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Universität erstmalig bei der Gesellschaft Junger Zivilrechtswissenschaftler e.V. vertreten

published 13.09.2018
Seit dem Auftakt in Hamburg im Jahr 1990 treffen sich auf den Jahrestagungen der Gesellschaft Junger Zivilrechtswissenschaftler e.V. jährlich Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler des Zivilrechts aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein zu einem fachlichen und persönlichen Austausch. Dieses Jahr ist durch Ass.-Prof. Dr. Alexandra Butterstein erstmalig auch das Institut für Wirtschaftsrecht der Universität Liechtenstein an dieser renommierten Tagung unter den Referenten vertreten.

Die diesjährige Tagung an der Ruhr-Universität Bochum war thematisch eng mit dem «Strukturwandel» des Ruhrgebiets verbunden. Der grundlegende gesellschaftliche und ökonomische Wandel war Anlass, darüber nachzudenken, wie das Privatrecht auf den gesellschaftlichen Wandel reagiert und wie sich zugleich rechtlich Strukturen selbst wandeln.

Dies veranlasste Ass.-Prof. Dr. Alexandra Butterstein, LL.M., Assistenzprofessorin am Lehrstuhl für Gesellschafts- und Stiftungsrecht am Institut für Wirtschaftsrecht, das moderne liechtensteinische Stiftungsrecht aufzugreifen und ein Exposé zum Thema «Registerpublizität und Stiftungsaufsicht im Lichte der jüngsten europäischen Rechtsprechung» einzureichen. Hierdurch griff sie zugleich das von Prof. Francesco A. Schurr und ihr geleitete Forschungsprojekt «Liechtensteinische Gesellschaften im Internationalen Privatrecht» auf. Unter den fast 50 Exposés junger hochkarätiger Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler wurde ihr Exposé neben 11 weiteren Exposés angenommen und damit zugleich ein aktuelles und bedeutendes Thema für Liechtenstein aufgegriffen.

Ass.-Prof. Dr. Alexandra Butterstein zeigte in ihrem Vortrag in Bochum auf, dass die jüngsten Entscheidungen des EuGH in Sachen Polbud und Panayi die grenzüberschreitende Stiftungsmobilität und zugleich die Möglichkeiten liechtensteinischer Stiftungen aufgrund ihrer modernen und attraktiv ausgestalteten Foundation Governance begünstigen. Zugleich stellen diese jüngsten Entscheidungen des EuGH das Privatrecht vor die Notwendigkeit einer rechtswissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Frage, ob und inwieweit klassische Stiftungsaufsichtssysteme – wie das deutsche Stiftungsmodell - in Anbetracht der stark erhöhten grenzüberschreitenden Stiftungsaktivität wettbewerbsfähig sind.

Mit ihrem Vortrag zeigte Ass.-Prof. Dr. Alexandra Butterstein, LL.M. die Chancen und Risiken einer modernen Foundation Governance wie die des liechtensteinischen Modells auf.

Der Beitrag von Alexandra Butterstein wird in einem Tagungsband des Nomos Verlags, Baden-Baden, publiziert und so einem grösseren Publikum zugänglich gemacht werden.