Wie entstehen heute Stories und Geschichten? Wer hat die Macht über das Erzählte? Und wer entscheidet eigentlich, welche Inhalte sichtbar werden? In einer digitalen Öffentlichkeit, die von TikTok, Instagram, Künstlicher Intelligenz und algorithmischen Empfehlungen geprägt ist, verändert sich nicht nur, wie Inhalte produziert werden, sondern auch, wie sie Aufmerksamkeit bekommen. Erstmals konsumieren nach Angaben des Reuters Institute for the Study of Journalism (16.06.2026) mehr Menschen Nachrichten über Social Media als über das klassische Fernsehen. Damit verschieben sich auch die Orte, an denen Öffentlichkeit entsteht, Meinungen gebildet und gesellschaftliche Debatten geführt werden.
Das Thema untersucht, wie Storytelling auf digitalen Plattformen funktioniert: Welche Rolle spielen kurze Videos, Trends, Emotionen und persönliche Perspektiven? Wie beeinflussen Algorithmen, was wir sehen, teilen und glauben? Und was bedeutet es für Journalismus, Öffentlichkeit und Meinungsbildung, wenn KI Texte, Bilder und Videos mitgestaltet? Im Zentrum steht die Frage, wie junge Menschen heute Geschichten erzählen, konsumieren und einordnen - zwischen kreativer Selbstinszenierung, viralen Inhalten, Desinformation und neuen Möglichkeiten durch KI.
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