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Auch in der digitalen Welt gilt: Qualität statt Quantität

published 06.12.2018
Dr. Ferdinand Thies vom Institut für Entrepreneurship konnte im Zuge einer internationalen Kooperation mit Forschern aus Darmstadt und Kopenhagen eine Studie zu Crowdfunding Plattformen in der Sonderausgabe zu „Digital Entrepreneurship“ im Fachjournal „Information Systems Journal“ veröffentlichen.

Die Studie beschäftigt sich mit dem rasanten Wachstum von digitalen Plattformen. Noch vor zehn Jahren hiessen die drei wertvollsten Unternehmen der Welt EXXON, General Electrics (GE) und TOTAL. Heute heissen sie Apple, Google und Microsoft. Dicht gefolgt von Amazon. Im Zuge der Digitalisierung der Wirtschaft nimmt die Bedeutung von solchen globalen digitalen Plattformen extrem stark zu. Doch auch Start-Ups profitieren von diesen enormen Wachstumschancen und dem digitalen Wandel. Wir hören Musik bei Spotify, buchen Zimmer bei AirBnB und kommunizieren über Facebook, WhatsApp und Instagram. All diese Unternehmen basieren ebenfalls auf einem Plattformgeschäftsmodell.

Vor diesem Hintergrund haben die Forscher versucht, die enorme Wachstumsgeschwindigkeit solcher Unternehmen zu ergründen und identifizieren verschiedene Designaspekte einer Plattform als zentrale Wachstumstreiber. Beispielsweise ist ein besonders einfacher Zugang zu einer Plattform nicht unbedingt förderlich für das nachhaltige Wachstum. Es geht vielmehr um die Qualität der sich ergebenden Interaktionen. Für Manager so einer Plattform ist es daher von höchster Priorität, die Balance zwischen ungebremstem Wachstum und Qualitätssicherung zu gewährleisten.

Für ihre Studie analysierte das Team die achtjährige Evolution der weltweit grössten Crowdfunding-Plattform „Kickstarter“. Crowdfunding ermöglicht es Unternehmern, finanzielle Mittel für ihre Ideen im Internet zu sammeln. Diese versprechen im Gegenzug Unternehmensanteile, Produkte oder einfach nur ein kleines virtuelles Dankeschön. Crowdfunding-Plattformen bringen also Unternehmer, die ihre Ideen finanzieren wollen, und Investoren, die auf der Suche nach guten Anlagemöglichkeiten sind, zusammen.

Dr. Ferdinand Thies ist seit Anfang 2017 an der Universität Liechtenstein tätig und unterrichtet neben seiner Forschungstätigkeit im Bachelor Betriebswirtschaftslehre, Master Entrepreneurship, Doktorat der Wirtschaftswissenschaften und in der Weiterbildung im MBA Technologie & Innovation. Forschungsschwerpunkte von Dr. Thies sind unter anderem Erfolgsfaktoren in der Digitalen Welt und der digitale Wandel.

 

Literaturhinweis:

Thies, F., Wessel, M., & Benlian, A. (2018). Network effects on crowdfunding platforms: Exploring the implications of relaxing input control. Information Systems Journal, 28(6), 1239-1262. (ABDC: A*; ABS: 3; ISI: 3.862; VHB: A)