Hands On

Bauen im Massstab 1:1

 Um Architekturstudierenden mit dem komplexen Entwurfsprozess vertraut zu machen und sie auf Ihr zukünftiges Berufsleben als Architekt vorzubereiten, bietet sich das Bauen im Maßstab 1:1 an. Das sogenannte hands-on ermöglicht unterschiedlich viele Erfahrungsmöglichkeiten für Studierende, angefangen von gestalterischen über konstruktiven Aspekten bis hin zu Teamarbeit. Zudem vereint Bauen im M 1:1 auf eine ganz einfache Weise handwerkliche Aspekte, die für das Bauen im akademischen Kontext ein entscheidender und wichtiger Faktor bei der Architekturvermittlung ist.

Die Auseinandersetzung mit dem Bauen im Maßstab 1:1, ist in der Architekturausbildung bisher wenig wissenschaftlich beachtet und bearbeitet worden. Deshalb ist es besonders wichtig, die Bedeutung und den Prozess „des Machens“ wissenschaftlich zu reflektieren und zu betrachten. Durch die seit 2008 von Carmen Rist-Stadelmann und Urs Meister durchgeführten, unterschiedlichen hands-on Projekte, sind zu dieser Thematik viele eigene Fallbeispiele am Institut für Architektur und Raumentwicklung an der Universität Liechtenstein vorhanden. Diese bieten die Möglichkeit die 1:1 Aktivitäten im Rahmen dieser Forschungsarbeit wissenschaftlich genauer zu untersuchen.

Die Bestandsaufnahme dieser organisierten, koordinierten und durchgeführten Aktivitäten stellt die Ausgangsbasis für das vorliegende Forschungsthema mit dem Ziel dar, neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und kritischen Reflexion der Frage nach der Bedeutung und dem Mehrwert der baulichen 1:1 Erfahrungen in der Architekturausbildung und der Architekturvermittlung für die Studierende, Handwerksbetriebe und dem Institut für Architektur und Raumentwicklung an der Universität Liechtenstein nachzugehen.

Die Forschungsarbeit beschäftigt sich im ersten Kapitel mit dem didaktischen Mehrwert des hands-on basieren auf den drei unterschiedlichen Lernmethoden von John Dewey (1859-1952), Kurt Lewin (1890-1947) und Jean Piaget (1896-1980) und stellt diese in Verbindung mit den Projektabläufen der Universität Liechtenstein 1:1 Aktivitäten. Im zweiten Kapitel werden die 1:1 Aktivitäten an der Universität Liechtenstein charakterisierende Themenbereiche Material und Tektonik untersucht. Das dritte Kapitel thematisiert den Mehrwert von handwerklichen Prozessen in Kooperation mit regionalen Handwerksbetrieben, als ein weiteres charakterisierendes Merkmal der 1:1 Aktivitäten an der Universität Liechtenstein. Das vierte Kapitel beinhalte die Dokumentation der dieser Arbeit zugrunde liegenden Fallbeispiele. Ein Vergleich der erhaltenen Erkenntnisse mit ausgewählten, gebauten 1:1 Projekten anderer Universitäten erfolgt im fünften Kapitel. Das sechste Kapitel umfasst eine Zusammenfassung der Arbeit und ein Ausblick. Abschließend sind im siebten Kapitel sämtliche Interviews mit Studierenden und Handwerkern zum Nachlesen aufgeführt.

 

Publikation 

FFF Projekt_Hands on

 

AL Magazine