Modulübersicht

Modul 1: (6 Tage, 5 ECTS) - Grundlagen

Terminologie, wesentliche Rechtsgrundlagen des EU-/EWR-Finanzmarktrechts sowie über die wesentlichen ökonomischen Grundlagen der Finanzmärkte

Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung werden die Studierenden in die Terminologie und die wesentlichen Rechtsgrundlagen des EU-/EWR-Finanzmarktrechts, insbesondere dessen sachlichen Anwendungsbereichs eingeführt und erhalten einen detaillierten Überblick über die wesentlichen rechtlichen und ökonomischen Grundlagen der Finanzmärkte. Die Studierenden werden mit klassischen Finanzmarkttheorien (etwa der Principal-Agent-Theory, dem Capital-Asset-Pricing-Modell etc.) vertraut gemacht. Den Studierenden werden zudem die wesentlichen Grundlagen des modernen Risikomanagements und der Refinanzierungsmethoden von Banken vermittelt. 

Modul 1 dient ausserdem der Vermittlung grundlegender wissenschaftlicher Methoden- und Medienkompetenz, die insbesondere für das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten im Verlauf des weiterführenden Studiums erforderlich sein werden. Die Studierenden werden mit klassischem Werkzeug des wissenschaftlichen Arbeitens (etwa Planung und Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit, Verwendung von juristischen Datenbanken, etc.) vertraut gemacht. Den Studierenden werden zudem die wesentlichen juristischen Zitierregeln und die gängigen Interpretationsmethoden vermittelt (Wissenschaftliches Schreiben Teil I).

Modul 2: (6 Tage, 5 ECTS) - Bankrecht und Bankaufsichtsrecht

In diesem Modul werden den Studierenden die wesentlichen Grundlagen des Europäischen Bankaufsichtsrechts, ausgehend von der Kapitaladäquanzrichtlinie (CRD) und der Umsetzung im BankG, sowie die gängigen Geschäftsmodelle von Banken vermittelt. Die Studierenden erhalten einen vertieften Einblick in die wesentlichen Verhaltenspflichten von Banken. Einen wesentlichen Teil bilden auch die Ordnungsnormen der Eigenkapitalverordnung (CRR).

Modul 2 dient zudem zur abschliessenden Vermittlung juristischer Methoden- & Schreibkompetenz bzw. zur Vertiefung der bereits in Modul 1 vermittelten Grundlagen (Wissenschaftliches Schreiben – Teil II).

 Modul 3: (6 Tage, 5 ECTS) - Sonderbankenrecht

Spezielle Themenstellungen, etwa im Bereich der Zahlungsinstitute, der Zahlungssysteme und des E-Geld-Regimes; Geldwäschereiprävention

Den Studierenden werden spezielle Themenstellung des Bankrechts abseits des BankG, etwa im Bereich der Zahlungsinstitute, der Zahlungssysteme und des E-Geld-Regimes, vorgestellt. Zudem werden die Studierenden für den Bereich der Geldwäschereiprävention sensibilisiert. In diesem Modul erarbeiten sich die Studierenden ausserdem umfassende Kenntnisse im Bereich des privaten Bankvertragsrechts und der gängigen Rahmenverträge, die für den täglichen Einsatz in der Bankenpraxis unabdingbar sind.

Modul 4: (6 Tage, 5 ECTS) - Wertpapier- und Börserecht - Vermögensverwaltung

Aufsichtsregime, EU-Prospektregime, EU-Börserecht, zentrale rechtliche Themenfelder der Vermögensverwaltung [u.a. MiFID II, BankG und VVG] , Geschäftsmodelle der Vermögensverwaltung in Liechtenstein und der Schweiz, Produktregulierung

Das Modul bietet einen fundierten Einblick in das europäisch geprägte Börse- und Wertpapierrecht mit besonderem Fokus auf die Vermögensverwaltung. Insbesondere werden die Wertpapierfirmen, deren Aufsichtsregime sowie das EWR-Börse- und Prospektrecht erörtert. In diesem Zusammenhang werden die zentralen rechtlichen Themenfelder der Vermögensverwaltung (grundgelegt in der MiFID II, im BankG und im VVG) behandelt und die verschiedenen wesentlichen Geschäftsmodelle der Vermögensverwaltung in der DACHLI-Region sowie im Bereich der Produktregulierung (etwa hinsichtlich Leerverkäufe und Derivatkontrakte) behandelt. Darüber hinaus werden die wesentlichen Fragen des EWR-Prospektregimes und des EWR-Börserechts (etwa Informationspflichten von Emittenten; Handelsplätze; Aspekte der Marktmissbrauchsprävention etc.) behandelt.

Modul 5: (6 Tage, 5 ECTS) - Fondsrecht (Alternativ Wahlmodul) 

Fondsrechtliche Regelungen unter UCITS-G, AIFM-G und IUG; Besonderheiten zu EuVECA, EuSEF, ELTIF sowie IORPD; Managementgesellschaften und Verwahrstellen

Ein weiterer Schwerpunkt des Programms fokussiert auf Fragestellungen zum Bereich Asset Management und der Fondsverwaltung. Mit den Studierenden werden wesentliche fondsrechtlichen Regelungen (wie sie im UCITS-G, AIFM-G und im IUG enthalten sind) diskutiert. Darüber hinaus werden Managementgesellschaften und Verwahrstellen behandelt und die Besonderheiten zu Geldmarktfonds, EuVECA, EuSEF, ELTIF sowie Pensionsfonds erarbeitet.

Modul 6: (6 Tage, 5 ECTS) - Versicherungsrecht

Aufsichtsrechtliche Behandlung von Versicherungen [Solvency II und VAG], Regulierung "sonstiger Vorsorgeeinrichtungen", Geschäftsmodelle von Versicherungen, Produktregulierung nach PRIIP-VO und IDD, Versicherungsvertragsrecht

Die Studierenden werden im sechsten Modul mit der aufsichtsrechtlichen Behandlung von Versicherungen (Solvency II und VAG) konfrontiert. Im Zentrum des Moduls liegen neben der Regulierung sogenannter «sonstiger Vorsorgeeinrichtungen» (z.B. Pensionskassen) auch die relevanten Geschäftsmodelle von Versicherungen. Vertiefend werden die Aspekte der Versicherungsvermittlung sowie der Produktregulierung nach der PRIIP-Verordnung und der IDD beleuchtet und ein Fokus auf den Bereich des Versicherungsvertragsrechts gelegt.

Modul 7: (7 Tage, 5 ECTS) - Studienreise (Alternativ Wahlmodul)

Gemeinsame Studienreise mit den Studierenden der zwei weiteren Executive-Masterstudiengänge, nach (vorauss.) Hong Kong und Singapur.

Das Modul 7 ist als Wahlmodul ausgestaltet. Zum einen kann das Modul durch die Teilnahme an der gemeinsamen, mindestens 6-tägigen Studienreise in die Finanzmetropolen Hongkong und Singapur absolviert werden. Das Programm der Studienreise beinhaltet Workshops und Vorträge bei lokalen Institutionen und Firmen sowie Besuche von internationalen Organisationen und Botschaften. Ein entsprechendes Rahmenprogramm ergänzt den Inhalt der Studienreise.

Alternativ steht den Studierenden der Besuch eines frei wählbaren Moduls der anderen Executive-Masterstudiengänge in International Taxation oder Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht frei. 

Modul 8: (6 Tage, 5 ECTS) - Alternative Finanzierungsmodelle und Sonderreglements

Das Modul bietet einen Einblick in die Regulierung aktueller horizontaler Geschäftsmodelle im Bereich Finanzmarktrecht, etwa von Crowdfunding- und P2P-Plattformen oder digitaler Geschäftsmodelle (Regtech etc.). Zudem werden im achten Modul Schnittstellen zu anderen Bereichen des EU-/EWR-Wirtschaftsrechts beleuchtet, etwa im Bereich Energierecht, Telekommunikationsrecht, Datenschutz, Netzwerk- und Informationssicherheit etc.

Modul 9: (6 Tage, 5 ECTS) - Interdisziplinärer Workshop

International Private Wealth Management: Finance, Recht, Steuern

Das finale neunte Modul besteht aus einem interdisziplinären Workshop zum Thema Internationales Asset Management. An dem Workshop nehmen Studierende anderer exekutiver Master Programme teil. Im Rahmen des Workshops diskutieren die Studierenden über aktuelle sektorenübergreifende Fragestellungen und erarbeiten gemeinsam Lösungen zu einer spezifischen Fallangabe.