrten, die mit der Übergabe der Urkunden zu Privatdozenten (PD) ernannt wurden, für ihre zukünftigen akademischen Beiträge viel Erfolg!

Drei Personen stehen vor einer Wand mit dem Logo der Universität Liechtenstein. Zwei von ihnen halten Zertifikate in den Händen.
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