PhD by Design: Konzepte - Methoden - Curricula

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Projektart und Laufzeit

ERASMUS, Oktober 2018 bis September 2020

Koordinator

Institut für Architektur und Raumentwicklung

Forschungsschwerpunkt

Nachhaltiges Planen und Bauen

Forschungsgebiet/e

Architektur und Theorie

Beschreibung

Projektpartner: KU Leuven, Bergen School of Architecture, Chalmers

Das ERASMUS+ Projekt trägt zum Verständnis von Design basierten PhD Programmen in den Disziplinen Architektur und Stadtentwicklung bei. Die vier Partner - KU Leuven, The Bergen School of Architecture, Chalmers sowie die Universität Liechtenstein - befassen sich im Rahmen des Projekts mit den konzeptionellen Ansätzen, methodischen Herangehensweisen sowie den Studienprogrammen, die in den vergangen Jahrzehnten im Kontext von PhD by Design entstanden sind. Die Ergebnisse des Projekts werden an der Schlusskonferenz des Projekts in Vaduz, am 17-18. September 2020, vorgestellt und diskutiert. Zudem ist die Publikation der Resultate im Rahmen einer Special Collection in der Fachzeitschrift AJAR: Arena Journal of Architectural Research geplant.

Im Rahmen der Bologna Reform sowie der "Higher Education Modernization Agenda" der Europäischen Kommission stehen Fakultäten der Architektur und Stadtentwicklung vor der Herausforderung Studienprogramme auf Bachelor-, Master- und PhD-Niveau zu entwickeln. Während Bachelor- und Master-Programme in den vergangen Jahrzehnten mehr oder weniger erfolgreich etabliert wurden, stellt sich die Entwicklung von PhD-Programmen an den meisten Architektur- und Stadtentwicklungsfakultäten schwieriger dar. Aufgrund ihrer stark praktischen und gestaltenden Arbeitsweisen mangelt es in diesen Disziplinen an einem (gemeinsamen) Verständnis akademischer Forschung. Viele europäische Hochschulen haben in der Vergangenheit Programme entwickelt, die Methoden, Formate und Bewertungsverfahren aus der sozial- und naturwissenschaftlichen Forschung adaptieren.

Bestehende PhD-Programme befassen sich daher vor allem mit Fragestellungen, die in Bereiche wie Architekturgeschichte, Stadtsoziologie, Bauphysik oder Baustoffkunde fallen und somit eher den Kontext der gestaltenden Disziplinen betreffen. Forschungsprojekte, die sich mit dem Wesen der Entwurfspraxis befassen, blieben bisher hingegen weitgehend die Ausnahme. An einigen europäischen Hochschulen ist allerdings Design- und Kunst-basierte Forschung entstanden und entsprechende PhD-Programme wurden entwickelt. Ziel des Projekts ist es diesen neuen Ansätze nachzuspüren, sie in Bezug zueinander zu setzen und die Grundlage für die Weiterentwicklung der vielfältigen Ansätze zu schaffen. Auf diese Weise trägt das Projekt zu der reflexiven, kreativen und kollaborativen Positionierung und Entwicklung bestehender und neuer PhD-Programme bei.

Die angestrebten Ergebnisse zielen darauf ab, Einsichten in die konzeptionellen Ansätze, methodischen Herangehensweisen sowie in den Aufbau bestehender Programme zu geben, so dass diese unter Berücksichtigung der Ressourcen, kulturellen Besonderheiten und institutionellen Traditionen neue Perspektiven auf künftige PhD-Programme an europäischen Hochschulen eröffnen.

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