uni.liBlogLove is in the air: #unili-ebe und Campuskinder
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Love is in the air: #unili-ebe und Campuskinder

Es ist wahrscheinlich das wichtigste Thema neben dem Studium: die Liebe am Campus. Und weil die Uni Liechtenstein recht klein ist, lernt man hier ganz schnell jemanden kennen – speziell im und ums Studentenwohnheim – den «Dorms».  

(Fast) immer in Liebessachen dabei ist Gabriela Cortés. Von den ersten schüchternen Annäherungen bis zur Hochzeit weiss die Verantwortliche für das Unterkunftswesen über alles Bescheid, was im und um die «Dorms» so vor sich geht. Sie stellt uns Paare aus aller Welt vor, die sich an der Uni in Vaduz kennengelernt haben. 

Ob zum Flirten, für eine kurze Liaison oder gleich für die ganz grosse Liebe: spätestens nach der Welcome Week zu Semesterbeginn kennt an der Uni Liechtenstein jede jeden (oder umgekehrt). So bleibt niemand lange allein. Das gilt besonders für die kleine Community der Austauschstudierenden, die hier fern der Heimat neue Bekanntschaften machen.  

Malin und Bassel: First Date auf der Abschiedsparty 

«Es war am regnerischen 1. Mai 2010, als mich meine Freundin Mimmi auf eine Abschiedsparty für Bassel geschleppt hat, der am nächsten Tag nach drei Jahren Architekturstudium an der Uni Liechtenstein zurück nach Damaskus ging», erinnert sich die Finnin Malin an ihr erstes Treffen mit dem Erasmus-Studenten aus Syrien. «Um es kurz zu machen: es war eine gute Party. Wir haben Telefonnummern ausgetauscht und uns am nächsten Tag noch kurz getroffen, bevor Bassel zum Flughafen musste.» Was folgte waren viele Stunden auf Skype. «Wir haben uns dann schnell so richtig verliebt, wollten beide keine Fernbeziehung und haben alles auf eine Karte gesetzt», schwärmt Malin von den Anfängen ihrer Beziehung. 

Nach Malins Rückkehr nach Finnland haben sich die beiden dann richtig kennengelernt. Bassel hat sie dort besucht und im Anschluss traf Malin seine Familie in Damaskus. Diese gegenseitigen Besuche waren ein voller Erfolg. Das Paar heiratete am 1. Januar 2011 in Finnland. Mit dabei waren ihre Freunde aus der Zeit an der Uni Liechtenstein: natürlich Malins Freundinnen Mimmi und Karin, aber auch Bassels Mitbewohner Jonathan.  

«Ich komme aus einer finnischen Kleinstadt, Bassel aus einer syrischen Metropole, wir könnten also gar nicht unterschiedlicher aufgewachsen sein. Aber der kulturelle Unterschied war für uns nie ein Problem, da uns unsere beiden Familien immer unterstützt haben», erinnert sich die Finnin. Aber nach all der Romantik folgten schwere Zeiten. Der Krieg in Bassels Heimat Syrien warf seine Schatten und Malin hatte mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. «Then life has thrown us some curveballs », fasst die Finnin zusammen. «Aber so kitschig es klingen mag – diese Herausforderungen machen uns noch stärker.» 

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«Heute leben wir in einem gelben Haus in der Nähe von Vasa. Dort ist Bassel Miteigentümer eines Architekturbüros. Und ich habe in einem Transportunternehmen gearbeitet, bis unser Sohn Adam vor neun Monaten zur Welt kam.» 

In Liechtenstein war Malin vom ersten Tag an verliebt und verbrachte hier die beste Zeit ihres Lebens, betont sie. «Liechtenstein und der Campus der Uni sind recht überschaubar. Darum muss man in punkto Unterhaltung selbst kreativ werden und lernt dabei Freunde fürs Leben kennen.» Damit spielt Malin auf die Partys rund ums Studentenwohnheim und ihr erstes Treffen mit Bassel an. «Ich werde meiner Freundin Mimmi ewig dankbar sein, dass sie mich auf Bassels Abschiedsparty mitgenommen hat, obwohl ich gar nicht eingeladen war. Ohne sie wäre unser Leben vollkommen anders verlaufen und wir hätten nie unser «first date» kurz vor Bassels Abreise in einem Café im Vaduzer Städtle gehabt. Davon habe ich niemand im Studentenheim erzählt, nur meine Mitbewohnerin Karin wusste davon.»   

Diana und Anthony: «Ich liebe dich» am Uniball 

Das erste Mal «Ich liebe dich» haben der Amerikaner Anthony Camargo und die Deutsch-Bulgarien Diana am Uniball 2015 gesagt. Geheiratet haben sie sechs Jahre später im Juli 2021 im kleinen Kreis in Wien. Mit dabei war Dianas Freundin Anja, die die beiden an der Uni bekannt gemacht hat.  

Dazwischen liegen ereignisreiche Jahre am Campus in Vaduz, ein Fernbeziehung zwischen Liechtenstein, Wien und den USA und ein Happy End für die beiden Wirtschaftsstudenten mit Abschlüssen der Uni Liechtenstein.  Als sie neu an den Campus kamen, haben Diana und Anthony viel Zeit mit ihren Freunden im Studentenwohnheim verbracht. «Angesagt waren jede Menge Sport, Ausflüge nach Feldkirch und natürlich Partys in den Dorms», erinnern sich die beiden. «Beim ersten Date waren wir allerdings nur zu zweit im Kino.»  

220718_Blog_Diana Anthony_IMG-20181117-WA0018_quer.jpgAuf Schmetterlinge im Bauch folgten auch harte Zeiten für das Paar, erinnert sich Diana: «Es war nicht einfach für uns, als ich in Liechtenstein studiert habe und dann nach Wien zog, während Anthony nach dem Master in Wirtschaftsinformatik wieder in den USA lebt. Aber das hat unsere Beziehung stärker gemacht. Wirt haben gelernt, wie man sich auch in der Ferne nahe sein kann.»  

Bald wird die Unternehmensberaterin von Wien zu Anthony nach Connecticut ziehen, wo er als Robotic Process Automation Consultant arbeitet.  Liechtenstein werden Diana und Anthony immer in bester Erinnerung behalten: «Hier haben wir uns kennengelernt und hatten so viel Spass mit unseren Freunden.» Und im August soll dann die ganz grosse Hochzeit stattfinden – in Bulgarien und mit allen Freundinnen und Freunden aus der gemeinsamen Zeit an der Uni Liechtenstein. 

Nadine und Kristóf: Liebe beim Skaten 

 “Wir sind uns nicht einig, wann wir uns zum ersten Mal getroffen haben. Kristóf behauptet, es war im November 2010, als er ins Studentenwohnheim kam, um seine Bewerbung für den Master Finance abzugeben. Ich glaube, es war im September 2011 als er einen halbleeren Müllsack vors Studentenwohnheim trug nur um mich dort zu treffen», erinnert sich Nadine Székely, die aus Deutschland an die Uni Liechtenstein kam um hier ihren Master in Wirtschaftsinformatik zu machen.   Beide sind sich einig, dass das erste Date dann irgendwas mit Sport zu tun hatte - Inlineskating oder Wandern wahrscheinlich. 

220718_Blog_Nadine Christoph_748-53_quer.jpgDa der gebürtige Ungar und die Deutsche viel Zeit im Ausland und mit internationalen Studierenden verbracht hatten, gab es für sie von Anfang an keine kulturellen Herausforderungen in ihrer Beziehung. Dafür haben sie die gemeinsame Zeit am Campus in vollen Zügen genossen - mit internationalen Kochabenden im Studentenheim oder Studienreisen ins Ausland. «Vor Semesterbeginn gingen wir gemeinsam Inlineskaten, während des Semesters haben wir Austauschstudenten betreut oder gingen wandern», erinnerst sich Nadine an die gemeinsame Zeit am Campus.  

Auch geheiratet haben Nadine und Kristóf international: standesamtlich in Ungarn und kirchlich in Deutschland mit allen Uni-Freundinnen und Freunden. Danach sind sie Liechtenstein treu geblieben und arbeiten nach dem Master weiterhin im Fürstentum. Nadine hat die Uni nie losgelassen: sie machte ihren PhD in Wirtschaftswissenschaften an der Uni Liechtenstein und ist heute Projektmanagerin in der Forschungsförderung am Campus.  

Gross war die Veränderung der Familie allerdings im Privaten: sie haben mittlerweile drei Kinder im Alter von 1, 3 und 6 Jahren. «Liechtenstein wird immer einen besonderen Platz in unseren Herzen haben. Hier haben wir uns kennengelernt und es ist und bleibt ein Teil unseres täglichen Lebens.» 

Marina und Roope: Mehr als ein «Erasmus-Flirt» 

 Ein Hotspot in Sachen Liebe ist das Studentenheim gleich neben der Uni. Hier haben sich die Bulgarin Marina Vasileva und Roope Jaakonmäki aus Finnland kennengelernt. Sie kamen 2011 mit einem Erasmus-Stipendium an die Uni Liechtenstein. Nach unzähligen Spiele- und Kinoabenden in den «Dorms», dem Studentenwohnheim, verliebten sie sich auf einer Party im benachbarten Österreich. Das erste (inoffizielle) Date fand dann ausgerechnet auf dem Uniball statt – und blieb so nicht lange geheim.  

«Doch dann endete auch schon das Erasmus-Semester und wir mussten beide zurück in unsere Heimat, um das Studium abzuschliessen», erinnert sich Marina. «Ich dachte damals, dass ich Roope nie wiedersehen würde. Da erst habe ich erkannt, dass dies mehr als ein «Erasmus-Flirt» ist. Doch niemand sonst dachte, dass diese Beziehung halten würde.» Und es dauerte ein Jahr, bis sich Marina und Roope wieder an der Uni Liechtenstein getroffen haben – diesmal für ihr Masterstudium und für immer.  

220718_Blog_Martina Roope_Hochzeit_Bulgarien_quer.jpgJetzt sind die Absolventin des Master in Finance und Roope, der nach dem Master in Information Systems noch seinen PhD in Wirtschaftswissenschaften hier in Liechtenstein gemacht hat, bereits 11 Jahre zusammen und haben eine Tochter. Geheiratet wurde in einem Beach Resort in Bulgarien. «Rund ein Drittel der Gäste waren Bekannte aus unserer Zeit an der Uni Liechtenstein», erinnern sich Marina und Roope, die heute in Feldkirch leben.  

Ihre Freundinnen und Freunde aus Uni-Zeiten treffen sie immer noch: bei Reunions oder zum Skifahren. Die Zeit an der Uni Liechtenstein hat Marina in bester Erinnerung: «Das ist der Ort, der meinem Leben vollkommen unerwartet eine neue Richtung gegeben hat!» 

Liebe am Campus: es bleibt romantisch 

Dies sind nur vier romantische Geschichten von internationalen Studierenden, die sich an der Uni Liechtenstein getroffen haben. Gabriela Cortés kennt unzählige mehr. Und einige finden gerade erst statt, doch auch von denen wird Gabriela früher oder später erfahren.  

Auf der Terasse des Studentenwohnheims der Universität Liechtenstein, Fürst-Franz-Josef-Strasse 15-17 in Vaduz. Mehr Infos unter: www.uni.li/wohnen  

 

Die Welt trifft sich im Studentenwohnheim  in Vaduz. Wie kann man die Community vor Ort beschreiben?

Gabriela: Dort im Dorm, wie die Studierenden das Studierendenwohnheim nennen, wird studiert, gebastelt, gekocht, musiziert, gelacht und gedatet. Im Wohnheim leben Studierende aus 25 bis 35 Nationen. Das Leben dort ist meistens bunt und geprägt von Interkulturalität, welche dort gelebt wird. Jedes Jahr, kommen mit Beginn eines Semesters neue Bewohner dazu. Über das weltweit sehr gut funktionierende Partnernetz der Uni, kommen viele Austauschstudierende - nicht nur aus allen Ländern Europas - sondern auch aus Lateinamerika, Asien, dem Mittelost und Amerika.  Aber nicht alle internationale Studierende kommen von «Erasmus» oder Austausch-Programmen. Über viele Jahre betreuen wir reguläre Studierende aus Ländern, wie zum Beispiel Indien, Indonesien, Peru, Ecuador, Litauen, Ghana, Pakistan, Tunesien, Marokko, Simbabwe und Kenia. Hier findest du alle Informationen für internationale Studierende und den Blog "In sieben Schritten zum Studium in Liechtenstein".

Was macht das Leben dort so einzigartig? Wie begegnen sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturen?

Gabriela: Ich glaube, dass Multikulturalismus für viele Menschen eher als «Konfliktzone» wahrgenommen wird. Nach meiner persönlichen Erfahrung ist das Leben im Dorm voller Lehren und Erfahrungen, welche die Absolventen nie vergessen werden. Es ist ein Ort, um Bindungen fürs Leben einzugehen. Und es ist so, dass das Wohnen im Studentenheim sich wie die Zugehörigkeit zu einer Familie anfühlt. Die Einzelnen wachsen zu einer Grossfamilie zusammen, divers mit sehr unterschiedlichen Überzeugungen, Glauben, Religionen, Logik und Erfahrungen. Es bleibt nicht aus, dass Empathie zur Sympathie wächst, der «Liebesengel Amor seine Pfeile abfeuert» und Paare ganz unterschiedlicher Herkunft zueinander finden. Die Geschichten darüber sind vielfältig und romantisch. Vier davon wollen wir hier im Blog erzählen.

Welche Bedeutung hat die kulturelle Vielfalt im Dorm für dich?

Gabriela: In den vielen Jahren, in welchen ich die Studierenden im Wohnheim betreue, habe ich so viel über Bräuche, Riten, Traditionen, Gastronomie und Logik gelernt, welche sie von so vielen Orten auf dem Planeten mit nach Liechtenstein bringen. Genau das macht das Leben im Wohnheim so besonders und so schön.

Ich möchte alle diese schönen Erfahrungen mit den Studierenden aus dem Dorm nicht missen – es ist ein großer Gewinn für alle Beteiligten. Und ich freue mich immer wieder persönlich, wenn die ehemaligen Studenten uns das wissen lassen. Mit Nachrichten und anhaltender Kommunikation über die sozialen Medien ist das heute kein Problem. Und so erreichen mich viele Geschichten und Erzählungen über die Lebensläufe meiner Studierenden, die zu mündigen und erfolgreichen Menschen gewachsen sind.

Es ist etwas Wunderbares, wenn die Uni ein kleines bisschen zu dieser Länderverständigung beiträgt. Und für mich ist diese «kleine Oase namens Wohnheim» ein lebendiges Friedensprojekt - ein Ort um mehr Verständigung und Toleranz von und für einander zu lernen und auch einzufordern. Es gibt natürlich auch Konflikte, die in einer angemessenen Gesprächskultur angegangen und im Konsens gelöst werden. Dazu gehört auch Liebesleid, wenn sich Paarbeziehungen auflösen. Dann stehe ich natürlich für das Trösten zur Verfügung. Aber was nachhaltig bleibt, sind unsere Liebespaare und deren romantische Geschichten, die ein Happy End finden und gut ausgehen. Und diese überwiegen.

 

220718_Blog_Gabrielagabriela_1.jpgPorträt: Lic. cc Gabriela Cortés

Leiterin Unterkunftswesen – Universität Liechtenstein

  • Geboren in Mexiko und in einer interkulturellen Familie aufgewachsen
  • Studium: Kommunikationswissenschaften mit Spezialisierung in Publizistik und Journalismus an der Universität von Sonora
  • TV-Journalistin, Moderatorin und Korrespondentin in Mexiko
  • Arbeitete für verschiedene deutsche Unternehmen
  • Seit über 12 Jahren an der Universität Liechtenstein

Gabrielas drei Tipps für Studieninteressierte

  1. Besuche unsere  öffentlichen Vorträge und Veranstaltungen, aber auch Infoevents für Studieninteressierrte vor Ort oder online, um einen persönlichen Eindruck zu gewinnen. Oder ruf einfach an. Wir sind immer für dich da!
  2. Komme in Kontakt mit unseren Alumni und auch Student Ambassadors, sie werden dir aus eigener Erfahrung erzählen, was du hier an der Uni und in Liechtenstein finden wirst. Melde dich gern bei mir!
  3. Nutze die Chance in einem kleinen Land mit vielen Besonderheiten zu leben: Kultur, Natur, Nähe zu vielen wunderschönen Städte und Freizeit-Gebiete. Dazu demnächst mehr hier im Blog ...

Hier findest du alle Informationen zum Wohnen am Campus und in der Region 

 

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Diesen Blogbeitrag widmen wir Ines Hartmann, die die Idee dazu hatte. Die Studiengangsmanagerin Architektur wurde gerade Mutter. Herzliche Gratulation!

 

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