Veranstaltungsreihe

Campus Gespräche 2022

Die Universität Liechtenstein fährt mit den Campus Gesprächen fort. Diese greifen ein aktuelles, gesellschaftlich relevantes Thema auf und eröffnen den Dialog mit der Öffentlichkeit.

 Die Campus Gespräche der Universität Liechtenstein mit hochkarätigen Forschenden, Intellektuellen sowie Expertinnen und Experten greifen aktuelle, gesellschaftlich relevante Themen auf und eröffnen den Dialog mit einer breiten Öffentlichkeit in Liechtenstein und der Region. Diese stehen im Zentrum des Abends für alle Interessierten, an dem  im Anschluss an die jeweiligen Referate Fragen seitens der Moderator:innen und des Publikums diskutiert werden.

Die kommenden Campus Gespräche zur Rechtsphilosophie

Was ist gut? Was ist gerecht? Gibt es einen freien Willen oder ist der Mensch eine Marionette seines Gehirns? Was ist eine Handlung und was bedeuten Begriffe wie Vernunft, Verantwortung, Schuld, Freiheit? Warum gibt es Staaten? Welche Rolle spielt Sprache bei der Wahrnehmung der Welt?

Diese und viele weitere Fragen an der Schnittstelle von Recht und Philosophie werden im Rahmen der neuen Reihe „Montagsvorträge zur Rechtsphilosophie“ erläutert und diskutiert werden. Die universitäre Veranstaltungsreihe startet im Wintersemester 2022/23, ist offen für alle Interessierten und wird dreimal in jedem Wintersemester stattfinden. Strukturell ist sie so aufgebaut, dass jeder Termin aus zwei Lektionen à 45 Minuten besteht; Beginn um 18 Uhr. In jeder Veranstaltung wird ein bestimmtes Thema oder ein ausgewählter Philosoph aufgegriffen (von der griechischen Antike über das Mittelalter bis zur Gegenwart). 

Die Referentin in diesen drei Veranstaltungen wird Frau Prof. Dr. Konstantina Papathanasiou, LL.M., sein. Sie ist seit dem 1.9.2021 Professorin für Wirtschaftsstrafrecht, Compliance und Digitalisierung an der Universität Liechtenstein. Die gebürtige Griechin hat ihr Studium der Rechtswissenschaften sowie ihren Master in den Strafrechtswissenschaften an der Universität Athen abgeschlossen; sie wurde an der Universität Heidelberg „summa cum laude“ promoviert und an der Universität Regensburg habilitiert. Ihr wurde die Lehrbefähigung für Strafrecht, Strafverfahrensrecht, Wirtschaftsstrafrecht, Rechtsphilosophie, Rechtsvergleichung und Internationales Strafrecht verliehen.

Campus Gespräche zur Rechtsphilosophie: Mehr Informationen und Anmeldung

19.09.2022, 18 Uhr: "Gibt es Zufälle?"

17.10.2022, 18 Uhr: "Was ist Wahrheit?"

28.11.2022, 18 Uhr: "Hat der Mensch einen freien Willen?"

 

Lukas Bärfuss. Öl und Moral

 Dienstag, 25. Oktober 2022, 18 Uhr

Erdöl ist der Vater, ist die Mutter aller Dinge. Jeder Gedanke findet seinen Ursprung im Öl, alle Wissen- schaft, jede Religion, jede Hoffnung, jede Verzweiflung, jedes Lied, jede Klage, jeder Frevel, jeder Sturm und jede Sage. Es ist das Blut der Lebewesen von damals, vor Jahrmillionen abgesunken in den Urschlamm, eingesickert in die Kavernen, in die porösen Schichten.

Wir stehen am Ende der Petromoderne, wie Alexander Klose und Benjamin Steiniger unser Zeitalter genannt haben, die Ära, die mit der ersten kommerziellen Erschliessung der Ölquellen in Pennsylvanien, in Rumänien und in Aserbaidschan begann. Wir müssen von dieser Epoche und damit auch von ihren Segnungen Abschied nehmen. Das wird nur gelingen, wenn wir ihre Kultur in den Blick nehmen. Bis heute ist das nur in Ansätzen geschehen. Obwohl unsere Zivilisation ganz auf diesem Stoff beruht, wissen wir fast nichts über seine Bilder und Narrative.

 

Campus Gespräche im Rückblick

Mittwoch, 1. Juni, 2022

"Die Erschöpfung der Frauen. Wider die weibliche Verfügbarkeit" mit Franziska Schutzbach

Am Mittwoch, den 1. Juni 2022 war Franziska Schutzbach mit ihrem Buch „Die Erschöpfung der Frauen, Wider die weibliche Verfügbarkeit“ zu Gast. Frauen haben heute angeblich so viele Entscheidungsmöglichkeiten wie nie zuvor. Und sind gleichzeitig so erschöpft wie nie zuvor. Denn nach wie vor wird von ihnen verlangt, permanent verfügbar zu sein. Die Geschlechterforscherin Franziska Schutzbach schreibt über ein System, das von Frauen alles erwartet und nichts zurückgibt – und darüber, wie Frauen sich dagegen auflehnen und alles verändern: ihr Leben und die Gesellschaft. 

 

Thema "upcycling": Campus Gespräche unterwegs in ganz Liechtenstein

Erstmals gehen die Campus Gespräche in die Gemeinden hinaus. In vier Kulturhäusern Liechtensteins wird dafür am Thema «upcycling» gearbeitet. Ziel ist die Wahrnehmung der Bedeutung und des Potentials der geerbten Bausubstanz in Liechtenstein. Wir wollen eine Sensibilität für die Gründe und Vorteile des Weiterbauens wecken und ein architektonisches Upcycling als aktive Baukultur ermöglichen und fordern: ein bewusstes Umdenken, Wiederverwenden, Verbinden und Aufwerten von Bestehendem, um Neues zu schaffen.

Upcycling: Weiterdenken. Weiterbauen. Podiumsdiskussionen und Ausstellungen

Wir wollen eine Sensibilität für die Gründe und Vorteile des Weiterbauens wecken und ein architektonisches Upcycling als aktive Baukultur ermöglichen, und fordern: ein bewusstes Umdenken, Wiederverwenden, Verbinden und Aufwerten von Bestehendem, um Neues zu schaffen. In vier Kulturhäusern Liechtensteins erfolgt eine Auseinandersetzung dazu. Es werden Ausstellungen installiert und öffentliche Gespräche mit lokalen Akteur*innen geführt. 

Küfer Martis Huus, Ruggell
Ausstellung: 4. - 8. Mai 2022
Campus Gespräch: Do., 5. Mai, 18 Uhr mit Maria Kaiser-Eberle, Vorsteherin, Hansjörg Hilti, Architekt und Roman Banzer 

Alter Pfarrhof, Balzers 
Ausstellung: 11. - 15. Mai 2022
Campus Gespräch: Mi, 11. Mai, 18 Uhr mit Hansjörg Büchel, Vorsteher, Uly Mayer, Architektin und Roman Banzer 

Gasometer, Triesen
Ausstellung: 18. - 22. Mai 2022
Campus Gespräch: Mi, 18. Mai, 18 Uhr mit Manuel Schöb, Leiter Bauverwaltung, Beat Burgmeier, Architekt und Roman Banzer 

Landweibels Huus, Schaan
Ausstellung: 1. - 5. Juni 2022
Campus Gespräch: Do, 2. Juni, 18 Uhr mit Daniel Hilti, Vorsteher, Denise Ospelt, Architektin und Präsidentin LIA und Roman Banzer 

 

3. Mai 2022:

 "Zeitreise und Zukunft. Aus der Geschichte lernen?" mit Stefan Aust

Foto Stefan Aust: Karin Rocholl
„Es wurde mir von Tag zu Tag deutlicher bewusst, welches Privileg es war, als ›so eine Art Journalist‹, wie ich immer gern gesagt hatte, am Straßenrand der Geschichte zu stehen.“

 

Stefan Aust, geboren 1946, ist einer der bekanntesten Journalisten Deutschlands. Er begann bei der Zeitschrift konkret und arbeitete dann viele Jahre bei Panorama, wo sein Bericht über ein verschwiegenes Todesurteil, das der Marinerichter Filbinger im Zweiten Weltkrieg gefällt hatte, zu dessen Rücktritt als Ministerpräsident führte. Er gründete Spiegel TV und war 12 Jahre lang Chefredakteur des Spiegel, später Mitinhaber des Fernsehsenders N24 und Herausgeber der Welt. Er ist Autor zahlreicher Dokumentationen und Bücher. Sein Buch Der Baader-Meinhof-Komplex, erstmals 1985 erschienen, gilt als „Klassiker“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung). 

Es gibt wenig Menschen, die bei großen zeitgeschichtlichen Ereignissen und Entwicklungen der letzten Jahrzehnte so oft mittendrin waren, wie Stefan Aust. Seine vorliegende Autobiografie "Zeitreise" ist auch ein Rückblick auf seine journalistische Arbeit, hier folgt man nicht nur den Stationen eines ereignisreichen Lebens, sondern erhält auch tiefere Einblicke in seine Recherchen. So entsteht ein Panorama bundesdeutscher und internationaler Politik; es ist zugleich Zeitzeugnis, Hintergrundbericht und die Abenteuergeschichte eines hoch spannenden Lebens. 

Podiumsgespräch mit Regierungschef-Stellvertreterin Sabine Monauni, Stefan Aust und Roman Banzer, anschliessend Frage- und Diskussionsrunde mit dem Publikum. 

 

22. September 2022

"Vom Neolithikum bis heute: Die Revolution gegen das "Jetzt" mit Andreas Moser

Im Gegensatz zum Lebensprinzip des "Jetzt" im gesamten Paläolithikum, das perfekt in die Natur eingebettet war, brachte die Sesshaftigkeit und die Ernährungssicherheit durch den Pflanzenanbau eine völlige Abkehr vom "Jetzt" und erforderte eine planerische, rechnende Dimension.

Andreas Moser war am Schweizerischen Tropeninstitut für die Haltung tropischer Gifttiere verantwortlich und baute seine Tätigkeit als Wissenschaftsjournalist sukzessive aus. Über die Sendung «Karussel» gelangte er zum Schweizer Fernsehen. Danach trat er in die dortige Wissenschaftsredaktion ein und moderierte bis 2021 die Sendung «Netz Natur». Für seine Arbeit erhielt er mehrere Preise.
 

31. März 2021

"Krise und individuelle Verantwortung"  mit Dr. Barbara Bleisch 

 

20. Januar 2021

"Verrückte Demokratie - Über die Vereinigten Staaten und andere politische Versuche" mit Prof. Dr. Peter Gilgen.

 

7. Oktober 2020

"Die Kraft der Demokratie" mit Roger de Weck

  

23. September 2020 "Empathie und die Demokratie" mit Provost Prof. Fritz Breithaupt, Dr. Susanne Schmetkamp und  Dr. Markus Zürcher

 

 

Information und Anmeldung zu den Campus Gesprächen

 

Campus Gespräch zur Rechtsphilosophie: Was ist Wahrheit?Seminar

Montag, 17. Oktober 2022, 18 Uhr
Auditorium

Detail

Campus Gespräch - Öl und MoralVortrag

Dienstag, 25. Oktober 2022, 18 Uhr
Auditorium

Detail